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VW in der Krise: Dudenhöffers düstere Prognose

Fast 6 Milliarden Euro Verlust in einem Quartal: Automobilexperte Dudenhöffer erklärt, warum die VW Krise sich verschärft und welche Werke bangen müssen.

Redaktion · 29. October 2026, 23:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die VW Krise hat im dritten Quartal 2024 eine neue Dimension erreicht: Fast 6 Milliarden Euro Verlust innerhalb von nur drei Monaten haben den Volkswagen-Konzern erschüttert. Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer bewertet die Lage als ernst und warnt, dass die jüngsten Zahlen die Situation nicht verbessert, sondern weiter verschärft haben. Gleichzeitig steigt der VW-Aktienkurs – eine Diskrepanz, die Dudenhöffer selbst als überraschend bezeichnet, denn das Unternehmensvermögen ist durch massive Abschreibungen deutlich geschrumpft.

Abschreibungen treffen VW auf beiden Seiten

Der Quartalsverlust resultiert aus einem doppelten Vermögensschwund. Zum einen wurden Porsche-Aktien, die im Depot von Volkswagen liegen, erheblich abgewertet. Zum anderen mussten die Vermögenswerte in China nach unten korrigiert werden. Beides zusammen belastet die Bilanz strukturell – und nicht nur vorübergehend.

Dass der Aktienkurs trotz dieser Entwicklungen zulegt, interpretieren Marktbeobachter teils als Hoffnung auf Restrukturierungsgewinne. Dudenhöffer sieht das skeptischer: Die fundamentalen Probleme seien keineswegs gelöst, die Lage eher dramatischer geworden.

China-Geschäft bricht stärker ein als der Markt

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung in China, dem lange wichtigsten Einzelmarkt für Volkswagen. Im dritten Quartal schrumpften die VW-Verkäufe dort um 39 Prozent – deutlich mehr als der Gesamtmarkt, der rund 30 Prozent nachgab. Chinesische Verbraucher wenden sich zunehmend von westlichen Marken ab.

VW verfolgt zwar die Strategie „In China für China”, doch die Umsetzung stockt. Ein wesentlicher Grund liegt in der komplexen Partnerstruktur:

  • JAC – Partner für neue, lokal entwickelte Fahrzeuge
  • SAIC (Shanghai Automotive Corporation) – enger Kooperationspartner im Raum Shanghai
  • FAW – Vertriebspartner im Norden Chinas

Drei unterschiedliche Joint-Venture-Partner bedeuten drei unterschiedliche Vertriebsnetze – und damit erhebliche Reibungsverluste bei Produktentwicklung, Marktreaktionen und Markenkommunikation. Dudenhöffer fordert hier mehr Druck und ein klareres Konzept. Als mahnendes Positiv-Beispiel nennt er Xpeng, den chinesischen Elektroautohersteller und VW-Partner, der im selben Quartal Wachstum verzeichnete – trotz des schwachen Gesamtmarkts.

Sparprogramm reicht möglicherweise nicht aus

Volkswagen hat bereits ein tiefgreifendes Sparprogramm angekündigt: Zehntausende Arbeitsplätze stehen auf dem Prüfstand, mehrere Werke galten zeitweise als gefährdet. Doch angesichts der neuen Zahlen stellt Dudenhöffer klar: „Es wird sehr schwer werden für die Werke.”

Die Diskussionen über Schließungen und weiteren Stellenabbau seien noch längst nicht abgeschlossen. Erschwerend kommt hinzu, dass VW mit Elektroautos in Europa derzeit kein Geld verdient. Betroffen sind unter anderem die Standorte Zwickau und Emden, die bereits auf Elektromobilität umgestellt haben. Fehlende Margen bei E-Fahrzeugen machen auch das Werk in Neckarsulm anfälliger.

Audi und die USA: Neue Unsicherheit im Konzern

Zusätzliche Unruhe brachte ein Auftritt des Audi-Chefs bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump: Dort deutete er feste Investitionen in den USA an – verbunden mit der impliziten Botschaft, dass Deutschland als Investitionsstandort an Bedeutung verlieren könnte. Dudenhöffer bezeichnet diese Kommunikation als „sehr unglücklich” und sieht darin ein weiteres Signal der Unsicherheit für deutsche Standorte.

Die VW Krise ist damit mehr als ein vorübergehender Einbruch. Sie ist das Ergebnis struktureller Schwächen: verlorenem Terrain in China, unrentabler Elektrostrategie in Europa und einem Konzerngeflecht, das schnelle Kursanpassungen erschwert. Wie tiefgreifend der Umbau ausfallen muss, werden die kommenden Quartale zeigen – doch Experten wie Dudenhöffer rechnen nicht mit einer raschen Trendwende.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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