Cambridge Analytica: Meta soll 25 Mrd. Dollar zahlen
Eine Jury in New Mexico verurteilte Meta zu 25 Milliarden Dollar Strafe im Cambridge-Analytica-Skandal. Nutzer seien damals systematisch getäuscht worden.
Dieses Video wurde am 22.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Im milliardenschweren Datenschutzskandal um Cambridge Analytica hat eine Jury im US-Bundesstaat New Mexico ein historisches Urteil gegen den Meta-Konzern gesprochen. Der Facebook-Mutterkonzern soll eine Strafe in Höhe von 25 Milliarden Dollar zahlen. Das Gericht befand, dass Nutzer im Zuge des Datenmissbrauchs systematisch in die Irre geführt wurden. Meta kündigte umgehend an, das Urteil anfechten zu wollen.
Was war der Cambridge-Analytica-Skandal?
Der Skandal geht auf eine scheinbar harmlose Online-Umfrage zurück, die über die Facebook-Plattform verbreitet wurde. Die dabei erhobenen Daten wurden jedoch nicht nur für den erklärten Zweck genutzt – sie flossen heimlich in detaillierte Nutzerprofile ein.
Diese Profile wurden anschließend an die britische Analysefirma Cambridge Analytica weitergegeben, die sie für politische Zwecke einsetzte. Besonders brisant: Das Unternehmen soll die Daten unter anderem in Wahlkämpfen verwendet haben, um gezielt Wählerinnen und Wähler zu beeinflussen.
Der Fall hatte seinerzeit weltweit für Aufsehen gesorgt und eine breite Debatte über den Umgang von Tech-Konzernen mit persönlichen Nutzerdaten ausgelöst.
Das Urteil aus New Mexico
Die Jury im US-Bundesstaat New Mexico kam zu dem Schluss, dass Meta – damals noch unter dem Namen Facebook – seine Nutzerinnen und Nutzer bewusst getäuscht hat. Die verhängte Strafe von 25 Milliarden Dollar ist eine der höchsten, die je gegen ein Technologieunternehmen in einem Datenschutzverfahren ausgesprochen wurde.
Die Kernvorwürfe des Verfahrens lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Nutzerdaten wurden ohne ausreichende Einwilligung erhoben und weitergegeben.
- Die betroffenen Personen wurden über den tatsächlichen Verwendungszweck ihrer Daten getäuscht.
- Die Daten wurden an Cambridge Analytica weitergereicht, die sie kommerziell und politisch einsetzte.
- Meta habe von den Praktiken gewusst oder hätte davon wissen müssen.
Metas Reaktion und nächste Schritte
Der Meta-Konzern wies das Urteil zurück und kündigte rechtliche Schritte an. Das Unternehmen will das Urteil anfechten und geht davon aus, dass es in einem Berufungsverfahren keinen Bestand haben wird.
Für Meta ist es nicht das erste Mal, dass der Cambridge-Analytica-Komplex juristische Konsequenzen hat. Bereits 2019 hatte die US-Handelsaufsicht FTC eine Rekordstrafe von fünf Milliarden Dollar gegen Facebook verhängt – ebenfalls im Zusammenhang mit dem Datenmissbrauchsskandal.
Die nun verhängte Strafe übertrifft jenen Betrag um das Fünffache und könnte, sollte sie Bestand haben, erhebliche finanzielle und regulatorische Folgen für den Konzern haben.
Bedeutung für Datenschutz und Tech-Regulierung
Das Urteil sendet ein klares Signal an die gesamte Tech-Branche: Der sorgsame Umgang mit Nutzerdaten ist nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern kann bei Verstößen zu existenzbedrohenden Konsequenzen führen.
Regulierungsbehörden weltweit – darunter auch in der Europäischen Union – beobachten das Verfahren genau. Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat Europa bereits strenge gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, die Unternehmen bei Datenschutzverstößen empfindlich bestrafen können.
Ob das Milliarden-Urteil aus New Mexico letztlich Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Das Berufungsverfahren dürfte sich über Jahre hinziehen – und könnte die Debatte über die Macht und Verantwortung großer Plattformen erneut befeuern.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.