Hawk T2 stürzt über Wales ab: Piloten retten sich
Ein Hawk-T2-Trainingsjet der britischen Royal Air Force stürzte kurz nach dem Start über Wales ab. Beide Piloten retteten sich per Schleudersitz.
Dieses Video wurde am 24.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Kurz nach dem Start ist ein Trainingsjet vom Typ Hawk T2 der britischen Royal Air Force über Wales abgestürzt. Die rund 18 Millionen Euro teure Maschine geriet nach dem Start von der Militärbasis auf Anglesey in Schwierigkeiten und ging in einem gewaltigen Feuerball zu Boden. Beide Piloten konnten sich rechtzeitig per Schleudersitz retten und wurden mit vermutlich leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die genaue Absturzursache ist noch ungeklärt.
Hawk-T2-Absturz: Dramatische Sekunden über Anglesey
Die Hawk T2 hob von der Royal-Air-Force-Basis auf der walisischen Insel Anglesey ab, als die Besatzung wenige Minuten nach dem Start einen kritischen Zwischenfall meldete. Die beiden Piloten reagierten blitzschnell und lösten ihre Schleudersitze aus, bevor die Maschine unkontrollierbar wurde.
In ihren Fallschirmen schwebten sie langsam zu Boden, während der führerlose Jet in den freien Fall überging. Beim Aufprall kam es zu einer gewaltigen Explosion. Trotz der dramatischen Umstände blieben die Piloten nach ersten Berichten leicht verletzt — ein Umstand, der der schnellen Reaktion der Besatzung und der Funktionsfähigkeit der Sicherheitssysteme zu verdanken ist.
Was ist die Hawk T2?
Die Hawk T2 ist ein zweisitziger Überschalltrainingsjet, der speziell für die Ausbildung künftiger Kampfjetpiloten der britischen Luftwaffe entwickelt wurde. Die Maschine gilt als modernes und leistungsstarkes Schulungsflugzeug und ist ein zentrales Element des Pilotentrainings der Royal Air Force.
Wichtige Merkmale der Hawk T2 im Überblick:
- Zweisitziger Strahltrainer für die fortgeschrittene Pilotenausbildung
- Anschaffungswert: rund 18 Millionen Euro pro Maschine
- Betrieben von der britischen Royal Air Force
- Stationiert unter anderem auf der Basis Anglesey in Wales
- Verwandt mit der älteren Hawk T1, die von den Red Arrows geflogen wird
Gesamte Hawk-Flotte vorübergehend am Boden
Als unmittelbare Konsequenz des Absturzes hat die britische Luftwaffe die gesamte Hawk-Flotte vorerst mit einem Startverbot belegt. Betroffen ist nicht nur die modernere Hawk T2, sondern auch die ältere Variante Hawk T1, die von der weltbekannten Kunstflugstaffel Red Arrows eingesetzt wird.
Das Startverbot gilt so lange, bis die Untersuchungsbehörden mehr Klarheit über die Ursache des Unglücks gewonnen haben. Ein solcher Schritt ist in der Militärluftfahrt ein übliches Vorsichtsmaßnahme nach schweren Zwischenfällen, um mögliche systemische Fehler an der gesamten Flotte auszuschließen.
Ursache ungeklärt – Untersuchung läuft
Warum die Hawk T2 kurz nach dem Start in Schwierigkeiten geriet, ist bislang nicht bekannt. Die Royal Air Force hat eine offizielle Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Experten werden nun Flugdaten, Wartungsprotokolle und Augenzeugenberichte auswerten, um die Ursachenkette zu rekonstruieren.
Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, bleibt der Betrieb der gesamten Hawk-Flotte ausgesetzt. Die britische Militärluftfahrt steht damit vorübergehend vor einer empfindlichen Lücke in ihrer Pilotenausbildung. Der Vorfall wirft zudem Fragen nach dem technischen Zustand der Trainingsflotte auf — insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Hawk T2 als vergleichsweise modernes Flugzeug gilt. Mit weiteren Erkenntnissen aus der laufenden Untersuchung ist in den kommenden Wochen zu rechnen.
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