Dieses Video wurde am 15.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe setzen Russlands Ölinfrastruktur massiv unter Druck. Die russische Regierung räumte ein, dass die Treibstoffversorgung in mehreren Regionen angespannt ist. Am strategisch wichtigen Schwarzmeerhafen Noworossijsk wurden die Rohölexporte vorübergehend ausgesetzt – eine direkte Folge gezielter ukrainischer Schläge, die zunehmend tief in russisches Territorium vordringen. Für den Kreml sind die ökonomischen Auswirkungen damit erstmals spürbar sichtbar.
Hafen Noworossijsk: Rohölexporte gestoppt
Mehrfache Einschläge am Hafen von Noworossijsk haben dazu geführt, dass der Rohölexport vorübergehend ausgesetzt wurde. Berichten zufolge verließen einige Frachter den Hafen bereits ohne Ladung, weil Drohnenalarm und die permanente Angriffsgefahr den Betrieb lahmlegten.
Auch aus dem Hafen Ust-Luga an der Ostsee gibt es Berichte über getroffene Einrichtungen. Das genaue Ausmaß der Schäden ist schwer zu beziffern, doch die Bedrohungslage durch ukrainische Drohnen ist dort ebenso allgegenwärtig.
Die Ukraine setzt dabei auf eine Kombination aus weitreichenden Waffen: Neben handelsüblichen Drohnen kommen auch selbstgebaute Marschflugkörper zum Einsatz, die immer präziser Ziele tief im russischen Hinterland treffen.
Treibstoffversorgung in Russland unter Druck
Die russische Regierung bestätigte, dass die Treibstoffversorgung an Tankstellen in mehreren Regionen des Landes angespannt ist. Als Ursache wurden die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf Raffinerien genannt. Eine Krisensitzung zu dem Thema wurde angekündigt.
Ölkonzerne seien damit befasst, die Liefermengen durch alternative Maßnahmen zu erhöhen. Dennoch zeigt die Lage, dass Russlands Energiesektor erstmals unter dem direkten militärischen Druck der Ukraine zu leiden beginnt – mit potenziell weitreichenden Konsequenzen für den russischen Staatshaushalt, der zu großen Teilen von Öleinnahmen abhängt.
- Rohölexporte in Noworossijsk vorübergehend eingestellt
- Frachter verließen den Hafen ohne Ladung wegen Drohnenalarm
- Raffinerie-Angriffe verursachen Engpässe an Tankstellen
- Russische Regierung kündigte Krisensitzung an
- Auch Hafen Ust-Luga von ukrainischen Drohnen getroffen
Zwangsregistrierung von Ukrainern in besetzten Gebieten
Parallel zu den Angriffen auf die Energieinfrastruktur gibt es beunruhigende Berichte aus den von Russland besetzten Gebieten. Die ukrainische Staatsanwaltschaft spricht von rund 2.700 Männern in der besetzten Region Cherson im Süden der Ukraine, die für den russischen Militärdienst registriert worden sein sollen – möglicherweise mit dem Ziel, sie direkt an der Front einzusetzen.
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