Tuesday, 29. September 2026
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Drohnenabwehr

Jet-Drohnen aus Russland: Ukraine verbessert Abwehr

Russland setzt schnelle Jet-Drohnen vom Typ Geran 3 bis 5 ein. Wie die Ukraine ihre Abwehr anpasst und welche Rolle neue Abfangdrohnen spielen, erklärt Oberst Reisner.

Redaktion · 28. September 2026, 22:20 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 28.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Russland setzt im Ukraine-Krieg zunehmend auf schnelle Jet-Drohnen der Typen Geran 3, 4 und 5, die mit bis zu 600 km/h fliegen und damit herkömmliche Abfangmethoden deutlich erschweren. Die Ukraine hat auf diese Entwicklung reagiert und arbeitet intensiv an neuen, schnelleren Abfangdrohnen. Militärexperte Oberst Markus Reisner erläutert, wie weit die ukrainische Anpassung fortgeschritten ist und welche Rolle dabei auch europäische Rüstungsunternehmen spielen.

Vom Geran 2 zur Jet-Drohne: Russlands technologischer Sprung

Lange stand die Ukraine vor der Aufgabe, die vergleichsweise langsam fliegenden Geran-2-Drohnen abzufangen. Diese Drohnen waren mit herkömmlichen Mitteln noch gut zu bekämpfen. Doch Russland hat seinen Drohnenbestand konsequent modernisiert: Die neuen Typen Geran 3, 4 und 5 werden von Jetantrieben angetrieben und erreichen Geschwindigkeiten von über 500 bis 600 km/h.

Das stellt die Ukraine vor ein grundlegend neues Problem. Die bisher eingesetzten, langsam fliegenden Abfangdrohnen können mit diesen Geschwindigkeiten kaum noch mithalten. Die technologische Anpassungsgeschwindigkeit auf russischer Seite zwingt die Ukraine dazu, ihre Gegenmaßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ukraine entwickelt schnellere Abfangdrohnen – mit europäischer Hilfe

Als Indikator für den ukrainischen Anpassungsdruck dient die Beschaffungsplattform Brave Marketplace, über die ukrainische Einheiten – von der Infanterie bis zur Luftwaffe – gezielt Drohnentypen bestellen können. Noch vor wenigen Monaten dominierten First-Person-View-Drohnen (FPV) die Nachfragelisten. Inzwischen haben schnelle Abfangdrohnen diesen Spitzenplatz übernommen.

Zahlreiche neue Typen sind auf dem Markt erschienen. Dabei zeigt sich ein klares Muster:

  • Ukrainische Eigenproduktionen werden zunehmend mit europäischen Komponenten vervollständigt
  • Europäische Rüstungsunternehmen versuchen aktiv, mit eigenen Abfangdrohnen in den ukrainischen Markt einzudringen
  • Erste dokumentierte Abschüsse von Geran-5-Drohnen belegen erste Erfolge der neuen Abwehrsysteme

Laut einem ukrainischen Offizier aus einer Luftlangebrigade gelingt es den Kräften derzeit, etwa ein Drittel bis die Hälfte der einfliegenden schnellen Drohnen abzuschießen. Ob die offiziell kommunizierte Abschussrate von 55 Prozent exakt zutrifft, bleibt offen – der Trend ist jedoch eindeutig positiv.

Operation „Waldi”: Drohnen als strategisches Instrument

Neben der Drohnenabwehr zeigt die Ukraine auch bei Offensivoperationen eine wachsende Drohnenkompetenz. Die Operation Waldi ist ein Beispiel für sorgfältig vorbereitete, drohnengestützte Militäraktionen. Jede Militäroperation gliedert sich in drei Phasen: die Vorbereitungsphase (Shaping), die Entscheidungsphase und die Konsolidierungsphase.

In der Vorbereitungsphase operierten ukrainische Hornisse-Drohnen bis zu 150 Kilometer hinter den russischen Linien und griffen gezielt Flussübergänge an – entscheidende Versorgungsadern für vorstoßende russische Kräfte in Richtung Lyman. Durch die Unterbrechung dieser Routen wurden russische Angriffsspitzen logistisch isoliert.

Zusätzlich kamen große Multikopter-Drohnen vom Typ Babayaga und Vampire zum Einsatz – ursprünglich Agrardrohnen, die nun im militärischen Lufttransport eingesetzt werden. Sie setzten gezielt Bodenroboter ab, die zwei Funktionen erfüllten:

  • Kamikaze-Roboter, die gezielt Brücken sprengten
  • Mit Maschinengewehren bestückte Roboter, die geografische Schlüsselpositionen besetzten und Bewegungslinien überwachten oder unterbrachen

Russlands Eliteverband Rubikon unter Dauerdruck

Parallel zu diesen Maßnahmen wurden aufgeklärte Stellungen des russischen Eliteverbands Rubikon ohne Unterbrechung angegriffen. Dieser Dauerdruck verhinderte, dass der Verband das nötige Momentum aufbauen konnte, um eigene Kräfte wirksam zu unterstützen.

Die Kombination aus gezielten Angriffen auf Versorgungslinien, dem Einsatz autonomer Bodenroboter und dem kontinuierlichen Beschuss russischer Eliteeinheiten führte schließlich dazu, dass russische Angriffsspitzen in der Entscheidungsphase von ukrainischen Bodentruppen erfolgreich zurückgedrängt wurden.

Die Entwicklungen zeigen: Der Drohnenkrieg in der Ukraine ist längst kein taktisches Randphänomen mehr, sondern ein zentrales Element der Kriegsführung auf strategischer Ebene. Wie schnell beide Seiten ihre Systeme weiterentwickeln, wird maßgeblich darüber entscheiden, wie sich die Frontlage in den kommenden Monaten verändert.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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