Monday, 28. September 2026
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Ukraine-Krieg: Diplomatie und Abhängigkeit vom Westen

Sicherheitsexperte Rif de Tiel analysiert die militärische Lage im Ukraine-Krieg und erklärt, warum westliche Unterstützung und aktive Diplomatie unverzichtbar bleiben.

Redaktion · 28. September 2026, 20:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 28.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Ukraine-Krieg zeichnen sich militärische und diplomatische Entwicklungen ab, die weitreichende Konsequenzen für den weiteren Verlauf des Konflikts haben könnten. Sicherheitsexperte und Stratege Rif de Tiel ordnet die aktuelle Lage ein: Die Ukraine festigt schrittweise ihre taktischen Fähigkeiten, bleibt aber auf westliche Unterstützung angewiesen – und die europäische Diplomatie gegenüber Russland steht vor einer Bewährungsprobe.

Ukrainische Operationen durchkreuzen russische Pläne

Jüngste ukrainische Militäroperationen haben nach Einschätzung von Experten die Absichten Russlands empfindlich gestört. Russland versucht, im Konflikt eigene Erfolge zu verbuchen – nicht zuletzt, um eine Verhandlungsposition aufzubauen und innenpolitisch die enormen Ressourcenkosten des Krieges zu rechtfertigen. Gleichzeitig könnte eine starke ukrainische Position bestimmte internationale Vermittlungsinitiativen erschweren.

Dass Russland den ukrainischen Operationen zeitweise wenig entgegenzusetzen hatte, erklärt de Tiel mit dem klassischen Lernprozess im Krieg: Beide Seiten entwickeln ihre Taktiken kontinuierlich weiter. Während Russland auf schnellfliegende Drohnen setzt, mit denen die Ukraine zunächst Schwierigkeiten hatte, arbeitet Kiew seinerseits an der Verzahnung verschiedener Kampfmittel.

Verbundene Kriegsführung als strategischer Fortschritt

Ein zentrales Defizit der Ukraine seit Kriegsbeginn war die fehlende verbundene Operationsführung – also das enge Zusammenspiel von Land- und Luftstreitkräften, Aufklärung und Präzisionswaffen, wie es westliche Armeen beherrschen. Dieser Mangel wird nun schrittweise behoben.

De Tiel beschreibt den Kern moderner Kriegsführung als datengetriebenen Prozess: Daten werden erhoben, ausgewertet und in konkrete Zielbekämpfung umgesetzt. Der Westen ist demnach auch deshalb tief in die ukrainischen Strukturen eingebunden, um genau diese Datenprozesse zu begleiten und weiterzuentwickeln.

Russland reagiert darauf mit einer gezielten Strategie: Angriffe auf ukrainische Datenzentren sollen diese verbundenen Operationen stören und Kommunikations- sowie Führungsstrukturen schwächen.

Westliche Abhängigkeit bleibt – trotz eigener Entwicklungen

Kann die Ukraine durch eigene Rüstungsanstrengungen unabhängiger vom Westen werden? De Tiel gibt eine klare Antwort: „Unterm Strich geht das nicht.” Eine gewisse Eigenständigkeit sei zwar erreichbar, doch bei zentralen Fähigkeiten bleibe die Abhängigkeit bestehen.

Besonders die Luftverteidigung bleibt laut dem Experten ein kritischer Engpass – gerade mit Blick auf den kommenden Winter, in dem russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur erwartet werden. Hinzu kommt eine strukturelle Schwäche auf westlicher Seite:

  • Die finanziellen Mittel für Militärhilfe stoßen in westlichen Ländern an Grenzen
  • Die politische Unterstützung für weitere Großinvestitionen bröckelt in einigen Staaten
  • Die Ukraine ist bei Munition, Luftabwehrsystemen und Aufklärung weiterhin auf Partner angewiesen
  • Westliche Technologie und Datenauswertung sind für die ukrainische Operationsplanung unverzichtbar

Deutsche Diplomatie gegenüber Russland in der Kritik

Das Treffen des deutschen Außenministers mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow hat eine breite Diskussion ausgelöst. De Tiel kritisiert grundsätzlich die jahrelange „Unterperformance” der deutschen Diplomatie seit Kriegsbeginn. Deutsche Außenminister hätten im Grunde Diplomatie verweigert, anstatt aktiv Krisenmanagement zu betreiben.

Dabei sei Diplomatie gerade in Zeiten hybrider Kriegsführung, nuklearer Risiken und miteinander verknüpfter Krisenherde unersetzlich. De Tiel nennt konkrete Brennpunkte, die aus seiner Sicht zusammenhängen:

  • Der Konflikt in der Ukraine
  • Die Lage rund um das Rote Meer und den Bab al-Mandab
  • Die Rolle des Iran als regionaler Akteur
  • Die Positionierung Chinas im geopolitischen Gefüge

All diese Krisen verlangen laut de Tiel eine aktive diplomatische Präsenz – auch gegenüber Russland. Das Gespräch des Außenministers mit Lawrow sei daher ein „wichtiger und richtiger Schritt”, selbst wenn er innenpolitisch umstritten ist.

Die Lage im Ukraine-Krieg bleibt militärisch wie diplomatisch komplex. Während die Ukraine ihre operative Schlagkraft weiterentwickelt, bleibt die Frage offen, ob der Westen seine Unterstützung langfristig aufrechterhalten kann und ob diplomatische Kanäle zu Russland tragfähige Ergebnisse liefern werden. Beides dürfte die Verhandlungsposition aller Beteiligten in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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