CDU-Bürgermeister spendet 10.000 € an die AfD

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Dieses Video wurde am 19.08.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 hat ein amtierender CDU-Bürgermeister mit einem beispiellosen Schritt für Aufsehen gesorgt: Bernt Prange, Ortsbürgermeister von Altmerke-Schöhe und Kreistagsmitglied in Stendal, hat der AfD insgesamt 10.000 Euro gespendet – zweimal 5.000 Euro – und in einem offenen Brandbrief an die eigene Partei zur Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund aufgerufen. Gleichzeitig kündigt er an, selbst nicht mehr die CDU, sondern die AfD zu wählen. Das Schreiben liegt dem Nachrichtenportal NIUS exklusiv vor.

Der Brandbrief: Vorwürfe gegen den CDU-Linkskurs

In seinem Schreiben, das er als „offenen Brandbrief an die CDU Sachsen-Anhalt” bezeichnet, begründet Prange seinen Schritt mit tiefer Enttäuschung über die politische Entwicklung der Union. Er schreibt: „Meine konservativen Werte – Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität, wirtschaftliche Vernunft und der Schutz unserer kulturellen Identität – finde ich in der CDU immer weniger vertreten.”

Prange wirft der Parteiführung vor, sich „Schritt für Schritt nach links” zu bewegen und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit linken und linksradikalen Kräften zu forcieren. Namentlich kritisiert er den sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Sven Schulze, der eine Koalition mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen hat.

Sein zentrales Ziel formuliert Prange unmissverständlich: Er wünsche sich eine absolute Mehrheit der AfD bei der Landtagswahl, damit die CDU „endlich aufwacht”, die Brandmauer fällt und Friedrich Merz als Parteivorsitzender abgelöst wird.

Kooperation mit der AfD im Kreistag als Argument

Prange stützt seinen Appell auch auf konkrete Erfahrungen aus der Kommunalpolitik. Im Kreistag Stendal, schreibt er, funktioniere die Zusammenarbeit mit der AfD-Fraktion „gut und konstruktiv”. Gemeinsam seien bereits mehrfach Schäden durch linke Initiativen abgewendet worden.

  • Die Zusammenarbeit beruhe auf gemeinsamen Werten, nicht auf ideologischer Feindschaft
  • Auch andere CDU-Mitglieder im Kreistag arbeiteten sachbezogen mit der AfD zusammen
  • Wer das leugne, leugne die politische Realität vor Ort

Damit greift Prange gezielt das Kernargument der Brandmauer-Strategie an: dass eine Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich nicht möglich sei.

Politische Sprengkraft weit über Sachsen-Anhalt hinaus

NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, der den Brief erstmals live vorlas, bezeichnete den Vorgang als beispiellos in seiner journalistischen Karriere. Die politische Bombe, so Reichelt, sei nicht nur für den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt von Bedeutung, sondern treffe unmittelbar die Bundespolitik.

Denn im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD auf Bundesebene ist festgelegt, dass keine Zusammenarbeit mit als radikal eingestuften Kräften auf irgendeiner politischen Ebene stattfinden darf. Damit könnte die SPD nun formalen Druck auf Friedrich Merz ausüben, Konsequenzen zu ziehen – was Merz seinerseits in eine kaum lösbare Zwickmühle bringt: Ein Parteiausschlussverfahren gegen Prange im laufenden Wahlkampf würde die ohnehin fragile Basis der Union im Osten weiter beschädigen.

Hinzu kommt, dass Prange innerhalb der CDU keineswegs allein steht. Beobachter verweisen auf eine tiefe Ost-West-Spaltung der Union: Während westdeutsche Landesverbände wie Nordrhein-Westfalen problemlos mit den Grünen koaliieren, haben ostdeutsche CDU-Strukturen traditionell engere Berührungspunkte mit konservativen Positionen, die heute häufig von der AfD besetzt werden. Der Brandbrief dürfte diesen Riss weiter vertiefen.

Ausblick: Zeitenwende für die Union?

Mit Blick auf die drei bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September 2026 könnte der Vorgang weitreichende Folgen haben. Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt tatsächlich die absolute Mehrheit erringen – aktuelle Umfragen sehen sie bei rund 42 Prozent –, wäre jede Koalitionsbildung ohne sie hinfällig.

Ob Pranges Schritt eine Einzelaktion bleibt oder der Beginn einer breiteren Bewegung konservativer CDU-Mitglieder ist, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Die Union steht vor einer Richtungsentscheidung, die sie lange aufgeschoben hat – und die ihr nun, aus der Provinz heraus, öffentlich abverlangt wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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