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Abschiebung

Abschiebungen in Deutschland: Tausende scheitern

Trotz der versprochenen Migrationswende scheitern in Deutschland tausende Abschiebungen. Allein im ersten Halbjahr 2026 blieben 8.000 Rückführungen erfolglos.

Redaktion · 22. August 2026, 00:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 21.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Migrationswende war eines der zentralen Wahlversprechen der Bundesregierung unter Friedrich Merz. Doch die Realität bei Abschiebungen in Deutschland sieht ernüchternd aus: Jahr für Jahr scheitern tausende Rückführungsversuche. Besonders besorgniserregend ist der anhaltende Anstieg gescheiterter Verfahren – trotz politischer Ankündigungen, die Abschiebungspraxis konsequenter zu gestalten.

Dramatischer Anstieg gescheiterter Abschiebungen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im Jahr 2021 scheiterten noch knapp 4.800 Abschiebungsversuche in Deutschland. Seitdem ist die Zahl kontinuierlich gestiegen und erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand: Rund 18.000 Rückführungen wurden nicht erfolgreich durchgesetzt.

Auch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 2026 setzt sich dieser Trend fort. Bereits 8.000 gescheiterte Abschiebungsversuche wurden im ersten Halbjahr registriert – ein Wert, der auf Jahressicht erneut einen Rekord bedeuten könnte.

  • 2021: rund 4.800 gescheiterte Abschiebungen
  • 2025: rund 18.000 gescheiterte Rückführungen (Höchststand)
  • Erstes Halbjahr 2026: bereits 8.000 gescheiterte Versuche

Länderzuständigkeit als strukturelles Problem

Ein zentrales Hindernis bei der Durchsetzung von Rückführungsmaßnahmen ist die verfassungsrechtliche Kompetenzverteilung in Deutschland. Nach geltender Rechtslage sind nicht der Bund, sondern die einzelnen Bundesländer für den Vollzug von Abschiebungen zuständig.

Das bedeutet in der Praxis: Wie konsequent Rückführungen durchgesetzt werden, hängt maßgeblich vom jeweiligen Bundesland ab. Unterschiedliche politische Mehrheiten, Verwaltungskapazitäten und Prioritätensetzungen führen zu einer uneinheitlichen Abschiebungspraxis im gesamten Bundesgebiet.

Kritiker sehen darin ein strukturelles Versagen: Ohne einheitliche bundesweite Standards und ausreichende Vollzugsressourcen in den Ländern bleiben politische Ankündigungen auf Bundesebene häufig wirkungslos.

Migrationswende unter Merz: Anspruch und Wirklichkeit

Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die Begrenzung irregulärer Migration und eine konsequentere Abschiebungspolitik als prioritäres Regierungsziel ausgegeben. Verschärfte Grenzkontrollen und neue rechtliche Instrumente sollten die Rückführungsquote spürbar erhöhen.

Doch die aktuellen Zahlen zeigen, dass zwischen dem politischen Versprechen und der administrativen Umsetzung nach wie vor eine erhebliche Lücke klafft. Die steigende Zahl gescheiterter Abschiebungen stellt die Glaubwürdigkeit der angekündigten Wende in der Migrationspolitik in Frage.

Fachleute und Oppositionspolitiker fordern deshalb eine stärkere Koordination zwischen Bund und Ländern sowie zusätzliche Ressourcen für die zuständigen Behörden.

Ausblick: Reform des Vollzugssystems gefordert

Angesichts der anhaltend hohen Zahl gescheiterter Rückführungen wächst der Druck auf Bund und Länder, das bestehende Abschiebungssystem grundlegend zu reformieren. Diskutiert werden unter anderem eine stärkere Bundesbeteiligung am Vollzug, verbesserte Rücknahmeabkommen mit Herkunftsstaaten sowie eine effizientere Verfahrensgestaltung.

Ob die angekündigte Migrationswende tatsächlich in der Praxis ankommt, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden – die Zahlen des zweiten Halbjahres 2026 dürften dabei als wichtiger Gradmesser gelten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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