König Charles weist Earl Spencers Buch-Anschuldigungen zurück
Der Buckingham Palace bricht sein Schweigen: König Charles weist die Anschuldigungen von Earl Spencer in dessen neuem Buch über Prinzessin Diana öffentlich zurück.
Dieses Video wurde am 17.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Mit einem ungewöhnlich deutlichen Statement hat der Buckingham Palace auf das neue Buch von Earl Spencer reagiert, dem Bruder von Prinzessin Diana. König Charles weist die darin enthaltenen Anschuldigungen zurück – ein Vorgang, der in der Geschichte der britischen Monarchie als äußerst selten gilt. Das Buch, das anlässlich des 30. Jahrestags von Dianas Tod erscheint, soll laut Beobachtern verheerend für den König sein. Der Palast bricht damit eine jahrzehntelange Regel, wonach königliche Vertreter auf Bücher über die Familie grundsätzlich nicht reagieren.
Die Anschuldigung: Was Earl Spencer behauptet
Im Mittelpunkt des Buches steht eine Aussage, die Charles Spencer dem damaligen Prinz Charles zuschreibt. Das angebliche Zitat – „Keine Sorge, wir werden sie schon bald vergessen haben” – soll in einem Telefonat zwischen den beiden gefallen sein, in dem die Organisation von Dianas Beerdigung besprochen wurde.
Spencer beschreibt, wie in dieser Zeit hinter den Kulissen erhebliche Spannungen herrschten: Strittig war unter anderem, ob die damals noch jungen Prinzen William und Harry am Trauerzug teilnehmen sollten. Der Earl will mit dem Buch seine Version der Ereignisse ein für alle Mal festhalten – auch weil er im Vorfeld des Jahrestages zunehmend um Erinnerungen und Anekdoten gebeten wurde.
Besonders brisant: Keines der ranghöchsten Mitglieder der Königsfamilie erhielt vorab Einblick in das Manuskript. Weder König Charles noch Prinz William noch Prinz Harry wurden informiert – obwohl Harry im Juli zu Besuch auf dem Anwesen seines Onkels in Northamptonshire war.
Die Reaktion des Palastes: Deutlich zwischen den Zeilen
Der Palast äußerte sich in einer offiziellen Stellungnahme, die bewusst zurückhaltend formuliert, aber unmissverständlich in ihrer Botschaft ist. Das vollständige Zitat lautet:
„Seine Majestät ist sich bewusst, dass der Schmerz, der Trauer um einen Bruder oder eine Schwester die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und die Erinnerung auf eine Weise färben kann, die andere nicht erkennen, selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust.”
Die Formulierung erinnert an die berühmte Reaktion der verstorbenen Queen Elizabeth II. nach dem Oprah-Interview von Harry und Meghan, in der es hieß: „Erinnerungen können variieren.” Die Botschaft ist dieselbe: Der König bestreitet, diese Aussage je getroffen zu haben.
- Der Palast kommentiert Royal-Bücher grundsätzlich nicht – diesmal schon
- Die Stellungnahme impliziert, Spencers Erinnerung sei durch Trauer getrübt
- König Charles wurde über keine der Anschuldigungen vorab informiert
- Auch Prinz William und Prinz Harry sahen das Manuskript nicht vorab
Zusätzliche Unruhe: WhatsApp-Leak und Schulwechsel
Die Veröffentlichung des Buches fällt in eine Zeit erhöhter Anspannung innerhalb der königlichen Familie. Die Rückkehr von Harry und Meghan nach Großbritannien sorgte bereits für Aufsehen. Hinzu kam ein öffentlich gewordener WhatsApp-Gruppenchat einer neuen Schule, die Archie und Lilibet besuchten.
Der eigentliche Grund für den Schulwechsel war jedoch ein Sicherheitsproblem: Das Sicherheitsteam der Sussexes hatte die Fahrtroute nur in den Sommerferien ohne Schulverkehr testen können. Als der Unterricht begann, erwiesen sich die Verkehrsverhältnisse als so chaotisch, dass die Eskorte zeitweise getrennt wurde – eine inakzeptable Sicherheitslücke.
Eine eigentlich 30-minütige Strecke dauerte jeweils rund eine Stunde. Archie und Lilibet verbrachten lediglich zwei Tage an der Schule, bevor die Familie die Entscheidung revidierte.
Ausblick: Zwei Versionen einer Geschichte
Royal-Expertin Victoria Ward vom Telegraph erwartet in den kommenden Tagen weitere Auseinandersetzungen: Der Palast dürfte einzelne Aussagen aus Spencers Buch gezielt in Frage stellen. Ob Prinz Harry sich zu den Anschuldigungen seines Onkels äußern wird, gilt als unwahrscheinlich – es sei denn, er oder seine Familie werden direkt erwähnt.
Am Ende steht das klassische Dilemma: Niemand außer König Charles und Earl Spencer war bei den entscheidenden Gesprächen dabei. Beide haben ihre Version – und die Öffentlichkeit wird wählen müssen, welcher sie mehr Glauben schenkt. Das Erscheinen des Buches dürfte die seit Jahren schwelenden Spannungen zwischen dem Palast und Dianas Familie erneut entfachen.
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