Wednesday, 23. September 2026
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Donald Trump

Trump vor der UN-Vollversammlung: Großer Auftritt, wenig Realität

Trump tritt vor der UN-Vollversammlung auf und verkündet ein goldenes Zeitalter der USA – doch Spritpreise, Irankrieg und drohende Wahlniederlagen zeichnen ein anderes Bild.

Redaktion · 23. September 2026, 11:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit gewohntem Selbstbewusstsein hat US-Präsident Donald Trump die große Bühne der UN-Vollversammlung in New York genutzt, um die Vereinigten Staaten als unangefochtene Weltmacht zu inszenieren. Während Reporter ihm auf dem Weg ins UN-Hauptquartier noch Spott nachriefen – eine Anspielung auf frühere peinliche Auftritte –, ließ Trump drinnen keinen Zweifel daran, wer seiner Meinung nach die Weltgemeinschaft anführt. Doch zwischen der Selbstdarstellung des Präsidenten und den tatsächlichen politischen Herausforderungen klafft eine erhebliche Lücke.

Trump verkündet goldenes Zeitalter der USA

Vor den Delegierten der Vereinten Nationen präsentierte sich Trump in Bestform – zumindest nach eigenem Dafürhalten. Die US-Wirtschaft werde von der ganzen Welt beneidet, das amerikanische Militär sei das mächtigste der Erde, und die Technologien des Landes seien in praktisch allen Bereichen führend und unübertroffen. So lautet das Selbstbild des Präsidenten.

Für Trump befinden sich die USA in einem goldenen Zeitalter – und das, so seine implizite Botschaft, allein dank seiner Führung. Als unumstrittener Anführer der Nation sieht er sich gleichzeitig als Taktgeber der gesamten Welt. Dieser Gestus der Unfehlbarkeit zieht sich durch seinen gesamten Auftritt.

KI heißt bei Trump jetzt „Superintelligenz”

Für Aufmerksamkeit sorgte auch eine sprachliche Neuerfindung des Präsidenten: Trump kündigte an, den Begriff künstliche Intelligenz künftig durch das Wort Superintelligenz zu ersetzen. Seine Begründung: Das Wort „künstlich” lasse die Technologie unecht erscheinen – dabei sei sie tatsächlich erstaunlich und alles andere als künstlich.

Ob diese Umbenennung in der Fachwelt oder unter Verbündeten Anklang findet, bleibt offen. Kritiker sehen darin ein weiteres Beispiel für Trumps Tendenz, Realitäten durch Sprachkosmetik neu zu definieren, anstatt inhaltliche Probleme anzugehen.

Realität sieht anders aus: Preise, Krieg und Wahlschlappe

Hinter der selbstsicheren Fassade häufen sich die Probleme. Mehrere Faktoren trüben das Bild vom angeblichen goldenen Zeitalter erheblich:

  • Die US-Spritpreise haben ein Rekordhoch erreicht und belasten amerikanische Haushalte spürbar.
  • Der Irankrieg dauert weiterhin an und bindet diplomatische sowie militärische Ressourcen.
  • Trumps anhaltender Streit mit wichtigen US-Verbündeten und Institutionen belastet die Außenpolitik.
  • Bei den bevorstehenden Midterm-Wahlen droht den Republikanern laut Umfragen eine empfindliche Niederlage.

Gerade die US-Zwischenwahlen könnten zur entscheidenden Bewährungsprobe für Trump werden. Ein schlechtes Abschneiden seiner Partei würde seine politische Handlungsfähigkeit in der zweiten Amtshälfte erheblich einschränken.

Symbolik und Spott: Der Auftritt im Kontext

Bereits der Weg ins UN-Gebäude stand unter einem besonderen Vorzeichen. Reporter riefen Trump augenzwinkernd zu, auf die Stufen zu achten – eine Anspielung auf frühere Stolper-Momente und eine rollende Treppe, die bei einem früheren Besuch im UN-Hauptquartier gestreikt hatte. Diesmal funktionierte die Rolltreppe reibungslos.

Die Szene steht sinnbildlich für Trumps gesamten Auftritt: äußerlich glatt und selbstsicher, im Hintergrund aber von Pannen und offenen Baustellen begleitet. Die Vereinten Nationen sind für Trump stets eine ambivalente Bühne – ein Ort, an dem er Stärke demonstrieren will, während das multilaterale Prinzip der UN seinem nationalistischen Weltbild fundamental widerspricht.

Wie Trump die verbleibende Amtszeit angesichts wachsender innenpolitischer Probleme gestalten wird, dürfte spätestens nach den Midterms klarer werden. Bis dahin bleibt die Selbstdarstellung vor der Weltgemeinschaft sein bevorzugtes Mittel der Wahl.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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