Thursday, 24. September 2026
Bayer

Märkte am Morgen: DAX, Öl, Bayer und Meta

DAX startet erneut schwächer, Ölpreise klettern über 100 Dollar, Bayer platziert Hybridanleihe und Meta bringt KI-Brille nach Deutschland – der Marktüberblick.

Redaktion · 24. September 2026, 08:17 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 24.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Märkte am Morgen des 24. September stehen erneut im Zeichen von Verlusten: Der DAX dürfte rund 0,3 Prozent schwächer in den Handel starten, nachdem er bereits am Vortag 0,66 Prozent eingebüßt hatte. Auch die US-Börsen lieferten enttäuschende Vorgaben – der Dow Jones verlor 0,7 Prozent, der S&P 500 rund 0,75 Prozent und der Nasdaq sogar 1,1 Prozent. Belastet wurden die Märkte vor allem durch steigende Ölpreise sowie geopolitische Unsicherheiten.

Ölpreis klettert wieder über 100 Dollar

Der Ölpreis der Sorte Brent ist nach einem kurzen Rückgang unter die 100-Dollar-Marke wieder darüber gestiegen und notiert aktuell bei rund 102,37 Dollar je Barrel. Auslöser war ein erneuter Angriff auf einen Frachter in der Straße von Hormus, was Liefersorgen neu entfachte. WTI liegt bei etwa 92,04 Dollar.

  • Brent im laufenden Monat: +10 Prozent
  • Brent auf Jahressicht: +47 Prozent
  • US-Rohöllagerbestände zuletzt gestiegen: +3 Millionen Barrel auf 426 Millionen Barrel

Saudi-Arabien arbeitet an einer Alternativroute über die East-West-Pipeline, um die Straße von Hormus zu umgehen. Dieser Schritt dämpft zwar die Marktängste, reicht aber nicht für einen nachhaltigen Preisrückgang. Auch der Bitcoin gab nach und notiert bei rund 83.900 Dollar, nachdem er zuletzt noch über der 86.000-Dollar-Marke gehandelt worden war.

Bayer füllt Glyphosat-Kriegskasse mit Hybridanleihe

Bayer hat eine neue Hybridanleihe im Volumen von 2 Milliarden Euro in zwei Tranchen mit einer Laufzeit von 30 Jahren platziert. Das Gesamtvolumen aller bislang platzierten Hybridanleihen beläuft sich damit auf 6,5 Milliarden Euro. Zusätzlich sicherte sich der Konzern 3 Milliarden Euro vom Finanzinvestor Apollo, der sich am LARC-Geschäft – dem reversiblen Langzeitverhütungsmittelbereich – beteiligt.

Der Hintergrund: Ein Glyphosat-Sammelvergleich über 7,25 Milliarden Dollar wurde vorläufig genehmigt, ein abschließendes Gerichtsurteil steht noch aus. Der Einsatz von Hybridanleihen ist dabei strategisch klug: Nur die Hälfte des aufgenommenen Kapitals wirkt sich auf die Nettoverschuldung und damit auf das Rating aus. Die Bayer-Aktie bewegt sich seit dem Hochsommer kaum und notiert weiterhin knapp unter der 50-Euro-Marke.

EU-Automarkt: Chinesen gewinnen, Deutsche verlieren

Der europäische Automobilmarkt wächst in den ersten acht Monaten des Jahres um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil reiner Elektrofahrzeuge liegt bei 21,7 Prozent – ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Chinesische Hersteller sind die großen Gewinner dieser Entwicklung:

  • BYD: Marktanteil von 0,9 auf 2,4 Prozent gestiegen
  • SAIC: von 1,9 auf 2,2 Prozent
  • Chery: von 0,5 auf 1,5 Prozent

Deutsche Hersteller geraten dagegen unter Druck: VW verlor im Juli und August jeweils rund 3 Prozent, Porsche sogar bis zu 8 Prozent im August. BMW erzielte ein minimales Plus. Positiv stach Mercedes-Benz heraus, das im August ein überraschendes Plus von 7 Prozent verbuchte – trotzdem verlor die Aktie am Vortag über 3 Prozent.

Schneider Electric übernimmt Shelly – Meta bringt KI-Brille nach Deutschland

Schneider Electric legt ein freiwilliges Übernahmeangebot für das bulgarische Smarthome-Unternehmen Shelly vor. Der Angebotspreis beträgt 70 Euro je Aktie, was Shelly mit rund 1,27 bis 1,3 Milliarden Euro bewertet. Die Mindestannahmeschwelle liegt bei 95 Prozent der Anteile. Der Verwaltungsrat von Shelly unterstützt das Angebot. Shelly ist vor allem im Internet of Things, in der Gebäudeautomation und im Energiemanagement tätig – Bereiche, die Schneider Electrics Kerngeschäft gezielt ergänzen.

Bei Meta sorgte die Connect-Entwicklerkonferenz für Schlagzeilen: Die KI-Brille des Konzerns kommt am 13. Oktober nach Deutschland – zum Preis von 899 Euro. Das Gerät verfügt über eine Kamera und ein kleines Display; die integrierte KI kann die Umgebung des Nutzers erfassen und darauf reagieren. Im Vorfeld hatte Meta der EU-Regulierung Zugeständnisse gemacht: Es soll keine direkte Gesichtserkennung geben, manipulierte Geräte werden gesperrt, und Accounts, über die heimlich gefilmt wird, werden geblockt.

Beim McDonald’s-Investorentag, dem ersten seit drei Jahren, kam die neue Strategie „McDonald’s Next” nicht gut an. Der Konzern kündigte Investitionen von 8,5 Milliarden Dollar zur Franchisepartner-Unterstützung bis 2036 sowie jährliche Basisinvestitionen von 3 Milliarden Dollar ab 2027 an. Trotz positiver Analysteneinschätzungen – das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 310 Dollar – reagierte die Aktie mit Verlusten auf die kostenintensiven Pläne. Ob die angekündigten Maßnahmen, darunter ein neues Serviceprogramm namens „Make It Golden” und das größte Menüupdate der Unternehmensgeschichte, die Wende bringen, bleibt abzuwarten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Wirtschaft & Finanzen

Alle Beiträge →