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Rot-Rot-Grün in Berlin: Banaszak nennt Bedingungen

Grünen-Chef Banaszak stellt klar: Rot-Rot-Grün in Berlin ist kein Selbstläufer. Welche Bedingungen die Linkspartei erfüllen muss und wo die Gespräche stehen.

Redaktion · 5. October 2026, 18:48 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 05.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Grünen-Bundesvorsitzender Felix Banaszak hat klargestellt, dass eine Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei in Berlin keineswegs als gesichert gilt. Rot-Rot-Grün sei zwar rechnerisch möglich und entspreche dem Wählerwillen, stehe aber unter klaren Bedingungen – insbesondere im Umgang der Linken mit dem Thema Antisemitismus. Gleichzeitig positionierte sich der Parteichef zur Lage in Sachsen-Anhalt, zur Bundeskoalition aus Union und SPD sowie zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Rot-Rot-Grün kein Selbstläufer – Linke muss Bedingungen erfüllen

Banaszak betonte, dass es zwar eine klare Mehrheit für ein rot-grünes Bündnis in Berlin gebe und der Wählerwille eindeutig sei. Dennoch seien zwei Vorgespräche bereits ohne klares Ergebnis geblieben. Das sei aus seiner Sicht aber kein schlechtes Zeichen, sondern ein notwendiger Prozess.

Entscheidend sei, ob die Linkspartei ihr Verhältnis zu zentralen Fragen verbindlich kläre – vor allem zum Thema Antisemitismus und zur Sicherheitspolitik. Banaszak kritisierte, dass manche in der Linken die laufende Debatte darüber ausschließlich als politische Kampagne abtäten. Das mache es sich die Partei zu einfach.

Solange keine gemeinsame Perspektive zu diesen Fragen bestehe, fänden lediglich Vorgespräche statt – noch keine Sondierung, geschweige denn Koalitionsverhandlungen. Weitere Gespräche sollen noch in dieser Woche folgen.

Sachsen-Anhalt: Banaszak reist nach Magdeburg

Angesichts der bevorstehenden Wahl des Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt kündigte Banaszak an, persönlich an der Demonstration auf dem Domplatz in Magdeburg teilzunehmen. Er werde sich unter die Menschen mischen, die dort für Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße gingen.

Banaszak kritisierte scharf, dass das BSW angekündigt habe, den AfD-Kandidaten für das Amt des Landtagspräsidenten mitzuwählen. Damit mache sich das BSW zum Mehrheitsbeschaffer für eine aus seiner Sicht verfassungsfeindliche Partei. Auch die Enthaltung der Unionsfraktion bezeichnete er als nicht nachvollziehbar – bei der Frage, ob man einen Rechtsextremen an die Spitze des Parlaments wähle, gebe es keine zwei gleichermaßen legitimen Positionen.

Bundeskoalition: Banaszak fordert neuen Modus

Mit Blick auf den bevorstehenden Koalitionsausschuss von Union und SPD mahnte Banaszak einen grundlegenden Kurswechsel an. Das bisherige Muster – öffentliche Maximalforderungen, Distanz zum Partner, dann Formelkompromisse ohne Bestand – müsse endlich durchbrochen werden.

Er forderte Friedrich Merz und Lars Klingbeil auf, innezuhalten und sich zu fragen, wie das verlorene Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Politik zurückgewonnen werden könne. Das beim letzten Koalitionsausschuss vor der Sommerpause verabschiedete „Programm für Aufschwung und Beschäftigung” habe wenig zur Lösung der wirtschaftlichen Krise beigetragen.

Die Grünen wollen am Donnerstag in der Bundespressekonferenz einen eigenen „Plan für Deutschland” vorstellen. Banaszak und Co-Parteivorsitzende Franziska Brantner werden dabei Alternativen zum Regierungskurs präsentieren – mit Antworten auf wirtschaftliche, soziale und demokratische Herausforderungen.

Ukraine und Klimaschutz: Grüne fordern mehr Entschlossenheit

Banaszak begrüßte den Besuch von Bundeskanzler Merz in der Ukraine als Signal anhaltender Solidarität. Gleichzeitig mahnte er zu mehr Konsequenz: Solange die russische Schattenflotte weiter den Krieg finanziere, seien die Sanktionsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Deutschland müsse Russland international stärker unter Druck setzen.

Beim Klimaschutz kritisierte Banaszak, dass Umweltminister Karsten Schneider die Vorbereitungskonferenz zur Weltklimakonferenz nicht persönlich besuche. Den vorliegenden Ausstiegsplan aus fossilen Energien lobte er teilweise – bemängelte aber, dass die Koalition keine glaubwürdige Strategie zur Beschleunigung der Energiewende vorweise. Das geplante EEG setze aus seiner Sicht die falschen Anreize.

  • Vorgespräche zu Rot-Rot-Grün in Berlin laufen, Sondierung noch offen
  • BSW plant, AfD-Kandidaten für Landtagspräsidium in Sachsen-Anhalt mitzuwählen
  • Grüne stellen am Donnerstag eigenen „Plan für Deutschland” vor
  • Banaszak fordert härtere Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte
  • Grüne kritisieren Koalitionskurs bei Energiewende und EEG

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Berliner Koalitionsgespräche konkrete Fortschritte bringen und ob die Bundesregierung beim Koalitionsausschuss einen neuen Ton anschlägt. Banaszak hat die Messlatte sowohl für mögliche Partner in Berlin als auch für die Ampel-Nachfolger in Berlin klar gesetzt: Verbindlichkeit statt Formelkompromisse.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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