Thursday, 8. October 2026
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7. Oktober

Jusos distanzieren sich von Israelreise eigener Mitglieder

Am Vorabend des 7. Oktober distanzierten sich die Jusos von einer Israelreise eigener Mitglieder – obwohl Israels Präsident Herzog der Gruppe öffentlich gedankt hatte.

Redaktion · 7. October 2026, 17:15 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 07.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ausgerechnet am Vorabend des zweiten Jahrestags des Hamas-Massakers vom 7. Oktober haben sich die Jusos öffentlich von einer Israelreise eigener Mitglieder distanziert. Rund 50 junge Politikerinnen und Politiker aus Deutschland waren zum Gedenken an das Massaker nach Israel gereist. Israels Präsident Izchak Herzog hatte der Gruppe zuvor öffentlich gedankt und für eine Fortsetzung des Austauschs geworben – was die Distanzierung des Juso-Bundesvorstands umso auffälliger macht.

Jusos: Reise war keine offizielle Veranstaltung

Der Juso-Bundesvorstand stellte in seiner Erklärung klar, die Reise ausdrücklich nicht unterstützt zu haben. Einzelne Mitglieder seien lediglich in privater Eigenschaft mitgereist. Eine offizielle Beteiligung oder Billigung durch den Vorstand habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Damit rückte die Jugendorganisation der SPD bewusst auf Abstand von einer Gedenkveranstaltung, die in Israel auf höchster Ebene wahrgenommen wurde. Präsident Herzog hatte die Gruppe persönlich empfangen und den Dialog mit deutschen Jugendpolitikern ausdrücklich begrüßt.

Die Entscheidung, sich gerade am Vorabend des 7. Oktober öffentlich zu distanzieren, löste in der deutschen Parteienlandschaft unmittelbar scharfe Kritik aus.

Junge Union übt scharfe Kritik an den Jusos

Die Junge Union reagierte mit deutlicher Missbilligung auf das Vorgehen der Jusos. Die Kritik richtete sich sowohl gegen den Zeitpunkt als auch gegen den Inhalt der Distanzierungserklärung.

Aus Sicht der Jungen Union sendet ein solches Signal kurz vor dem Gedenktag an das Hamas-Massaker ein fatales Zeichen der Gleichgültigkeit gegenüber der israelischen Zivilgesellschaft und den Opfern des Anschlags. Der Schritt wurde als politisch unklug und moralisch fragwürdig bewertet.

  • Rund 50 junge deutsche Politiker nahmen an der Gedenkfahrt teil.
  • Israels Präsident Herzog empfing die Gruppe und dankte ihr öffentlich.
  • Der Juso-Bundesvorstand bezeichnete die Teilnahme als rein privat.
  • Die Junge Union kritisierte die Distanzierung als politisches Fehlsignal.
  • Der Eklat ereignete sich am Vorabend des zweiten Jahrestags des 7. Oktober.

Hintergrund: Gedenken an das Hamas-Massaker

Am 7. Oktober 2023 verübte die islamistische Terrororganisation Hamas das schwerste Massaker an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Dabei wurden mehr als 1.200 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Seither ist die politische Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt auch innerhalb der deutschen Parteien intensiver geworden. Besonders unter Jugendorganisationen verlaufen die Trennlinien zwischen Solidarität mit Israel und Kritik an der israelischen Militärpolitik teils sehr scharf.

Die Gedenkfahrt sollte nach dem Willen der Teilnehmenden ein Zeichen der Solidarität mit Israel setzen und den persönlichen Austausch mit israelischen Partnerinnen und Partnern stärken. Präsident Herzog warb eindringlich dafür, diese Gesprächskanäle aufrechtzuerhalten.

Einordnung: Symbolpolitik mit Signalwirkung

Der Vorfall zeigt, wie aufgeladen das Thema Israel innerhalb der deutschen Sozialdemokratie weiterhin ist. Die Jusos stehen damit exemplarisch für eine Spannung, die viele linke Jugendorganisationen in Europa prägt: zwischen dem historischen Auftrag zur Solidarität mit Israel und einer wachsenden Skepsis gegenüber der israelischen Regierungspolitik.

Ob die Distanzierung des Juso-Bundesvorstands innerparteiliche Konsequenzen nach sich zieht oder eine breitere Debatte über den Umgang mit Israel-Reisen auslöst, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Zeitpunkt der Erklärung hat dem Ansehen der Jusos in Teilen der politischen Öffentlichkeit erheblichen Schaden zugefügt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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