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Bundeshaushalt

Tabaksteuer steigt: Zigaretten kosten bald 12 Euro

Union und SPD einigen sich auf eine stärkere Tabaksteuer Erhöhung. Bis 2030 könnte eine Schachtel Zigaretten fast 12 Euro kosten – und 11,7 Milliarden Euro in den Bundeshaushalt fließen.

Redaktion · 11. October 2026, 07:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 11.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Rauchen wird in Deutschland deutlich teurer: Die Tabaksteuer soll ab dem kommenden Jahr stärker angehoben werden als bislang vorgesehen. Union und SPD haben sich auf eine entsprechende Regelung verständigt, wie die Bild-Zeitung berichtet. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil setzte sich damit gegen Widerstände aus den eigenen Koalitionsreihen durch. Bis zum Jahr 2030 könnte eine Packung mit 20 Zigaretten im Durchschnitt knapp 12 Euro kosten. Insgesamt soll die Maßnahme rund 11,7 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen in die Bundeskasse spülen.

Tabaksteuer Erhöhung: Was Union und SPD beschlossen haben

Die schwarz-rote Koalition hat sich darauf geeinigt, die Tabaksteuer schneller und stärker zu erhöhen als in früheren Planungen vorgesehen. Finanzminister Lars Klingbeil hatte sich für die verschärfte Anhebung starkgemacht – trotz Bedenken aus Teilen der Koalition.

Die genauen Stufen der Steuererhöhung sollen schrittweise bis 2030 greifen. Damit folgt Deutschland einem Trend, den mehrere europäische Länder bereits eingeschlagen haben, um Tabakkonsum gezielt zu verteuern und gleichzeitig Haushaltslöcher zu stopfen.

Klingbeil setzt mit dem Schritt ein klares finanzpolitisches Signal: Der Staat nutzt die Tabaksteuer als verlässliche Einnahmequelle, während er gleichzeitig gesundheitspolitische Ziele verfolgt.

Fast 12 Euro pro Packung bis 2030

Wer heute zur Zigarettenschachtel greift, zahlt im Schnitt deutlich weniger als künftig. Mit der geplanten Steuererhöhung dürfte der Durchschnittspreis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 auf knapp 12 Euro steigen.

Das entspricht einem erheblichen Preisanstieg gegenüber dem heutigen Niveau. Für Vielraucher summiert sich die Mehrbelastung schnell auf mehrere Hundert Euro pro Jahr.

  • Aktuelle Preise liegen je nach Marke zwischen rund 7 und 9 Euro pro Packung
  • Bis 2030 soll der Durchschnittspreis auf knapp 12 Euro steigen
  • Die schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer erstreckt sich über mehrere Jahre
  • Gesamteinnahmen für den Bund: rund 11,7 Milliarden Euro bis 2030

Besonders einkommensschwache Haushalte, in denen statistisch häufiger geraucht wird, dürften die Preissteigerung überproportional spüren.

Zwei Ziele: Mehr Einnahmen und weniger Raucher

Die Bundesregierung verfolgt mit der Tabaksteuererhöhung eine doppelte Strategie. Zum einen soll der Bundeshaushalt durch die Mehreinnahmen von bis zu 11,7 Milliarden Euro entlastet werden. Zum anderen erhofft sich die Politik einen Rückgang des Tabakkonsums: Höhere Preise gelten als eines der wirksamsten Mittel, um vor allem Jugendliche vom Einstieg ins Rauchen abzuhalten.

Gesundheitsexperten begrüßen solche Maßnahmen grundsätzlich, weisen aber darauf hin, dass steigende Preise auch den Schwarzmarkt für Tabakwaren ankurbeln können. Billigzigaretten aus dem Ausland oder illegale Ware könnten für preissensible Konsumenten attraktiver werden.

Die Tabakindustrie dürfte die Entwicklung mit gemischten Gefühlen verfolgen: Höhere Verbraucherpreise können die Nachfrage dämpfen – auch wenn ein Teil der Raucher erfahrungsgemäß wenig preissensibel reagiert.

Ausblick: Weiterer Druck auf Raucher in Deutschland

Mit der beschlossenen Tabaksteuererhöhung reiht sich Deutschland in eine europaweite Bewegung ein, Tabakprodukte schrittweise unattraktiver zu machen. Die EU-Kommission drängt die Mitgliedstaaten seit Jahren zu höheren Mindeststeuersätzen auf Tabakwaren.

Für Verbraucher bedeutet das: Die Zeit günstiger Zigarettenpreise läuft aus. Wer das Rauchen aufgeben möchte, findet im steigenden Preis einen zusätzlichen Anreiz. Ob die Maßnahme tatsächlich zu einem messbaren Rückgang der Raucherzahlen führt, werden die kommenden Jahre zeigen. Gesundheitspolitisch bleibt der Kurs der Bundesregierung klar: Tabakkonsum soll teurer, unattraktiver und langfristig seltener werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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