Friday, 18. September 2026
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AfD und CDU: Koalition im Norden denkbar?

In Mecklenburg-Vorpommern wächst der Druck auf die CDU, die Brandmauer zur AfD zu überdenken. Wie realistisch ist eine AfD-CDU-Koalition wirklich?

Redaktion · 17. September 2026, 14:50 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine Koalition zwischen AfD und CDU gilt bundesweit als politisches Tabu – doch auf kommunaler und Landesebene bröckelt die sogenannte Brandmauer zunehmend. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten beide Parteien bereits auf kommunaler Ebene zusammen, und immer mehr Stimmen aus der CDU fordern ein sachlicheres Miteinander anstelle ideologischer Ausgrenzung. Die Debatte offenbart tiefe Spannungen innerhalb der Union und wirft grundlegende Fragen über die Zukunft konservativer Politik in Deutschland auf.

Graswurzelbewegung: AfD und CDU arbeiten kommunal zusammen

Auf kommunaler Ebene in Mecklenburg-Vorpommern ist die Zusammenarbeit zwischen AfD und CDU längst Realität. Was bundespolitisch als undenkbar gilt, funktioniert vor Ort offenbar pragmatisch und geräuschlos. Diese Entwicklung an der sogenannten Graswurzel wird von AfD-Seite als Beleg dafür gesehen, dass eine inhaltliche Annäherung möglich ist.

Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung, dass etwa drei Viertel der CDU-Mitglieder bereits in Richtung AfD tendieren sollen. Diese Zahl, die aus CDU-internen Kreisen kolportiert wird, lässt auf erheblichen Druck im Innern der Partei schließen. Der politische Graben zwischen Parteibasis und Parteiführung scheint größer zu werden.

Aus AfD-Perspektive zeige ein programmatischer Vergleich beider Parteien wenig grundlegende Unterschiede – zumindest auf dem Papier. Die Frage sei, ob die CDU ihre eigenen Positionen auch tatsächlich ernst nehme und umsetzen wolle.

Brandmauer in der Kritik: Rote Linien statt pauschaler Ausgrenzung

Eine konkrete Stimme in dieser Debatte ist Stefan Kerт, Landrat in Vorpommern-Rügen. Er ist kein CDU-Mitglied, wurde jedoch mit Unterstützung der CDU ins Amt gewählt. Kerт plädiert offen dafür, die Brandmauer-Rhetorik aufzugeben und stattdessen klar zu benennen, welche inhaltlichen roten Linien für die CDU nicht verhandelbar sind.

Sein Argument: Wenn beide Seiten sich zusammensetzen und feststellen, dass sie in wesentlichen Punkten übereinstimmen, sollten sie auch koalieren. Wenn nicht, dann eben nicht. Diese nüchterne, sachpolitische Herangehensweise findet Zustimmung über Parteigrenzen hinaus.

  • Pragmatische Zusammenarbeit auf Kommunalebene bereits etabliert
  • Brandmauer-Kritik kommt zunehmend auch aus CDU-nahen Kreisen
  • Forderung: Klare rote Linien statt pauschaler Ausgrenzung
  • Programmatische Schnittmengen zwischen CDU und AfD werden betont
  • Wachsender Druck durch Mitgliederbasis in der CDU

Glaubwürdigkeit der CDU: Versprechen vor der Wahl, Handeln danach

Ein zentraler Kritikpunkt aus AfD-Sicht ist die Diskrepanz zwischen dem, was die CDU vor Wahlen verspricht, und dem, was sie danach tatsächlich umsetzt. Als mahnendes Beispiel wird Friedrich Merz angeführt: Aussagen und Programmpapiere aus dem Wahlkampf hätten sich nach der Regierungsbildung als wenig verbindlich erwiesen.

Diese Skepsis gegenüber der Verlässlichkeit der CDU bleibt ein entscheidendes Hindernis für eine mögliche Annäherung. Auch wenn inhaltliche Überschneidungen vorhanden sein mögen, stelle sich die Frage, ob Vereinbarungen in einem Koalitionsvertrag tatsächlich eingehalten würden.

Dennoch: Die Bereitschaft zum Dialog wird grundsätzlich begrüßt. Eine Koalitionsverhandlung, die schnell und unkompliziert zum Abschluss führen könnte – so die pointierte Einschätzung – sei zumindest theoretisch vorstellbar, wenn beide Seiten ihre Positionen ernst nehmen.

Ausblick: Sachpolitik statt Lagerdenken

Die zunehmenden Stimmen innerhalb der CDU, die eine Öffnung gegenüber der AfD fordern, markieren eine politische Zeitenwende in Teilen des konservativen Lagers. Ob daraus eine tragfähige Koalitionsperspektive erwächst, hängt vor allem davon ab, ob die CDU-Führung den Druck von der Basis ernst nimmt und ihre Haltung überdenkt.

Das eigentliche Ziel – so die überparteiliche Botschaft – sollte stets die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bürger sein. Parteipolitische Schranken, die diesem Ziel entgegenstehen, verlieren in einer Zeit wachsender Unzufriedenheit mit etablierten Strukturen zunehmend an Legitimation. Die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern könnte bundesweit Signalwirkung entfalten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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