Thursday, 8. October 2026
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Antisemitismus

Antisemitismus in Berliner Koalitionsverhandlungen

SPD, Grüne und Linke einigen sich auf einen Kontrollmechanismus gegen Antisemitismus – doch der Weg zur Berliner Koalition bleibt steinig.

Redaktion · 8. October 2026, 20:45 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 08.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Berlin nehmen die Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linkspartei konkrete Formen an. Bereits zum vierten Mal kamen die Vertreter der drei Parteien zusammen, um strittige Punkte eines möglichen Koalitionsvertrags zu klären. Besonders zwei Themen dominierten die teils stundenlangen Vorgespräche: der Umgang mit Antisemitismus innerhalb der Linkspartei sowie die Frage der Kleinkriminalität und organisierten Kriminalität in der Hauptstadt. Die offiziellen Sondierungsgespräche sollen nun ab dem 26. Oktober beginnen.

Neues Gremium gegen antisemitische Vorfälle

Ein zentrales Ergebnis der Vorgespräche ist die Einigung auf einen speziellen Kontrollmechanismus bei antisemitischen Vorfällen. Sollte ein Abgeordneter negativ auffallen, soll ein eigens eingesetztes Gremium darüber befinden, ob Konsequenzen bis hin zum Ausschluss gezogen werden. Neu und politisch bedeutsam: In diesem Gremium sind Mitglieder aller drei Parteien vertreten.

Die Linke verliert damit die alleinige Entscheidungsgewalt über ihre eigenen Abgeordneten – ein ungewöhnlicher Schritt, der zeigt, wie groß der Druck auf die Partei in dieser Frage ist. Teile der Berliner Linken stehen seit Längerem wegen ihrer Positionen zu Israel und Palästina in der Kritik. Besonders problematisch: Ein Terrorunterstützer namens Ibrahim Ibrahim hatte kurz nach seinem Besuch einer Linken-Wahlparty an einer Konferenz mit Funktionären mit Verbindungen zur Hamas teilgenommen.

CDU-Kritik und politischer Widerstand

Der CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Stefan Evers, sieht in den langwierigen Vorgesprächen ein ernsthaftes Signal. Für ihn belegen allein die stundenlangen Diskussionen, wie tief die inhaltlichen Gräben zwischen den potenziellen Koalitionspartnern sind.

Evers hatte zuvor für eine Regierungsbeteiligung der CDU geworben. Mit der nun erzielten Einigung auf ein Antisemitismus-Gremium dürfte der Weg jedoch frei sein für eine rot-grün-rote Koalition in Berlin – sofern die weiteren Sondierungen erfolgreich verlaufen.

Streitpunkt Sicherheit: Polizeigesetz und organisierte Kriminalität

Neben dem Antisemitismus-Streit sorgt die Sicherheitspolitik für erheblichen Konfliktstoff. Die Linkspartei hat angekündigt, die Verschärfungen des Berliner Polizeigesetzes rückgängig machen zu wollen – ein Vorhaben, das bei der Berliner Polizei auf scharfe Ablehnung stößt.

Aus Polizeikreisen heißt es, das aktuell gültige Gesetz bringe die Behörden erstmals auf Augenhöhe mit der organisierten Kriminalität. Eine Rücknahme der Regelungen würde wichtige Ermittlungsinstrumente gefährden – gerade angesichts der wachsenden Bedrohung durch Clankriminalität in der Hauptstadt.

  • Die Linke will das verschärfte Berliner Polizeigesetz wieder abschwächen
  • Die Linke strebt die Abschaffung des Verfassungsschutzes an
  • Geplant ist außerdem die Enteignung großer Wohnungskonzerne
  • Problematische Kontakte zum Clan-Milieu belasten das Image der Berliner Linken
  • Der Start der Sondierungsgespräche ist für den 26. Oktober geplant

Ausblick: Viele offene Fragen vor der Koalitionsbildung

Trotz der Einigung beim Antisemitismus-Mechanismus bleiben die inhaltlichen Differenzen zwischen SPD, Grünen und Linker erheblich. Forderungen nach Enteignung von Wohnungsunternehmen, die geplante Abschaffung des Verfassungsschutzes und die Kontroversen rund um Sicherheitspolitik dürften die Verhandlungen noch lange beschäftigen.

Ob aus den Sondierungen tatsächlich eine stabile Koalition wird, bleibt offen. Das neu geschaffene Gremium zur Kontrolle antisemitischer Vorfälle ist ein politisches Signal – doch es allein wird nicht ausreichen, um das Vertrauen in eine funktionsfähige Regierung zu begründen. Berlin steht vor schwierigen politischen Wochen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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