Friday, 2. October 2026
Aixtron

DAX unter Druck: Aixtron, BMW, SAP im Check

Steigende Anleiherenditen belasten den DAX zum Oktoberstart. Wie Aixtron, BMW, Fresenius, Infineon, Renk und SAP aktuell dastehen – die Analyse.

Redaktion · 1. October 2026, 08:32 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die DAX Analyse zum Oktoberauftakt fällt ernüchternd aus: Nach einem Hoch bei 25.580 Punkten am Vortag drehte der deutsche Leitindex nach unten und schloss bei rund 25.200 Zählern. Zum Handelsbeginn am 1. Oktober notierte der XDAX bereits bei 25.300 Punkten – Tendenz weiter fallend. Hauptbelastungsfaktor sind steigende Anleiherenditen, die in den USA mittlerweile bei 5,3 Prozent und in Deutschland bei 3,61 Prozent liegen. Während der Nasdaq vor neuen Rekorden steht, droht dem DAX ein Test der 200-Tage-Linie bei rund 24.850 Punkten.

Steigende Renditen belasten den DAX

Der wichtigste Unterschied zwischen der Entwicklung an der Wall Street und dem deutschen Aktienmarkt liegt derzeit im Zinsumfeld. Die starken Quartalszahlen von Micron Technology trieben US-Halbleiteraktien und den japanischen Nikkei (plus 3 Prozent) nach oben – doch dieser Rückenwind kommt in Frankfurt kaum an.

Stattdessen dominieren die steigenden Anleiherenditen das Geschehen. Sie erhöhen das Ausfallrisiko bei Krediten und setzen Finanzwerte wie die Commerzbank und die Deutsche Bank unter Druck. Auch Immobilienaktien wie Vonovia leiden erheblich unter dem Renditeanstieg. Die 25.000-Punkte-Marke gilt als entscheidende Unterstützung – ein Unterschreiten auf Schlusskursbasis würde ein neues Verkaufssignal auslösen.

Aixtron und Infineon profitieren von Halbleiter-Euphorie

Zu den wenigen Gewinnern im aktuellen Marktumfeld zählen Halbleiterwerte. Aixtron hat die 50-Tage-Linie zurückerobert, und ein charttechnischer Keil wurde nach oben aufgelöst. Kurse von 40 Euro gelten als realistisches Nahziel – sofern der Gesamtmarkt nicht weiter einbricht.

Infineon profitiert ebenfalls direkt von den Micron-Zahlen und läuft an den oberen Rand seiner Handelsspanne heran. Ein Ausbruch würde den Weg in Richtung 70 Euro freimachen. Analysten von Jefferies sehen sogar ein Kursziel von 96 Euro für das kommende Jahr als möglich an. Die Halbleiterbranche zeigt, wie dynamisch das KI-getriebene Wachstum ist: Umsätze und Margen werden im Milliardenbereich nach oben revidiert.

BMW, Fresenius und SAP: Gemischte Signale

Bei BMW hinterließ der zweitägige Kapitalmarkttag keinen nachhaltigen positiven Eindruck. Der Konzern kündigte an, Produktions- und Managementfunktionen um rund 20 Prozent zu reduzieren – unter anderem mithilfe von KI. Die Ziele für die Automobilmarge liegen bei 3 bis 5 Prozent für das laufende Jahr und 8 bis 10 Prozent Anfang der 2030er-Jahre. Investoren zeigen sich skeptisch, die Aktie pendelt um 55 Euro im intakten Abwärtstrend.

Fresenius dagegen überraschte positiv: Der Konzern übernimmt die verbleibenden 45 Prozent an seiner Biosimilars-Plattform für bis zu 750 Millionen Euro und hält damit die volle Kontrolle über Kosten und Markteinführung. Der globale Biosimilars-Markt soll bis 2035 auf mehr als 180 Milliarden Euro anwachsen. Die Aktie legte im schwachen Gesamtmarkt zu.

Bei SAP fehlen derzeit die Impulse für einen Ausbruch aus der engen Handelsspanne zwischen 180 und 191 Euro. Ein vorsichtiger Ausblick eines Wettbewerbers belastete die Aktie. Die Unterstützung bei 180 Euro, an die sich auch die 50-Tage-Linie annähert, bleibt technisch entscheidend. Die anstehende Berichtssaison könnte neue Impulse liefern.

Renk mit Abwärtstrend – Finger weg

Renk zählt zu den klaren Verlierern des Tages. Die Bank of America hat ihre Kaufempfehlung zurückgezogen und stuft die Aktie nur noch mit „Neutral” ein – das Kursziel wurde auf 20 Euro gesenkt. Begründung: Die Getriebeproduktion werde sich nicht auf dem aktuellen Niveau halten lassen, das Bewertungspotenzial ist damit deutlich geringer.

  • Bank of America senkt Renk auf „Neutral”, Kursziel 20 Euro
  • Getriebeproduktion unter Druck, Geschäftsaussichten eingetrübt
  • Technischer Abwärtstrend setzt sich fort, Widerstand bei 48 Euro weit entfernt
  • Servicegeschäft langfristig lukrativ, kurzfristig aber keine Kaufgelegenheit

Der Abwärtstrend der vergangenen Tage setzt sich damit fort. Investoren sollten die Aktie aktuell meiden.

Ausblick: Wichtige Konjunkturdaten am Nachmittag

Am Nachmittag rücken konjunkturelle Daten in den Fokus: Die US-Arbeitslosenquote, der ISM-Index sowie die Anträge auf Arbeitslosenhilfe werden gegen 14:30 Uhr und 16:00 Uhr veröffentlicht und könnten die Märkte erneut in Bewegung bringen. Angesichts der angespannten Lage – DAX bei exakt 25.000 Punkten zu Redaktionsschluss – empfiehlt sich eine erhöhte Cashquote. Gelingt keine schnelle Stabilisierung, droht ein Test der 200-Tage-Linie bei 24.850 Punkten, was den Verkaufsdruck weiter erhöhen könnte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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