Herbst-Wetterwechsel: Regenfront zieht über Deutschland
Eine Regenfront schiebt sich von Westen über Deutschland. Was Tief Eva aus Island für Temperaturen und Niederschläge bedeutet – und wie das Wetter zum Wochenende wird.
Dieses Video wurde am 01.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der meteorologische Herbst macht sich bemerkbar: Eine Regenfront zieht aktuell von Westen über Deutschland und bringt nach mehreren sonnigen Tagen den ersten deutlichen Wetterwechsel der Saison. Ausgelöst wird die Wetterveränderung durch das Tiefdruckgebiet Eva, das sich über Island befindet und seine Regenwolken in Richtung Mitteleuropa schiebt. Gleichzeitig bremst ein stabiles Hochdruckgebiet im Osten Europas den Regen aus, sodass die Niederschläge auf ihrem Weg von West nach Ost zunehmend schwächer werden.
Tief Eva schickt Regen und Gewitter in den Westen
Der Westen Deutschlands spürt den Wetterwechsel bereits deutlich. Von Schleswig-Holstein über Hessen bis zum Oberrhein haben sich kompakte Wolkenschichten aufgebaut. Meteorologen erwarten dort schauerartigen Regen sowie vereinzelte Gewitter im Tagesverlauf.
Besonders intensiv kann der Niederschlag lokal ausfallen: In 24 Stunden sind auf exponierten Flächen bis zu 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter möglich. Die Regenfront bewegt sich dabei nur sehr langsam ostwärts und verweilt über einzelnen Regionen entsprechend länger.
Im Westen sind die Temperaturen spürbar zurückgegangen. Das Thermometer klettert dort maximal auf 20 bis 22 Grad Celsius – ein deutlicher Kontrast zu den vergangenen warmen Herbsttagen.
Ostdeutschland bleibt vorerst trocken und warm
Der Osten des Landes profitiert noch vom blockierenden Hochdruckeinfluss. Dort zeigt sich die Sonne weiterhin, und die warme Luft wird vom Regengeschehen regelrecht nach Osten abgedrängt.
- Temperaturen im Osten: 23 bis 27 Grad – für Anfang Oktober ungewöhnlich mild
- Niederschlag: keiner – der Osten bleibt am Donnerstag vollständig trocken
- Sonnenschein: gebietsweise den ganzen Tag möglich
Der Kontrast zwischen dem nassen, kühlen Westen und dem trockenen, warmen Osten ist damit am heutigen Donnerstag besonders ausgeprägt – ein klassisches Muster beim Aufeinandertreffen von atlantischen Tiefausläufern und kontinentalem Hochdruckeinfluss.
Regenfront erreicht am Freitag auch Süden und Osten
Am Freitag dehnt sich der Niederschlag auf den Süden und Osten Deutschlands aus. Allerdings hat die Regenfront zu diesem Zeitpunkt bereits an Kraft verloren: Die Schauer werden auf ihrem Weg schwächer, und die Niederschlagsmengen fallen deutlich geringer aus als noch im Westen.
Wer also im Osten oder Süden auf ergiebigen Regen hofft, wird enttäuscht: Der Niederschlag erreicht diese Regionen zwar, ist aber vergleichsweise harmlos.
Wochenende: Hochnebel im Norden, ruhiger Start in neue Woche
Am Samstag zieht dichter Hochnebel über den Norden Deutschlands. In anderen Landesteilen bleibt es überwiegend ruhig. Einzelne Schauer sind zwar möglich, großflächiger Regen ist aber nicht zu erwarten.
Der Start in die neue Woche gestaltet sich nach aktuellem Stand freundlich und weitgehend trocken. Der erste herbstliche Wetterstoß ist damit schnell wieder abgeklungen – auch wenn die goldene Herbstsonne der vergangenen Tage zunächst einer trüberen Grundstimmung weicht. Ob sich der Oktober von seiner milden oder seiner wechselhaften Seite zeigt, bleibt abzuwarten.
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