DAX-Chefgehälter: Verdienen sie, was sie verdienen?

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Dieses Video wurde am 14.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die DAX-Chefgehälter sind im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent gestiegen – auf einen Durchschnitt von 6,14 Millionen Euro pro Vorstandsvorsitzendem. Das zeigt die jährliche Analyse der Aktionärsschutzvereinigung DSW gemeinsam mit der TU München. Zwei CEOs überschritten dabei die Zehn-Millionen-Euro-Marke. Doch während die Summen wachsen, wächst auch die Kritik: Stimmt die Vergütung noch mit der tatsächlichen Leistung überein – und werden die richtigen Anreize gesetzt?

Spitzenverdiener und die Schere im Vorstand

An der Spitze der Gehaltsrangliste steht Christian Klein von SAP mit 10,85 Millionen Euro, gefolgt von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing mit 10,5 Millionen Euro. Auf Platz drei folgt Adidas-CEO Björn Gulden mit 9,8 Millionen Euro. Am Ende der Top Ten rangiert Siemens-Chef Roland Busch mit 8,06 Millionen Euro.

Bemerkenswert ist dabei die wachsende Spreizung innerhalb der Vorstände selbst: Während die CEOs fast sieben Prozent mehr verdienten, stiegen die Gehälter der übrigen Vorstandsmitglieder im Schnitt lediglich um 1,5 Prozent.

Ebenfalls aufschlussreich ist das Verhältnis von Vorstandsgehalt zu Durchschnittslohn im Unternehmen – die sogenannte Vertikalität:

  • Bei Volkswagen verdient der CEO das 75-Fache eines durchschnittlichen Mitarbeiters.
  • Bei Adidas liegt dieser Faktor sogar bei 106.
  • DSW-Chef Marc Tüngler betont: Entscheidend ist nicht die absolute Höhe, sondern ob die Vergütung verdient und begründbar ist.

Autoindustrie: Hohe Gehälter trotz Krise

Besonders kritisch bewertet die Analyse die Vergütungspraxis in der Automobilbranche. Volkswagen-CEO Oliver Blume etwa belegt trotz massiver Gewinneinbrüche, Sparprogrammen und Stellenabbau weiterhin Platz sechs der Rangliste – mit knapp neun Millionen Euro Jahresgehalt.

Der Grund dafür ist strukturell: Vorstandsgehälter basieren stark auf langfristigen variablen Vergütungskomponenten. Krisen wirken sich daher erst mit erheblicher Verzögerung auf die Bezüge aus. Tüngler erwartet zwar, dass die Chefgehälter der Autokonzerne in den kommenden drei Jahren deutlich sinken müssen – glaubt selbst aber kaum daran. Erfahrungsgemäß finden sich stets neue Argumente, warum das Gehalt trotz schlechter Performance nicht schrumpfen sollte.

DAX-Chefgehälter und künstliche Intelligenz: Eine gefährliche Lücke

Noch gravierender als das Frage nach der Leistungsgerechtigkeit ist ein strukturelles Defizit in den Vergütungssystemen selbst: Künstliche Intelligenz spielt bei der Vorstandsvergütung der DAX-Konzerne quasi keine Rolle.

Laut Analyse haben lediglich sechs der 40 DAX-Unternehmen KI-Ziele in der kurzfristigen Vergütung verankert – darunter Bayer, Commerzbank, Deutsche Börse, Deutsche Telekom, RWE und Siemens Healthineers. In der langfristigen Vergütung findet sich KI bei nur einem einzigen Unternehmen: der Commerzbank. Und selbst dort existiert keine harte, messbare KI-Kennzahl.

Professor Jürgen Ernstberger von der TU München kritisiert: In den langfristigen Vergütungskomponenten, also dort, wo es um mehrjährige Transformation geht, taucht das wichtigste Transformationsthema kaum auf.

Zum Vergleich: Das Thema Nachhaltigkeit ist bei allen 40 DAX-Konzernen mit festen Zielen verankert. Nachhaltigkeitsziele machen im Schnitt fast 19 Prozent der kurzfristigen und 24 Prozent der langfristigen Vergütung aus – KI liegt dagegen bei nahezu null.

Was Anleger daraus ableiten sollten

Für Investoren ergibt sich aus dieser Analyse eine konkrete Beobachtungsaufgabe: Es lohnt sich, in den kommenden Jahren genau hinzuschauen, ob die Aufsichtsräte der jeweiligen Konzerne die Vergütungssysteme anpassen und echte KI-Ziele einführen – oder ob die Gehälter schlicht weiter steigen, ohne dass die Vorstandsarbeit stärker an zukunftsrelevanten Kennzahlen gemessen wird.

Die Analyse zeigt insgesamt: Die Vergütungssysteme im DAX hinken dem technologischen Wandel hinterher. Wer als Aktionär langfristig auf gut geführte Unternehmen setzen will, sollte nicht nur auf die Rendite schauen – sondern auch darauf, welche Anreize die Konzernspitzen tatsächlich antreiben.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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