DAX-Rekordgewinn: KI treibt deutsche Konzerne

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Dieses Video wurde am 14.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die deutschen Leitindex-Konzerne schreiben Geschichte: Die 40 DAX-Unternehmen steuern für das Gesamtjahr 2026 auf einen DAX-Rekordgewinn von 127,7 Milliarden Euro zu – mehr als je zuvor in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Gleichzeitig legen Deutschlands Exporte nach Mittel- und Osteuropa deutlich zu, während der Rückgang in China und den USA überkompensiert wird. Und Open-AI-Chef Sam Altman gibt seltene Einblicke in den Zustand seines Unternehmens, das zuletzt hohe Verluste schrieb und dessen geplanter Börsengang sich verzögert.

DAX-Rekordgewinn trotz schwächelnder Autobranche

Dass der DAX trotz der massiven Gewinneinbrüche bei BMW, Mercedes und Volkswagen einen Rekord aufstellt, wirft ein neues Licht auf den deutschen Leitindex. Laut Berechnungen des Handelsblatt Research Institute haben die 40 DAX-Konzerne ihre Nettogewinne im ersten Halbjahr 2026 kräftig gesteigert.

Ein zentraler Treiber ist der globale KI-Investitionsboom. Deutschland verfügt zwar über kein Nvidia, kein Alphabet und kein Microsoft – dafür aber über Industriekonzerne, die als unverzichtbare Ausrüster und Zulieferer der globalen Techinfrastruktur fungieren. DZ-Bank-Analystin Birgit Hensel stellt klar: Die These vom „technologiearmen DAX” greife zu kurz.

  • Siemens liefert Kühlung und Energieverteilung für Rechenzentren
  • Merck stellt Spezialmaterialien für die Chipproduktion bereit
  • Infineon produziert Leistungshalbleiter für die Stromversorgung
  • DHL transportiert Server und Hardware rund um den Globus

Das Geschäft mag weniger glamourös sein als das der großen Tech-Konzerne – handfest und profitabel ist es allemal.

Osteuropa-Exporte überholen China

Erfreuliche Zahlen kommen aus dem Außenhandel: Im ersten Halbjahr 2026 gingen Deutschlands Exporte nach China und in die USA zurück – doch die Ausfuhren nach Mittel- und Osteuropa legten so stark zu, dass der Rückgang mehr als ausgeglichen wurde.

Besonders dynamisch wuchsen die Exporte nach Polen und Tschechien. Polen hat China als Absatzmarkt inzwischen deutlich hinter sich gelassen. Ökonomen führen dies vor allem auf die starke Binnennachfrage in den osteuropäischen Ländern zurück – weniger auf eine systematische Verlagerung von Industriekapazitäten aus Deutschland.

Katharina Klasen-Mühlhäuser, Vorsitzende des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, mahnt: Mittel- und Südosteuropa könnten China und die USA zwar nicht vollständig ersetzen, doch Deutschland müsse endlich erkennen, wie bedeutend diese Märkte für seine Wirtschaft sind. Der EU-Binnenmarkt mit einem Bruttoinlandsprodukt von knapp 19 Billionen Euro ist ein gigantischer Wirtschaftsraum – Argument genug für eine stärkere strategische Fokussierung.

Sam Altman und die offenen Fragen bei Open AI

Open AI wurde zuletzt mit 852 Milliarden Dollar bewertet – wäre das Unternehmen börsennotiert, gehörte es zu den weltgrößten Konzernen überhaupt. Doch hinter der imposanten Zahl verbergen sich erhebliche Spannungen.

Berichten zufolge schreibt Open AI hohe Verluste, muss gleichzeitig gewaltige Investitionen stemmen, und der für den Spätsommer 2026 geplante Börsengang verzögert sich. Hinzu kommt ein von Altman selbst als schwerwiegend eingestufter Sicherheitsvorfall, der eine grundlegende Frage aufwirft: Begleitet Open AI seine eigene Erfindung verantwortungsvoll?

Auf der anderen Seite kündigte Altman an, neben München bald ein zweites Deutschlandbüro in Berlin zu eröffnen – ein Signal des Wachstumswillens trotz aller Widersprüche.

KI als Rohstoff: Neue Finanzprodukte mit alten Risiken

Den Mega-Deal der Woche bildete eine Kooperation zwischen Nvidia und der US-Investmentbank HSBC: Rechenleistung soll in Finanzprodukte verpackt und am Kapitalmarkt handelbar gemacht werden – künstliche Intelligenz wird damit zum Rohstoff, ähnlich wie Öl.

Das Modell funktioniert wie hypothekenbesicherte Wertpapiere: Rechenzentren nehmen Kredite auf, kaufen Nvidia-Chips, vermieten die Rechenleistung und bedienen daraus Zins und Tilgung. Die Forderungen werden gebündelt, in Tranchen geschnitten und an Pensionsfonds sowie Versicherer verkauft.

Doch Investor Michael Burry – bekannt durch seine Wette gegen den Immobilienmarkt in der Finanzkrise 2008 – warnt vor einer gefährlichen Parallele zu damals und zum Enron-Skandal. Undurchsichtige Risiken könnten verschleiert werden. Burry wettet nun gegen den KI-Boom. Ob sich seine Skepsis erneut als berechtigt erweist, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Monate bleiben.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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