Wednesday, 30. September 2026
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Allianz Vermögensstudie

Deutsches Sparvermögen: Warum wir falsch sparen

Deutsche sparen fleißig, landen beim Vermögen aber nur auf Platz 12 weltweit. Eine Allianz-Studie zeigt, warum ETFs die bessere Wahl gegenüber dem Sparbuch sind.

Redaktion · 30. September 2026, 12:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 30.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland gilt als Nation der Sparsamkeit – doch das Sparvermögen der Deutschen ist im internationalen Vergleich erschreckend gering. Eine aktuelle Vermögensstudie der Allianz zeigt: Trotz hoher Sparquote landet Deutschland beim privaten Geldvermögen nur auf Platz 12 weltweit. Das Problem liegt nicht in der Disziplin, sondern in der Wahl der Anlageform. Wer ausschließlich auf das Sparbuch setzt, verliert gegenüber Ländern, die ihr Kapital aktiv an den Kapitalmärkten arbeiten lassen.

Sparvermögen im Vergleich: Deutsche weit hinter Amerikanern

Die Zahlen der Allianz-Studie sind eindeutig: US-amerikanische Haushalte verfügen durchschnittlich über ein Geldvermögen von umgerechnet rund 300.000 Euro – die Deutschen kommen im Vergleich dazu nur auf rund 91.000 Euro. Immobilien sind in beiden Fällen noch nicht eingerechnet.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Anlagestrategie. In den USA stammen rund 70 Prozent des Vermögenszuwachses aus Kapitalmarktrenditen. In Deutschland hingegen kommen lediglich 30 Prozent aus dieser Quelle – der Großteil wird schlicht als Ersparnisse zurückgelegt, ohne am Markt zu wachsen.

Das Ergebnis: Deutsche legen zwar absolut mehr Geld zurück, erzielen aber deutlich weniger Vermögen – weil das Kapital nicht für sie arbeitet.

ETF als einfache Alternative zum Sparbuch

Die Lösung klingt simpel: Wer an den Kapitalmärkten teilnimmt, kann langfristig deutlich mehr Vermögen aufbauen. Besonders ETF-Sparpläne (Exchange Traded Funds) gelten als niedrigschwelliger Einstieg – ohne großes Fachwissen, ohne hohe Mindestbeträge.

  • ETFs bilden ganze Marktindizes ab und streuen das Risiko automatisch
  • Bereits kleine monatliche Beträge ermöglichen die Teilnahme am Kapitalmarkt
  • Langfristig übersteigen Renditen in der Regel die Inflation
  • Sparplan-Besitzer können flexibel einzahlen und pausieren

Wichtig: Auch Kapitalmärkte unterliegen Schwankungen. Die Allianz-Studie weist darauf hin, dass Kursverluste von bis zu 25 Prozent möglich sind – etwa bei einem abrupten Einbruch im KI-Sektor. Trotzdem überwiegen langfristig die Chancen gegenüber dem Nichtstun. Vor allem angesichts einer Inflation von über 3 Prozent verlieren reine Sparbuch-Guthaben real an Wert.

Pflegereform und Milliardenlücke: Politischer Streit im Kabinett

Parallel zu den privaten Finanzen steht Deutschland auch vor einer massiven öffentlichen Herausforderung: der Pflegereform. Die Kosten der Pflegeversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren von rund 37 Milliarden auf etwa 77 Milliarden Euro mehr als verdoppelt – und das nicht allein wegen des demografischen Wandels.

Steigende Pflegestufen, wachsende Leistungsansprüche und ein wachsender Anteil pflegebedürftiger Menschen treiben die Ausgaben in die Höhe. Für das kommende Jahr klafft eine Finanzierungslücke von 6 bis 8 Milliarden Euro.

Politisch ist der Streit festgefahren: Die Union möchte sparen, die SPD lehnt Leistungskürzungen ab. Zusätzliche Spannung entsteht, weil private Pflegeversicherungen Rücklagen bilden und am Kapitalmarkt anlegen – und damit Überschüsse erwirtschaften, während die gesetzliche Pflegekasse defizitär ist. Ob und wie diese Mittel umverteilt werden, ist politisch hoch umstritten.

Deutschlands Startup-Szene wächst – mit Licht und Schatten

Ein optimistisches Signal sendet der Startup Monitor 2026 des Bundesverbands Deutsche Startups: So viele Neugründungen wie noch nie, und mit 8 Milliarden Euro Investitionsvolumen wurde der Gesamtwert des Vorjahres bereits übertroffen. Sechs von zehn Gründerinnen und Gründern blicken positiv in die Zukunft.

Deutschland zählt inzwischen 39 Einhörner – also Startups mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Euro, die noch nicht börsennotiert sind. Das ist ein Fortschritt, gemessen am Silicon Valley aber nach wie vor überschaubar.

Ein strukturelles Problem bleibt: 62 Prozent der deutschen Startups bevorzugen für einen möglichen Börsengang die USA, weil dort höhere Bewertungen und besserer Marktzugang locken. Nur 29 Prozent planen einen Börsengang in Deutschland. Solange der heimische Kapitalmarkt für Wachstumsunternehmen weniger attraktiv ist als die Wall Street, wird ein Teil des unternehmerischen Potenzials ins Ausland abwandern.

Die Parallelen sind unübersehbar: Ob beim privaten Sparen, der Startup-Finanzierung oder der Altersvorsorge – Deutschland hat ein strukturelles Problem mit der Kapitalmarktbeteiligung. Die gute Nachricht ist, dass die Lösungsansätze bekannt sind. Was fehlt, ist der breite gesellschaftliche und politische Wille, sie konsequent umzusetzen. Die nächsten Monate – von der Pflegereform bis zur KI-Strategie – werden zeigen, ob Deutschland bereit ist, diesen Schritt zu gehen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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