Friday, 18. September 2026
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F-35 für die Bundeswehr: Tarnkappenjets aus Texas

Deutschland übernimmt die ersten F-35 Tarnkappenjets in Texas. Die Kampfflugzeuge ersetzen die Tornado-Flotte und sichern Deutschlands Rolle in der nuklearen NATO-Abschreckung.

Redaktion · 18. September 2026, 12:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Es ist ein historischer Moment für die deutsche Luftwaffe: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat im US-Bundesstaat Texas die ersten F-35 Tarnkappenjets der Bundeswehr symbolisch in Empfang genommen. Die hochmodernen Kampfflugzeuge des US-Herstellers Lockheed Martin sollen die veraltete Tornado-Flotte ersetzen und Deutschlands Beitrag zur nuklearen Abschreckung innerhalb der NATO langfristig sichern. Das Beschaffungsprogramm umfasst insgesamt 35 Maschinen und schlägt mit rund 10 Milliarden Euro zu Buche.

Symbolische Übergabe in Texas – Ausbildung beginnt sofort

Die ersten acht Jets verbleiben vorerst in den Vereinigten Staaten. Der Grund: Deutsche Piloten und Techniker müssen zunächst umfassend an den neuen Systemen ausgebildet werden, bevor die Maschinen nach Deutschland überführt werden können. Die Übergabe in Texas hat damit nicht nur zeremonielle Bedeutung, sondern markiert auch den offiziellen Startschuss für die intensive Ausbildungsphase.

Pistorius betonte bei der Zeremonie die strategische Dimension der Beschaffung: Deutschland biete Kapazitäten für die gemeinsame Produktion an – ein Schritt, der Bestände auffülle, Fähigkeiten stärke und die Interoperabilität der NATO verbessere. Die Zusammenarbeit mit den USA in Rüstungsprojekten sei dabei von unschätzbarem Wert.

Was die F-35 so besonders macht

Die F-35 gilt weltweit als modernstes Kampfflugzeug ihrer Klasse. Ihre herausragenden Eigenschaften gehen weit über klassische Kampfjet-Fähigkeiten hinaus. Experten bezeichnen sie treffend als „fliegenden Sensorknoten”: Das Flugzeug erfasst in Echtzeit Daten aus einer Vielzahl von Quellen – darunter Radarsignale, elektromagnetische Emissionen und Infrarotdaten – und teilt diese unmittelbar mit anderen Waffensystemen und Piloten im Verband.

Die wichtigsten technischen Merkmale der F-35 im Überblick:

  • Tarnkappentechnologie: Die Maschine ist für feindliche Radare kaum erfassbar
  • Echtzeit-Datenfusion: Radar-, Infrarot- und Sensordaten werden simultan verarbeitet
  • Netzwerkfähigkeit: Informationsaustausch mit verbündeten Waffensystemen in Echtzeit
  • Große Reichweite: Einsatzfähigkeit tief im gegnerischen Luftraum
  • Multirollen-Fähigkeit: Luft-Luft- sowie Luft-Boden-Kampf und Aufklärung

Für die NATO gilt die F-35 als zentraler Baustein moderner Luftkriegsführung und als unverzichtbares Element kollektiver Verteidigung.

Stationierung in Büchel ab 2027 geplant

Nach Abschluss der Ausbildungsphase sollen die ersten F-35-Maschinen ab dem Jahr 2027 auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert werden. Büchel ist bereits heute der einzige Standort in Deutschland, an dem im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO US-amerikanische Atomwaffen gelagert werden. Die F-35 übernimmt dort die Aufgabe, diese Waffen im Ernstfall zu transportieren – eine Rolle, die bislang den betagten Tornado-Jets zukommt.

Die Tornado-Flotte der Bundeswehr ist seit Jahrzehnten im Dienst und hat ihr technisches Limit längst erreicht. Ein moderner Ersatz war aus operativer und bündnispolitischer Sicht dringend notwendig. Mit der F-35 schließt Deutschland eine kritische Fähigkeitslücke.

Zeitenwende als Auftrag: Deutschlands Rüstungskurs

Die Beschaffung der F-35 ist eingebettet in die sicherheitspolitische Zeitenwende, die Bundeskanzler Olaf Scholz im Februar 2022 ausgerufen hatte. Seitdem investiert Deutschland massiv in die Modernisierung seiner Streitkräfte – vom Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro bis hin zu Großprojekten wie dem F-35-Kauf.

Mit einem Gesamtvolumen von rund 10 Milliarden Euro für 35 Maschinen ist das F-35-Programm eines der teuersten Rüstungsvorhaben der Bundesrepublik. Es sendet jedoch auch ein klares Signal an die Bündnispartner: Deutschland nimmt seine Verantwortung innerhalb der NATO ernst – militärisch wie finanziell. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie schnell die neue Flotte einsatzbereit ist und welche Rolle sie im europäischen Sicherheitsgefüge spielen wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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