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7. Oktober

Israels Präsident Herzog warnt vor Antisemitismus

Israels Staatspräsident Izchak Herzog warnt eindringlich vor wachsendem Antisemitismus in Europa und sieht den Iran als globale Bedrohung für die freie Welt.

Redaktion · 1. October 2026, 21:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat in einem ausführlichen Interview in Jerusalem eindringlich vor wachsendem Antisemitismus in Europa gewarnt. Angesichts politischer Verschiebungen in Deutschland und Frankreich, dem dritten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober sowie eines vereitelten Flugzeug-Entführungsversuchs appelliert Herzog an die internationale Gemeinschaft, entschlossen gegen den Jihadismus und seine Hintermänner vorzugehen – und benennt dabei den Iran als zentralen Feind der freien Welt.

Vereitelter Terroranschlag: Die Welt am Rand einer Katastrophe

Ein versuchter Flugzeug-Entführungsversuch, der kurz vor dem dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober vereitelt wurde, bildet den aktuellen Anlass des Gesprächs. Herzog betont, die Welt habe am Rand einer Katastrophe gestanden: „Gott bewahre, wenn die Pläne dieses Terroristen verwirklicht worden wären, hätten wir eine Katastrophe erlebt – ganz wie am 11. September.”

Gerettet wurde das Flugzeug demnach durch den Mut israelischer Passagiere, einer Ersatzbesatzung und eines indischen Piloten. Premierminister Netanjahu hatte erklärt, der Täter sei radikal islamistisch indoktriniert worden. Herzog hält eine Verbindung zum Iran zwar für möglich, betont jedoch, die laufenden Ermittlungen – unter Federführung der Vereinigten Arabischen Emirate – müssten zunächst abgeschlossen werden.

Den Iran bezeichnet Herzog als „Feind der freien Welt” mit einer jihadistischen Ideologie, die darauf abziele, westliche Demokratien von der Landkarte zu tilgen. Die internationale Gemeinschaft müsse ihren Kurs gegenüber Teheran grundlegend ändern.

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Trauma und Zähigkeit

Der 7. Oktober 2022 war laut Herzog „das schlimmste Massenverbrechen an Juden seit dem Holocaust”. Zum dritten Jahrestag beschreibt er den Zustand seiner Nation mit eindringlichen Worten: Israel leide an einer „psychologischen inneren Blutung“, Hunderttausende Israelis stünden im Militärdienst.

Gleichzeitig betont der Präsident die Resilienz seines Landes:

  • Die israelische Wirtschaft entwickle sich trotz Krieg dynamisch weiter.
  • Die Demokratie funktioniere – rund 50 Parteien bewerben sich bei den bevorstehenden Wahlen.
  • Israel strebe Friedensabkommen mit dem Libanon, Syrien und Saudi-Arabien an.
  • Herzog selbst habe zehntausende Hinterbliebene, Verwundete und Geiselangehörige getroffen.

Herzog räumt ein, den 7. Oktober persönlich tief verändert zu haben: „Ich vermute, dass ich eines Tages unter einem posttraumatischen Syndrom leiden werde.” Seine Aufgabe sieht er derzeit darin, die nationale Moral zu stärken und den Weg aus dem Krieg zu gestalten.

Antisemitismus in Europa: Rotes Warnlicht leuchtet auf

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die politische Lage in Europa. In Deutschland haben die AfD in zwei Bundesländern und die Linkspartei in Berlin Wahlerfolge erzielt. Teile beider politischen Lager werden mit antisemitischen Positionen oder offener Israelfeindlichkeit in Verbindung gebracht. Zwei Deutsche in Tel Aviv hätten Herzog erzählt, dass sie deshalb über eine Auswanderung nach Israel nachdächten.

Herzog mahnt: „Antisemitismus kommt nicht in Frage – da leuchtet ein großes rotes Warnlicht auf.” Er sieht hinter der Verbreitung antisemitischer Stimmungen auch eine gezielte internationale Kampagne, finanziert durch den Iran und islamistische Extremisten wie die Hamas.

Das Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung und einen eigenen Nationalstaat sei unbestreitbar und könne von keiner politischen Kraft geleugnet werden. Die Verleugnung von Israels Existenzrecht bezeichnet er als „verabscheuungswürdig”.

Auch in Frankreich beobachtet er beunruhigende Entwicklungen, äußert sich aber bewusst zurückhaltend: „Es ist Sache des französischen Volkes zu entscheiden.” Grundsätzlich lehnt er jede Einmischung in nationale Wahlen ab – und fordert dies auch von anderen: „Bitte haltet euch aus den Wahlen heraus.”

Israels Verbündete: Lob für Trump, Kritik an London

Auf die Frage nach Israels engsten Partnern nennt Herzog US-Präsident Donald Trump als „vielleicht den engsten von allen” und lobt die Zusammenarbeit mit der deutschen Bundesregierung. Scharf kritisiert er hingegen Großbritannien: Die von der britischen Regierung verhängten Sanktionen gegen Israel seien „ein großer Fehler, ungerecht und politisch abträglich” sowie ein unzulässiger Eingriff in israelische Innenpolitik.

Seinen Appell an alle Verbündeten fasst Herzog pointiert zusammen: Der Kampf gegen den Iran und seine Stellvertreter sei ein gemeinsamer Kampf der freien Welt. „Warum vergeudest ihr eure Zeit im Streit mit uns? Schließt euch zusammen, um diesen Kampf zu führen.”

Mit den bevorstehenden Wahlen in Israel steht das Land vor einer weiteren innenpolitischen Weichenstellung. Herzog gibt sich zuversichtlich, dass die israelische Demokratie stabile Verhältnisse hervorbringen wird – und dass der Blick nach vorne, auf eine Zeit nach dem Krieg, gelingen kann.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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