NEET-Quote: Jeder zehnte Jungerwachsene ohne Job

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Dieses Video wurde am 17.08.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Deutschland hat jeder zehnte junge Erwachsene zwischen 20 und 24 Jahren weder einen Job, noch einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die sogenannte NEET-Quote – kurz für „Not in Education, Employment or Training” – ist damit binnen weniger Jahre spürbar gestiegen und wirft ernste Fragen über die Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt und das Bildungssystem auf.

NEET-Quote klettert auf 10 Prozent

Noch im Jahr 2022 lag die NEET-Quote bei den 20- bis 24-Jährigen in Deutschland bei 8,8 Prozent. Mittlerweile ist dieser Wert auf 10 Prozent gestiegen – ein Anstieg um mehr als einen Prozentpunkt innerhalb weniger Jahre. Das bedeutet, dass rund eine von zehn jungen Personen in dieser Altersgruppe vollständig außerhalb des Bildungs- und Beschäftigungssystems steht.

Dieser Trend ist alarmierend, weil die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gefahr laufen, dauerhaft den Anschluss an den Arbeitsmarkt zu verlieren. Fehlende Qualifikationen und wachsende Distanz zum Erwerbsleben können sich langfristig negativ auf Karriere, soziale Teilhabe und persönliche Perspektiven auswirken.

Frauen häufiger betroffen als Männer

Bei einem genauen Blick auf die Geschlechterverteilung zeigt sich: Frauen sind mit einer Quote von 10,5 Prozent etwas häufiger betroffen als Männer mit 9,6 Prozent. Dieser Unterschied ist zwar vergleichsweise gering, dennoch verdeutlicht er strukturelle Ungleichgewichte.

Laut dem Bildungsbericht 2024 standen fast zwei Drittel der betroffenen jungen Menschen dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung. Als Hauptgründe werden genannt:

  • Betreuungspflichten, etwa die Pflege von Kindern oder Angehörigen
  • Gesundheitliche Probleme, die eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung erschweren
  • Sonstige persönliche Umstände, die eine Teilnahme am Bildungs- und Arbeitsmarkt verhindern

Vor allem Frauen sind häufig von Betreuungspflichten betroffen, was den leicht höheren NEET-Anteil in dieser Gruppe miterklärt.

Stadt und Land: Deutliche regionale Unterschiede

Auch regional zeigt die Auswertung des Statistischen Bundesamtes erhebliche Unterschiede. In größeren Städten liegt die NEET-Quote mit 10,6 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt, während sie in ländlichen Regionen mit 7,9 Prozent deutlich niedriger ausfällt.

Das erscheint zunächst überraschend, da Städte in der Regel mehr Bildungs- und Jobangebote bereitstellen. Ein möglicher Erklärungsansatz: In urbanen Räumen konzentrieren sich auch soziale Problemlagen stärker, und der Wettbewerb um Ausbildungsplätze und Stellen ist oft intensiver. Zudem können hohe Lebenshaltungskosten den Druck auf junge Menschen erhöhen.

Deutschland im EU-Vergleich: Mittelfeld mit Luft nach oben

Im europäischen Vergleich steht Deutschland zwar noch vergleichsweise gut da – der EU-Durchschnitt der NEET-Quote liegt bei 12,9 Prozent –, doch der Abstand zu den leistungsstärksten Ländern ist beträchtlich. Die Niederlande etwa weisen mit 5,6 Prozent eine NEET-Quote auf, die weniger als halb so hoch ist wie die deutsche.

Das zeigt, dass strukturelle Verbesserungen möglich sind. Länder mit niedrigen NEET-Quoten investieren in der Regel stärker in frühzeitige Berufsberatung, flexible Bildungsangebote und gezielte Unterstützung für gefährdete Jugendliche.

Der steigende Trend in Deutschland macht deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Politik, Bildungseinrichtungen und Wirtschaft stehen vor der Aufgabe, passgenaue Angebote für jene junge Menschen zu schaffen, die bislang weder im Bildungssystem noch auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten – bevor aus einer vorübergehenden Auszeit ein dauerhafter Ausschluss wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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