Dieses Video wurde am 18.08.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die RWE Aktie steht vor einem wichtigen charttechnischen Moment: Nach einem Nettogewinnsprung von 60 Prozent im ersten Halbjahr und einer anschließenden Seitwärtskonsolidierung nähert sich der DAX-Titel erneut einer zentralen Widerstandszone. Gelingt der Ausbruch, könnte ein neues Kaufsignal entstehen – mit Kurszielen, die deutlich über dem aktuellen Niveau liegen.
Starke Halbjahreszahlen als Fundament
RWE hat für das erste Halbjahr beeindruckende Geschäftszahlen vorgelegt. Der Nettogewinn je Aktie stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 60 Prozent. Besonders positiv: Das Unternehmen schnitt in allen Segmenten profitabel ab. Gleichzeitig kommt der Energiekonzern beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten planmäßig voran.
Der Vorstand zeigt sich für die kommenden Jahre zuversichtlich. Bis 2023 soll der Nettogewinn je Aktie jährlich um durchschnittlich 10 Prozent wachsen – ein klares Bekenntnis zur langfristigen Ertragsstärke. Der globale Energiehunger gibt dem Unternehmen dabei Rückenwind, wie die starke Kursentwicklung der vergangenen 52 Wochen unterstreicht.
Charttechnik: Widerstand bei 59,80 bis 60,60 Euro
Aus technischer Sicht befindet sich die RWE Aktie an einer entscheidenden Stelle. Nach einem Rücksetzer und einer anschließenden Seitwärtsphase kämpft der Titel nun um die Widerstandszone zwischen 59,80 Euro und 60,60 Euro.
Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich würde ein neues Kaufsignal generieren. Die relevanten Kursziele staffeln sich wie folgt:
- 62 Euro: Das April-Hoch bzw. Jahreshoch als erstes Ziel
- 65 Euro: Kursziel des Aktionärs auf Basis der Langfristanalyse
- 67 bis 69 Euro: Weiteres Potenzial auf Sicht des 20-Jahres-Charts
Diese Zielmarken sind nicht willkürlich gewählt – sie leiten sich aus langjährigen charttechnischen Niveaus ab, die im 20-Jahres-Chart klar erkennbar sind.
Faktor-Zertifikat als Trading-Instrument
Für spekulativ orientierte Anleger bietet sich ein Faktor-Zertifikat des Produktpartners Morgan Stanley an, das die Kursbewegung der RWE Aktie mit dem Faktor 3 abbildet. Der aktuelle Kurs des Zertifikats liegt bei rund 16,24 Euro.
Zur Absicherung wird ein Stoppkurs bei 13,70 Euro empfohlen. Das entspricht einem Risikopuffer von etwas mehr als 15 Prozent gegenüber dem Einstiegspreis. Angesichts des Hebels ist ein diszipliniertes Risikomanagement bei dieser Art von Produkt unerlässlich.
Scout24 im Rückblick: Kampf um die 200-Tage-Linie
Der vorherige Trading-Tipp betraf die Scout24 Aktie, die über die 200-Tage-Linie gestiegen war und damit ein potenzielles Kaufsignal angedeutet hatte. Zuletzt gab es jedoch einen Rücksetzer, der den Titel vorübergehend unter Druck brachte – Scout24 gehörte zeitweise zu den schwächsten DAX-Werten.
Die Situation bleibt offen: Der Stoppkurs für das zugehörige Zertifikat liegt bei 2,90 Euro und wurde bislang nicht gerissen. Entscheidend bleibt die 80-Euro-Marke bei der Aktie selbst – ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das Kaufsignal bestätigen und weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen.
Insgesamt zeigt sich RWE als fundamental und technisch interessanter Kandidat. Ob die Aktie den entscheidenden Schritt über die Widerstandszone schafft, dürfte in den kommenden Handelstagen entschieden werden. Anleger sollten die Zone um 60,60 Euro genau im Blick behalten.
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