Dieses Video wurde am 15.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Im laufenden Krieg gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump mit einer weitreichenden Ankündigung für internationale Aufmerksamkeit gesorgt: Die Straße von Hormus solle nach einem amerikanischen Sieg zu US-Territorium erklärt werden. Diese Aussage tätigte Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat New York. Teheran reagierte umgehend mit scharfer Ablehnung auf die provokante Forderung.
Trumps Forderung: Straße von Hormus unter US-Kontrolle
Bei seinem Auftritt in New York erklärte Donald Trump, die strategisch bedeutsame Meerenge am Persischen Golf solle unter amerikanische Hoheit fallen, sobald der Iran militärisch besiegt sei. Nähere Details zu den rechtlichen oder militärischen Mechanismen, mit denen ein solcher Schritt umgesetzt werden könnte, nannte Trump nicht.
Die Ankündigung fügt sich in eine Reihe von Aussagen ein, mit denen der US-Präsident seit Beginn des Konflikts mit dem Iran territoriale und geopolitische Maximalforderungen formuliert hat. Beobachter werten den Vorstoß auch als innenpolitisches Signal an seine Wählerbasis.
Warum die Straße von Hormus so bedeutsam ist
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch die nur rund 33 Kilometer schmale Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel wird ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt. Ihre strategische Bedeutung ist enorm:
- Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls passieren die Meerenge täglich.
- Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.
- Der Iran hat in der Vergangenheit mehrfach damit gedroht, die Straße zu blockieren.
- Eine Kontrolle durch die USA würde das geopolitische Gleichgewicht in der Region grundlegend verschieben.
Kein Wunder also, dass Trumps Aussage nicht nur in Teheran, sondern auch bei anderen regionalen und internationalen Akteuren für erhebliche Unruhe sorgt.
Iran weist US-Ansprüche empört zurück
Die iranische Regierung reagierte auf Trumps Ankündigung mit scharfer Ablehnung. Teheran bezeichnete die Ansprüche als völkerrechtswidrig und inakzeptabel. Die Straße von Hormus liegt teilweise in iranischen Hoheitsgewässern – ein amerikanischer Souveränitätsanspruch würde eine direkte Verletzung des internationalen Seerechts darstellen.
Iranische Offizielle betonten, dass die Meerenge untrennbar mit der territorialen Integrität des Landes verbunden sei. Eine Abtretung oder Übernahme durch eine fremde Macht komme unter keinen Umständen in Frage. Die Aussagen Trumps wurden in Teheran als weiterer Beleg für die aus iranischer Sicht expansionistische Politik Washingtons gewertet.
Einordnung: Eskalation im Iran-Krieg
Trumps Vorstoß zur Straße von Hormus markiert eine neue Eskalationsstufe in der Rhetorik des laufenden Iran-Kriegs. Ob und wie eine solche territoriale Beanspruchung völkerrechtlich oder praktisch umsetzbar wäre, bleibt vollkommen offen – zumal Trump selbst keine konkreten Pläne vorlegte.
Politische Beobachter warnen, dass derartige Aussagen – unabhängig von ihrer tatsächlichen Umsetzbarkeit – die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation des Konflikts erheblich erschweren. Verbündete der USA in Europa und im Nahen Osten dürften die Entwicklung mit wachsender Sorge verfolgen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trumps Ankündigung politisches Kalkül oder ernsthafter strategischer Plan ist.
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