Dieses Video wurde am 05.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Wer sich um einen Studienplatz in NRW bewirbt, hat in diesem Jahr möglicherweise deutlich bessere Chancen als in früheren Jahren. Der Grund: Nordrhein-Westfalen erlebt 2026 einen einmaligen Einbruch bei den Schulabschlüssen. Weil die meisten Gymnasien im Land von G8 auf G9 umstellen – also von acht auf neun Schuljahre bis zum Abitur –, fehlt an vielen Schulen ein kompletter Abschlussjahrgang. Das hat weitreichende Folgen für die Hochschulen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands.
Warum es in NRW weniger Abiturienten gibt
Der Wechsel von G8 zu G9 ist der Kern des Problems. Schulen, die auf das längere Modell umsteigen, haben in diesem Schuljahr schlicht keinen auslaufenden Abschlussjahrgang: Die G8-Schülerinnen und -Schüler sind bereits fertig, die G9-Jahrgänge noch nicht. Dieses strukturelle Loch entsteht einmalig und betrifft landesweit einen Großteil der Gymnasien.
Das NRW-Schulministerium rechnet in der Folge mit bis zu 17.000 weniger Studienanfängerinnen und Studienanfängern als in einem normalen Jahr. Das entspricht mehreren vollständig fehlenden Erstsemester-Kohorten an einer mittelgroßen Hochschule.
NRW wirbt aktiv um Studierende aus anderen Bundesländern
Um den Rückgang abzufedern, hat das Land eine gezielte Werbekampagne gestartet. NRW spricht gezielt Abiturientinnen und Abiturienten aus anderen Bundesländern an – unter anderem über soziale Medien und Streamingdienste. Ziel ist es, den Einbruch bei den Erstsemestern durch Bewerberinnen und Bewerber von außerhalb zu kompensieren.
Die Kampagne richtet sich besonders an junge Menschen, die ohnehin einen Studienortwechsel in Betracht ziehen. NRW bietet dabei eine breite Hochschullandschaft mit renommierten Universitäten und Fachhochschulen in Städten wie Köln, Düsseldorf, Münster und Aachen.
Was das für Studienbewerberinnen und -bewerber bedeutet
Für Studieninteressierte – egal ob aus NRW oder anderen Bundesländern – kann die aktuelle Situation konkrete Vorteile bringen. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Weniger Konkurrenz bei der Bewerbung um zulassungsbeschränkte Studiengänge
- Mögliche Verbesserung des Numerus Clausus (NC) in einigen Fächern
- Höhere Chancen auf einen Studienplatz an bevorzugten Hochschulen in NRW
- Potenzielle Vorteile besonders in beliebten und hart umkämpften Fächern
Konkret bedeutet das: Wo sich sonst Tausende um begrenzte Plätze bewerben, könnte der NC in diesem Jahr niedriger ausfallen. Wie stark der Effekt tatsächlich ist, hängt vom jeweiligen Studiengang und der einzelnen Hochschule ab.
Einmaliger Effekt mit langfristiger Bedeutung
Wichtig zu verstehen ist, dass es sich um einen einmaligen Effekt handelt. Sobald die ersten G9-Jahrgänge ihr Abitur ablegen, wird die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in NRW wieder steigen – und mit ihr der Wettbewerb um Studienplätze. Wer also jetzt seinen Abschluss macht, befindet sich in einer historisch günstigen Ausgangslage.
Der G8-zu-G9-Wechsel zeigt einmal mehr, wie stark bildungspolitische Entscheidungen das Hochschulsystem beeinflussen können. Für den Jahrgang 2026 gilt: Die Chancen stehen gut – wer einen Studienplatz in NRW anstrebt, sollte die aktuelle Situation aktiv nutzen und sich rechtzeitig bewerben.
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