Dieses Video wurde am 17.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Im Ukraine-Krieg erhöht Russland den militärischen Druck auf die Ukraine dramatisch – so viele Tote wie im vergangenen Monat gab es seit Kriegsbeginn vor viereinhalb Jahren noch nie. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Politikerin und Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, fordert daraufhin eine entschlossenere europäische Antwort: strengere Sanktionen, lückenlose Durchsetzung und ein klares politisches Signal gegenüber Moskau. Gleichzeitig kritisiert sie das Schweigen der deutschen Bundesregierung angesichts unverhüllter Drohungen aus Russland.
Sanktionen wirken – aber Umgehung bleibt das Problem
Mehr als 20 Sanktionspakete hat die Europäische Union seit Kriegsbeginn gegen Russland verhängt. Kritiker bezweifeln deren Wirksamkeit angesichts der anhaltenden russischen Offensive. Strack-Zimmermann widerspricht dieser Einschätzung entschieden: Die russische Kriegsmaschinerie habe durch die bisherigen Maßnahmen bereits einen Schaden von über einer Billion Euro erlitten.
Das eigentliche Problem sei die systematische Umgehung der Sanktionen – durch einzelne EU-Mitgliedstaaten ebenso wie durch Unternehmen aus Drittländern. Strack-Zimmermann fordert hier klare Konsequenzen:
- Sanktionierung einzelner Oligarchen und ihrer Vermögenswerte innerhalb der EU
- Konsequente Ahndung von Unternehmen, die Sanktionsregeln unterlaufen
- Druck auf EU-Mitgliedstaaten, die aus wirtschaftlichen Eigeninteressen zögern
- Klarere Kommunikation gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in sanktionierten Betrieben
„Wer glaubt, mit einem blauen Auge davonzukommen, täuscht sich über die Aggression Russlands”, so Strack-Zimmermann. Die Folgen weiterer Kriegsjahre seien für alle Beteiligten dramatischer als der kurzfristige wirtschaftliche Druck durch konsequente Sanktionspolitik.
Einigkeit unter 27 EU-Staaten bleibt schwierig
Das nächste EU-Sanktionspaket befindet sich in Vorbereitung, Details wurden zum Zeitpunkt des Gesprächs noch nicht öffentlich bekannt. Strack-Zimmermann räumt ein, dass die Abstimmung unter den 27 Mitgliedstaaten strukturell schwierig ist: Jede Nation muss die Maßnahmen einzeln mittragen, und nationale Wirtschaftsinteressen stehen einer einheitlichen Linie häufig entgegen.
Dennoch sei Einigkeit unerlässlich. Nur wenn der wirtschaftliche und politische Druck auf Russland europaweit wachse, entstehe überhaupt eine Chance auf ein Ende des Krieges. Ein fragmentiertes Europa spiele dagegen Moskau in die Hände und stärke das russische Narrativ, Sanktionen seien wirkungslos.
Putins Drohungen: Einschüchterung als Strategie
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte zuletzt mit unverhüllten verbalen Angriffen auf westliche Staaten Schlagzeilen gemacht, Präsident Wladimir Putin äußerte sich zur sogenannten Schattenflotte im Schwarzen Meer. Strack-Zimmermann zieht eine klare Linie: Drohungen seien ein festes Instrument Putins, um den Westen einzuschüchtern – nicht zwingend Vorboten unmittelbarer militärischer Angriffe.
Als Beispiel nennt sie den NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens: Trotz massiver russischer Drohungen sind beide Länder heute vollwertige Mitglieder des Bündnisses und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Ostseeregion. Dem Druck nachzugeben, wäre nach Ansicht Strack-Zimmermanns „fatal” – auch mit Blick auf die Angriffe auf Handelsschiffe unter fremder Flagge im Schwarzen Meer sowie hybride Operationen auf europäischem Boden, wie etwa den Vorfall in Leipzig.
Kritik an der deutschen Bundesregierung
Besonders scharf kritisiert Strack-Zimmermann das Verhalten der deutschen Bundesregierung. Weder Bundeskanzler noch Außenminister hätten auf Lawrows Drohungen mit klaren Worten reagiert. Das Argument der Deeskalation lässt sie nicht gelten: Seit viereinhalb Jahren tobt ein grausamer Krieg, der sich in der Ukraine täglich verschlimmere – und der Westen finde weder klare Worte noch zeige er klare Taten.
Die Botschaft der EU-Verteidigungsausschussvorsitzenden ist eindeutig: Europa dürfe sich nicht verzagt zeigen. Nur konsequenter Gegendruck – politisch, wirtschaftlich und militärisch – könne Russland zur Aufgabe seiner Kriegsziele bewegen. Ob das nächste Sanktionspaket diesen Anspruch einlösen wird, hängt vom Zusammenhalt der 27 EU-Mitgliedstaaten ab.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


