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Andy Burnham

Brexit-Kehrtwende: Burnham will zurück in die EU

Großbritanniens Premier Andy Burnham hält die Brexit Rückkehr in die EU für nötig. Frankreich und Spanien begrüßen seinen Vorstoß ausdrücklich.

Redaktion · 1. October 2026, 17:53 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der britische Premierminister Andy Burnham hat eine offene Debatte über eine mögliche Brexit-Rückkehr Großbritanniens in die Europäische Union angestoßen. Burnham erklärte in einem BBC-Interview, der Brexit habe „mehr Schaden als Nutzen gebracht” – und rund 60 Prozent der britischen Bevölkerung teilten diese Einschätzung. Frankreich und Spanien reagierten prompt mit Zustimmung und sprachen von einer willkommenen Debatte. Der Vorstoß des seit Juli 2026 amtierenden Labour-Premiers weckt europaweit Aufmerksamkeit.

Macron und Sánchez: „Willkommen zurück”

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron begrüßte Burnhams Überlegungen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in Madrid mit deutlichen Worten. „Willkommen zurück”, sagte Macron. Wenn die Briten dort wieder anknüpfen wollten, sei das eine sehr gute Nachricht – sowohl für Irland als auch für die Europäer insgesamt.

Sánchez schloss sich an: Spanien würde Großbritannien mit offenen Armen wieder in der EU empfangen. Die Reaktionen beider Regierungschefs zeigen, dass eine Rückkehr Großbritanniens auf dem Kontinent politisch grundsätzlich erwünscht wäre – sofern London die Initiative ergreift.

Burnhams Kurs: Ehrlichkeit über Optionen

Burnham betonte, er wolle „ehrlich mit der Situation umgehen” und den Menschen konkrete Optionen vorlegen, die sie beurteilen könnten. Damit signalisiert er eine neue Offenheit gegenüber einer engen EU-Anbindung, ohne bereits einen festen Kurs vorzugeben.

  • Burnham will verschiedene Optionen zur künftigen EU-Beziehung vorstellen
  • Ein EU-Großbritannien-Gipfel ist voraussichtlich für November geplant
  • Rund 60 Prozent der Briten sehen den Brexit laut Burnham kritisch
  • Eine vollständige Rückkehr in den EU-Binnenmarkt gilt als eine der diskutierten Optionen

Der Gipfel im November soll als Forum dienen, um die verschiedenen Szenarien öffentlich zu diskutieren. Burnham will die Bevölkerung frühzeitig einbeziehen, bevor politische Entscheidungen getroffen werden.

Konflikt mit Labour-Wahlversprechen von 2024

Burnhams Vorstoß steht in einem gewissen Spannungsverhältnis zu den Wahlversprechen der Labourpartei aus dem Jahr 2024. Damals hatte Labour eine Rückkehr in die EU oder den Binnenmarkt explizit ausgeschlossen. Als Nachfolger an der Parteispitze und im Regierungsamt ist Burnham formal an diese Zusagen gebunden.

Dennoch erklärte er offen, einen EU-Wiedereintritt Großbritanniens noch zu seinen Lebzeiten erreichen zu wollen. Damit geht er über das bisherige Parteimandat hinaus und positioniert sich als treibende Kraft eines möglichen Paradigmenwechsels in der britischen Europapolitik.

Politische Beobachter werten dies als kalkulierten Balanceakt: Burnham will die öffentliche Debatte eröffnen, ohne Labour-Wähler zu verprellen, die dem Brexit noch immer nahestehen.

Ausblick: Europas Geduld und Londons nächste Schritte

Der November-Gipfel wird zum ersten echten Test für Burnhams Europakurs. Sollte er dort konkrete Schritte in Richtung EU-Annäherung ankündigen, könnte das eine der weitreichendsten außenpolitischen Weichenstellungen Großbritanniens seit dem Referendum von 2016 einleiten.

Frankreich und Spanien haben klar signalisiert, dass die EU-Türen grundsätzlich offenstehen. Doch die eigentliche Herausforderung liegt in London: Burnham muss seine Partei, das Parlament und die britische Öffentlichkeit von einem Weg überzeugen, den Labour bislang ausdrücklich abgelehnt hat. Wie schnell und wie weit er dabei gehen kann, wird die britische Innenpolitik in den kommenden Monaten maßgeblich bestimmen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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