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Arbeitszeitregelung

VW kündigt Tarifverträge: Arbeitskampf droht

Volkswagen kündigt zum Jahresende fast alle Tarifverträge. Gewerkschaft und Betriebsrat warnen vor einem neuen Arbeitskampf – die 35-Stunden-Woche steht auf dem Spiel.

Redaktion · 1. October 2026, 15:06 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei Volkswagen in Wolfsburg droht zum Jahreswechsel ein neuer Arbeitskampf. Der Konzern kündigt zum Jahresende fast alle Tarifverträge – ein Schritt, den Gewerkschaft und Betriebsrat als historischen Einschnitt und Tiefpunkt im ohnehin angespannten Verhältnis zum Vorstand bewerten. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage nach der künftigen Arbeitszeitregelung und damit verbundenen Personalkosten.

VW-Vorstand will Konzern zukunftssicher aufstellen

Der VW-Vorstand begründet die Kündigung der Tarifverträge mit der Notwendigkeit eines grundlegenden Umbaus des Unternehmens. Ziel sei es, Volkswagen wirtschaftlich zukunftssicher aufzustellen, da nur ein profitables Unternehmen langfristig sichere Arbeitsplätze garantieren könne. Einen Vertragsbruch sieht der Vorstand in dem Schritt nicht.

Konkret plant der Konzern unter anderem eine neue Arbeitszeitregelung. Bislang gilt bei VW die 35-Stunden-Woche, die zu den besonderen Errungenschaften der Belegschaft zählt. Eine Rückkehr zu längeren Arbeitszeiten ist aus Sicht des Managements ein zentraler Hebel zur Kostensenkung.

Gewerkschaft und Betriebsrat alarmiert

Für Gewerkschaft und Betriebsrat bedeutet die Tarifkündigung einen neuen Vertrauensbruch. Die Arbeitnehmervertreter betonen, dass die Belegschaft sich nicht mehr darauf verlassen könne, dass der Vorstand zu gemeinsam getroffenen Vereinbarungen stehe. Das Verhältnis zwischen den Tarifparteien gilt schon seit Monaten als belastet.

Die Stimmung in der Belegschaft dürfte sich in den kommenden Wochen weiter verschlechtern. Bis zur nächsten geplanten Verhandlungsrunde in der zweiten Oktoberhälfte rechnen Beobachter mit einer deutlichen Verschärfung des Tons.

Experten befürworten 40-Stunden-Woche trotz Kritik an Kommunikation

Branchenexperten üben zwar Kritik an der Art und Weise, wie Volkswagen den Schritt kommuniziert hat, sprechen sich inhaltlich aber für eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche aus. Ihre Begründung ist vor allem ökonomischer Natur:

  • Eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche würde die Personalkosten in der Automobilindustrie um rund 13 Prozent senken.
  • Der internationale Wettbewerbsdruck auf deutsche Autobauer hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.
  • Eine flexiblere Arbeitszeitregelung könnte die Produktivität der Werke erhöhen.
  • Ohne strukturelle Einsparungen drohen langfristig Stellenabbau und Werksschließungen.

Die Kostenfrage ist damit nicht nur ein tarifpolitisches, sondern auch ein industriepolitisches Problem von nationalem Gewicht.

Ausblick: Entscheidende Wochen für den VW-Konzern

Die kommenden Wochen werden für Volkswagen richtungsweisend sein. In der zweiten Oktoberhälfte wollen sich die Tarifparteien erneut an den Verhandlungstisch setzen. Gelingt keine Einigung, ist ein offener Arbeitskampf nicht auszuschließen. Die Frage nach der künftigen Arbeitszeit dürfte dabei zum zentralen Streitpunkt werden – mit weitreichenden Folgen nicht nur für die rund 120.000 Beschäftigten am Standort Wolfsburg, sondern für die gesamte deutsche Automobilindustrie. Der Ausgang des Konflikts könnte zum Präzedenzfall für die Branche werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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