Monday, 28. September 2026
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Wadephul trifft Lawrow: Kein Durchbruch im Ukrainekrieg

Erstmals seit Kriegsbeginn sprachen die Außenminister Deutschlands und Russlands miteinander. Das Wadephul-Lawrow-Treffen in New York brachte keinen Durchbruch.

Redaktion · 27. September 2026, 12:15 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 27.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Am Rande der UN-Generalversammlung in New York haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands erstmals seit Beginn des Ukrainekrieges zu einem bilateralen Gespräch zusammengefunden. Johann Wadephul und Sergej Lawrow sprachen rund 20 Minuten miteinander — eine diplomatische Premiere, die jedoch keine Annäherung im festgefahrenen Konflikt brachte. Die Atmosphäre zwischen den beiden Ministern wurde als angespannt bis frostig beschrieben.

Erstes Treffen seit dem Angriff auf die Ukraine

Das Wadephul-Lawrow-Treffen ist das erste direkte Gespräch auf dieser Ebene seit dem Besuch von Wadephuls Amtsvorgängerin Annalena Baerbock in Moskau — kurz vor dem russischen Großangriff im Februar 2022. Auf Instagram erläuterte Wadephul anschließend seine Beweggründe für den diplomatischen Vorstoß.

„Durch zahlreiche Kollegen aus anderen Staaten wurde mir übermittelt, dass Russland bereit ist zu sprechen”, erklärte der Bundesaußenminister. „Deutschland will Frieden, Europa will Frieden, die Welt will Frieden. Und deswegen war ich der Auffassung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist zu sprechen.”

Geopolitischer Druck als Antrieb

Hinter dem deutschen Gesprächsangebot steckt auch ein strategisches Kalkül. US-Präsident Donald Trump hatte Kremlchef Wladimir Putin kurz zuvor zum G20-Gipfel nach Miami eingeladen — ein Signal, das in europäischen Hauptstädten aufmerksam registriert wurde. Europa will Gespräche mit Russland nicht allein den USA überlassen.

Zusätzlichen innenpolitischen Druck erzeugte das starke Abschneiden russlandfreundlicher Parteien bei den jüngsten Landtagswahlen in Deutschland. Die Bundesregierung sah sich damit veranlasst, eigene diplomatische Aktivitäten zu entfalten.

  • Erstmaliges bilaterales Treffen seit Kriegsbeginn 2022
  • Trumps Einladung Putins zum G20-Gipfel als europäischer Weckruf
  • Innenpolitischer Druck nach Landtagswahlen mit russlandnahen Parteien
  • Keine Einigung über sichere Getreideexporte durch das Schwarze Meer

Lawrow zeigt sich unbeeindruckt

Auf russischer Seite fiel die Reaktion ernüchternd aus. Außenminister Lawrow gab sich demonstrativ gelangweilt: „Ich habe nichts Neues gehört im Vergleich zu dem, was Berlin täglich öffentlich erklärt”, sagte er. „Ich dachte, sie hätten etwas Interessantes, Ungewöhnliches zu berichten, aber sie hätten auch einfach anrufen können.”

Wadephul selbst räumte ein, dass Russland bedauerlicherweise keine Bereitschaft zeige, in eine konstruktive Verhandlungsposition zu gehen. Auch Bemühungen um eine Vereinbarung zur Sicherung von Getreidelieferungen durch das Schwarze Meer blieben ohne Ergebnis.

Selenskyj warnt: Putin will keinen Frieden

Während die Diplomaten in New York reden, geht der Ukrainekrieg mit unvermindeter Härte weiter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zog eine düstere Bilanz: „Ganz offensichtlich wollen die Russen den Krieg derzeit nicht beenden. Putin findet ständig einen Vorwand, sich nicht zu treffen, nicht zu verhandeln, das Töten nicht zu beenden.”

Selenskyj warf dem Kreml vor, aktiv nach Gründen zu suchen, den Krieg fortzusetzen — eine Einschätzung, die durch Lawrows Auftreten in New York kaum widerlegt wurde.

Ein Ende des Ukrainekrieges bleibt in weiter Ferne. Dennoch bewerten Beobachter das Gespräch zwischen Wadephul und Lawrow als kleinen, aber symbolisch wichtigen Schritt: Gesprächskanäle offen zu halten gilt in der Diplomatie als Grundvoraussetzung für jeden späteren Friedensprozess. Ob aus diesem ersten Kontakt mehr folgt, hängt vor allem vom Willen Moskaus ab.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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