Thursday, 29. October 2026
AfD

Merz-Rutsch: CDU verliert in allen Bundesländern

Der sogenannte Merz-Rutsch zieht die CDU in allen 16 Bundesländern nach unten. Aktuelle Umfragen zeigen dramatische Verluste – und die AfD rückt immer näher.

Redaktion · 28. October 2026, 14:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 28.10.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der sogenannte Merz-Rutsch entwickelt sich zur ernsthaften Bedrohung für die gesamte CDU: In allen 16 Bundesländern liegt die Union mittlerweile unter ihrem jeweils letzten Wahlergebnis. Aktuelle Umfragen zeigen dramatische Einbrüche – und das ausgerechnet in einer Phase, in der 2027 gleich fünf weitere Landtagswahlen anstehen. Gleichzeitig rückt die AfD bundesweit immer näher an die CDU heran, auch in westdeutschen Ländern, in denen sie bislang kaum eine Rolle spielte.

Einbrüche in allen Bundesländern – auch im Westen

Besonders deutlich zeigt sich der Abwärtstrend bei jenen Ministerpräsidenten, die als besonders erfolgreiche und ruhige Regenten galten. Daniel Günther in Schleswig-Holstein liegt laut aktuellen Erhebungen satte 16,4 Prozentpunkte unter seinem letzten Wahlergebnis von 43 Prozent – damit hat er statistisch jeden vierten Wähler verloren. Hendrik Wüst in Nordrhein-Westfalen verliert fast zehn Prozentpunkte, und in Hessen kommt die CDU unter Boris Rhein nur noch auf 25 Prozent – ein Einbruch von 9,6 Punkten gegenüber der letzten Wahl.

Einzige Ausnahme bleibt Markus Söder in Bayern, der als einziger Ministerpräsident noch über der 30-Prozent-Marke liegt. Die strukturell guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Freistaat gelten als wesentlicher Grund dafür, dass Bayern vom Bundestrend weitgehend abgekoppelt ist.

Die AfD als Westphänomen – Kopf-an-Kopf-Rennen drohen

Die AfD ist schon lange kein rein ostdeutsches Phänomen mehr. Die aktuellen Umfragewerte für die fünf Bundesländer, in denen 2027 gewählt wird, verdeutlichen das:

  • Saarland: CDU 25 %, AfD 23 %
  • Schleswig-Holstein: CDU 27 %, AfD 18 % – bei der letzten Wahl war die AfD noch unter der 5-Prozent-Hürde
  • Nordrhein-Westfalen: CDU 26 %, AfD 21 % – bei der letzten Wahl kam die AfD auf 5,4 %
  • Bremen: CDU 21 %, AfD 17 %
  • Niedersachsen: CDU 22 %, AfD 21 %

Besonders auffällig: Der AfD-Landesverband in Nordrhein-Westfalen befindet sich intern in einem monatelangen Richtungsstreit – und erzielt trotzdem Werte von über 20 Prozent. Das Erstarken der AfD speist sich offenkundig weniger aus eigener programmatischer Stärke als aus dem wachsenden Verdruss über die etablierten Parteien.

Inhaltliche Leere und das Versagen der Brandmauer-Strategie

Ein zentrales Problem der Union ist nach Einschätzung vieler Beobachter die inhaltliche Entkernung der Partei. Die Strategie, sich als Bollwerk gegen die AfD zu positionieren – ohne ein eigenständiges, klar erkennbares Programm zu präsentieren – verfängt beim Wähler nicht. Wer Union wähle, so die Kritik, wisse nicht mehr, welche Politik er damit tatsächlich bekommt.

Hinzu kommt das Koalitionsdilemma: In Kernthemen wie Migrationspolitik, Staatsfinanzen, Wirtschafts- und Energiepolitik sowie Sozialstaatsreform sieht sich die Union durch Koalitionspartner mit entgegengesetzten Positionen blockiert. Das Ergebnis sind Kompromisse, die weder als Erfolg kommunizierbar sind noch die Probleme spürbar lösen – aber dennoch Zumutungen für die Bürger bedeuten.

Friedrich Merz hatte im Wahlkampf unter anderem eine Migrationswende und einen „Herbst der Reformen” versprochen. Beides ist aus Sicht vieler Wähler ausgeblieben. Eine aktuelle Forsa-Umfrage unterstreicht das Ausmaß des Vertrauensverlusts: 87 Prozent der Deutschen sorgen sich, dass die Bundesregierung mit den Problemen des Landes überfordert ist. Nur 13 Prozent haben in dieser Hinsicht keine oder kaum Bedenken.

Demografische Zeitbombe und fehlende Erneuerung

Neben den akuten Umfrageproblemen zeichnet sich für die Union ein strukturelles Langfristproblem ab. Der durchschnittliche CDU-Wähler ist deutlich älter als 60 Jahre. Mit dem Renteneintritt der Babyboomer-Generation wächst zudem der Druck auf Haushalte und Sozialsysteme erheblich. Experten warnen: Wenn die Union keine jüngeren Wählerschichten erschließt und kein überzeugendes Zukunftsangebot entwickelt, könnte die Partei nicht nur politisch, sondern auch demografisch an Bedeutung verlieren.

Für die kommenden Landtagswahlen 2027 zeichnen sich mehrere Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und AfD ab. Sollte der aktuelle Trend anhalten, droht der Union mittelfristig der Absturz vom einstigen Volksparteistatus zum Juniorpartner. Eine Kurskorrektur – ob inhaltlich, personell oder kommunikativ – ist damit aus Sicht vieler Parteibeobachter keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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