65 Jahre Mauerbau: Weimer warnt vor DDR-Verharmlosung

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Dieses Video wurde am 13.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Am 13. August 2026 jährt sich der Beginn des Baus der Berliner Mauer zum 65. Mal. Zum Mauerbau-Jahrestag mahnen Politiker und Opferverbände gleichermaßen vor einer Verharmlosung der DDR-Diktatur. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bezeichnete die Mauer in einem Interview als „Menschheitsverbrechen” und wandte sich scharf gegen Bestrebungen, das SED-Regime nachträglich zu verklären. Gedenkveranstaltungen fanden an der Gedenkstätte Bernauerstraße in Berlin-Mitte und am Brandenburger Tor statt.

Gedenkveranstaltungen zum Mauerbau-Jahrestag in Berlin

Die zentrale Gedenkfeier zum 65. Jahrestag des Mauerbaus fand an der Gedenkstätte Bernauerstraße in Berlin-Mitte statt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner nahmen an einem Gedenkgottesdienst teil, bei dem auch Angehörige von Maueropfern zugegen waren. Am Brandenburger Tor wurde anschließend der Todesopfer des DDR-Grenzregimes gedacht.

Wolfram Weimer, der 1964 – drei Jahre nach dem Mauerbau – in Hessen geboren wurde, schilderte seine persönliche Erinnerung an den Fall der Mauer 1989: „Wir sind sofort ins Auto gesprungen, nach Thüringen gefahren zur Wartburg, und alle lagen sich in den Armen. Haben geweint vor Glück.” Für ihn sei die Überwindung der Mauer eine „Sternstunde Deutschlands” gewesen.

Weimer: „Die DDR war ein kalter Verbrecherstaat”

Weimer kritisierte scharf, dass sowohl Teile der Linkspartei als auch die AfD die Geschichte der DDR verharmlosen würden. Er warnte vor einem Geschichtsrevisionismus, der das Unrechtsregime verniedliche und seine Verbrechen aus dem kollektiven Bewusstsein verdränge.

Als Beleg nannte er eine Wahlkampfveranstaltung in Sachsen-Anhalt, bei der die DDR-Hymne gesungen worden sein soll. Weimer betonte, die DDR sei kein „niedlicher Staat der sozialen Wärme” gewesen, sondern habe systematisch Grundrechte verletzt. Er listete konkrete Merkmale des Regimes auf:

  • Keine freien Wahlen
  • Keine Pressefreiheit
  • Keine Reisefreiheit – stattdessen der Todesstreifen
  • Massenüberwachung durch die Stasi, Abhörung von Millionen Menschen
  • Politische Verfolgung und Inhaftierung von Andersdenkenden

Als eindrückliches Beispiel schilderte Weimer die Geschichte einer DDR-Widerständlerin, deren Stasi-Akte tausend Seiten umfasste – obwohl sie lediglich ins Kino fahren wollte. Sie wurde verhaftet und saß drei Jahre im Gefängnis.

Politische Polarisierung und die Warnung vor den Extremen

Weimer ordnete die Debatte in einen größeren politischen Kontext ein. Er sieht Deutschland nach Jahren der Wirtschaftskrise in einer ernsten Lage, in der sich politische Extreme gegenseitig aufschaukelten. Mit Blick auf bevorstehende Wahlen warnte er: Sachsen-Anhalt drohe nach rechts abzurutschen, Berlin nach links.

Besondere Brisanz erhält die Debatte durch Umfragen, denen zufolge die Linkspartei – als Nachfolgepartei der SED – bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus stärkste Kraft werden und den Regierenden Bürgermeister stellen könnte. Weimer nannte diese Perspektive „eine bittere”, gerade angesichts des Leids, das das SED-Regime in Berlin hinterlassen habe – von der Mauer bis zu den Folterkellern in Hohenschönhausen.

Auch die Grünen-Politikerin und gebürtige Ostdeutsche Katrine Güring-Eckert forderte eine intensivere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der deutschen Teilung.

Appell an die demokratische Mitte

Weimer schloss mit einem eindringlichen Appell: Die Demokratie brauche engagierte Bürger der Mitte, die sich nicht von extremen Kräften vereinnahmen ließen. „Engagiert euch für die Freiheit, für die Demokratie und lasst uns nicht in einem Moment, wo es Deutschland mal nicht gut geht, gleich wieder den Extremen uns vor die Füße werfen”, sagte der Kulturstaatsminister.

65 Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus bleibt die Erinnerung an das DDR-Unrecht damit nicht nur historische Pflicht, sondern aktuell-politische Aufgabe. Wie der Umgang mit dieser Geschichte die Wahlentscheidungen der Bürgerinnen und Bürger beeinflusst, wird sich spätestens bei den nächsten Wahlen zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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