Dieses Video wurde am 17.08.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Zwanzig Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eskaliert der Wahlkampf zu einer offenen Schlammschlacht. CDU-nahe Akteure bezeichnen AfD-Wähler als „Schädlinge”, die SPD beschwört eine „blaue Flut” und externe NGOs mobilisieren Freiwillige für taktisches Wählen. Gleichzeitig sackt die Union bundesweit auf historische 20 Prozent ab, während Friedrich Merz selbst in der eigenen Partei keine Mehrheit mehr hat. Eine Analyse der fragwürdigen Methoden und ihrer Ursachen.
Kabarettist Hallerforden: AfD-Wähler als „Schädlinge”
Der 91-jährige Kabarettist Dieter Hallerforden macht Wahlkampf für CDU-Ministerpräsident Sven Schulze in Magdeburg – und sorgt mit einem Kurzclip für Empörung. Darin stellt er die Wahl der AfD mit „Schädlingsbekämpfung” gleich. Der Begriff ist historisch schwer vorbelastet und stammt aus dem Vokabular der NS-Propaganda.
Obwohl Hallerforden als Kabarettist unter dem Schutz der Meinungsfreiheit agiert, wirft die enge Verknüpfung mit dem CDU-Spitzenkandidaten ein schlechtes Licht auf die Partei. Sven Schulze hatte bereits zuvor gemeinsam mit Hallerforden Wahlkampfauftritte absolviert. Der Effekt: Viele Wähler rechnen die Aussage der CDU direkt an. Wer AfD-Wähler – viele davon frühere CDU-Wähler – als Schädlinge bezeichnet, verliert jeden Anspruch, sie zurückzugewinnen.
Hallerforden veröffentlichte ein weiteres Video, in dem er die AfD mit einem „Feuersturm für die Demokratie” vergleicht. Kritiker sehen darin lediglich eine Neuauflage des abgenutzten „Brandmauer”-Narrativs unter anderem Vorzeichen.
SPD Sachsen-Anhalt: „Wir sind der Deich gegen die blaue Flut”
Die SPD im Land, die sich bewusst als „Willingmann-SPD” von der Bundespartei distanziert, setzt auf ein emotionales Wahlkampfvideo. Spitzenkandidat Willingmann ruft darin zur Verteidigung demokratischer Deiche gegen eine drohende Flutwelle rechter Politik auf.
Das Problem: Die Partei steht laut aktuellen Umfragen bei gerade einmal 6,6 Prozent – und kämpft damit schlicht ums Überleben im Landtag. Inhaltliche Botschaften fehlen im Video weitgehend. Stattdessen dominiert die Anti-AfD-Rhetorik. Dabei haben viele heutige AfD-Wähler früher SPD gewählt – insbesondere Arbeiter und Geringverdiener.
- SPD Sachsen-Anhalt: ca. 6,6 % in aktuellen Umfragen
- AfD Sachsen-Anhalt: ca. 43 % – mit Aussicht auf absolute Mehrheit
- CDU Sachsen-Anhalt kämpft mit dem Absturz der Bundespartei auf 20 %
- Grüne und SPD müssen um den Einzug in den Landtag bangen
Wer nur damit wirbt, eine Partei zu verhindern, liefert den Wählern keinen Grund, selbst zur Urne zu gehen – eine Strategie, die politisch wie kommunikativ riskant ist.
NGOs und taktisches Wählen: Externe Einflussnahme auf den Wahlkampf
Recherchen zeigen: Berliner NGOs schicken Freiwillige nach Sachsen-Anhalt, die Türen klingeln, Plakate hängen und Passanten mit Flyern ansprechen. Finanziert werden einige Gruppen von der linken Organisation Campact, die laut Berichten mehr als drei Millionen Euro in den Wahlkampf pumpt – ohne direkte Steuermittel, aber mit institutioneller Vernetzung.
Parallel wirbt die Initiative „Taktisch Wählen” für eine gezielte Stimmensplittung: Erststimme CDU (als größtem AfD-Konkurrenten im Direktmandat), Zweitstimme SPD oder Grüne – je nach Wahlkreis. Das Ziel ist klar: Die AfD-Absolute Mehrheit verhindern, ohne auf inhaltliche Überzeugung zu setzen.
Kritiker betonen, dass ein solches taktisches Wählen das demokratische Grundprinzip untergräbt: Wer nicht nach eigenen Überzeugungen wählt, sondern nur zur Verhinderung einer Partei, verliert politisch die eigene Stimme.
CDU unter Merz: Historischer Absturz ohne Kurswechsel
Der Schlammwahlkampf in Sachsen-Anhalt ist Symptom einer tiefer liegenden Krise der etablierten Parteien. Friedrich Merz hat nach aktuellen Berichten selbst in der CDU keine gesicherte Mehrheit mehr. Einflussreiche Unionspolitiker äußern sich offen enttäuscht, manche sprechen von einer „Herde auf dem Weg zum Schlachthof”.
Die Union liegt bundesweit bei nur noch 20 Prozent – der schlechteste Wert seit 1949. Rechnet man die CSU heraus, verbleiben für die CDU allein womöglich nur noch 16 Prozent oder weniger. Viele frühere CDU-Wähler sind zur AfD abgewandert, weil diese heute Positionen vertritt, die einst Markenzeichen der Union waren. Ohne inhaltliches Profil fehlt der CDU jedes Argument für eine Rückgewinnung dieser Wähler.
Ob die Schlammtaktik im Wahlkampf Sachsen-Anhalt die AfD tatsächlich aufhält, bleibt fraglich. Die Umfragen sprechen eine deutliche Sprache – und die Methoden der Konkurrenz scheinen eher die eigene Glaubwürdigkeit zu beschädigen als die Stärke der AfD zu brechen. Die Landtagswahl am 6. September wird zeigen, ob Verunglimpfungen oder Inhalte die Wähler überzeugen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


