AfD-Erstarken: Stefan Aust macht Parteien verantwortlich

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Dieses Video wurde am 18.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das AfD-Erstarken ist keine Leistung der Partei selbst, sondern das Ergebnis politischer Fehler der etablierten Parteien — zu diesem Schluss kommt Stefan Aust, Autor und ehemaliger Herausgeber der Welt am Sonntag, in einem Interview mit dem WELT Nachrichtensender. Gemeinsam mit Rafael Selichmann hat er das Buch „Brandmauer – Wie umgehen mit der AfD?” herausgegeben, in dem Politiker, Autoren und Theologen das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

Schlechte Politik als Konjunkturprogramm für die AfD

Für Aust ist die Ursache des AfD-Aufstiegs eindeutig: Die etablierten Parteien haben in zentralen Politikfeldern versagt und damit der AfD den Weg geebnet. Besonders zwei Themenfelder nennt er als entscheidend.

  • Migrationspolitik: Die Politik der offenen Grenzen unter Angela Merkel habe maßgeblich zum Erstarken der AfD beigetragen. Aust formulierte bereits damals als Chefredakteur öffentlich, diese Politik sei „ein Konjunkturprogramm für rechte Gruppen und Parteien”.
  • Energiepolitik: Von Windrädern über die CO2-Abgabe bis hin zur gesamten Energiewende — diese Maßnahmen belasteten das Land wirtschaftlich erheblich und entfremdeten große Teile der Wählerschaft von den Regierungsparteien.
  • Koalitionspolitik: CDU-Wähler fanden sich in Koalitionen mit Grünen, SPD und Linken wieder — also dem genauen Gegenteil ihrer politischen Präferenzen.

Die Konsequenz: Viele Wähler blieben den Wahlen ganz fern, andere wandten sich der AfD zu. Aust sieht darin keine Überraschung, sondern eine logische Reaktion auf politisches Missmanagement.

Die Brandmauer: Konzept mit gegenteiliger Wirkung

Die sogenannte Brandmauer — die bewusste Abgrenzungsstrategie der Mitte-Parteien gegenüber der AfD — ist laut Aust gescheitert. Das Konzept sehe vor, mit der AfD keine Koalitionen zu bilden, keine gemeinsamen Abstimmungen zu suchen und sie von parlamentarischen Posten fernzuhalten.

Doch genau diese Strategie habe das Gegenteil bewirkt. Aust zieht einen historischen Vergleich: „Mauern bringen nicht immer das, was sie sollen.” Die Berliner Mauer etwa sei letztlich eingerissen worden — und habe zuvor vor allem als Beweis dafür gedient, dass die DDR keine echte Demokratie war. Wer seine Bürger einsperre, demonstriere damit die eigene Schwäche.

Übertragen auf die aktuelle Situation bedeutet das: Der Versuch, die AfD politisch abzuschotten, habe ihr Wachstum nicht gebremst, sondern befördert. Die Strategie habe sich als nicht tragfähig erwiesen, und die Parteien müssten nun neue Antworten finden.

Das Buch als Debattenbeitrag, nicht als Rezept

Das von Aust und Rafael Selichmann herausgegebene Sammelwerk erhebt keinen Anspruch auf eine fertige Lösung. Stattdessen versammelt es bewusst unterschiedliche Perspektiven: Politiker, Schriftsteller und eine Theologin kommen zu Wort, ohne dass eine einheitliche Linie vorgegeben wird.

Ziel sei es, „die Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln deutlich zu machen”. Dabei kommen auch die Risiken eines anderen Umgangs mit der AfD zur Sprache — etwa die Frage, ob ein Einreißen der Brandmauer Demokratie und Rechtsstaat gefährde. Diese Bedenken werden im Buch nicht ausgeblendet, aber auch nicht als abschließend behandelt.

Aust betont, dass jede Partei für sich selbst entscheiden müsse, wie sie mit der AfD umgeht. Einen Königsweg gebe es nicht — aber eine Erkenntnis sei klar: Die bisherige Strategie hat nicht funktioniert.

Ausblick: Politische Verantwortung gefordert

Die Debatte um den richtigen Umgang mit der AfD dürfte angesichts ihrer anhaltend hohen Umfragewerte nicht abreißen. Austs Analyse legt nahe, dass eine Stabilisierung der demokratischen Mitte nur über inhaltliche Überzeugungsarbeit gelingen kann — nicht über Ausgrenzung. Solange zentrale Themen wie Migration, Energiekosten und wirtschaftliche Belastungen von den Volksparteien nicht überzeugend adressiert werden, bleibt die AfD eine politische Kraft, die aus dem Protest lebt. Die eigentliche Aufgabe der etablierten Parteien sei damit nicht die Abwehr der AfD — sondern die Rückgewinnung des Vertrauens ihrer ehemaligen Wähler.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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