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Kraftstoffpreise: Reiche will Mehrwertsteuer senken

Wirtschaftsministerin Reiche schlägt vor, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoff von 19 auf 7 % zu senken – als schnelle Entlastung für Bürger und Gewerbe.

Redaktion · 17. September 2026, 11:28 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die hohen Kraftstoffpreise belasten Millionen Menschen in Deutschland täglich – an der Zapfsäule, aber auch mittelständische Unternehmen und das Logistikgewerbe. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat nun einen konkreten Vorschlag in die Debatte eingebracht: eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 19 auf 7 Prozent. Die Maßnahme soll schnell und spürbar wirken – direkt beim Tanken. Gleichzeitig prüft die Ministerin zusätzliche Entlastungen für Gewerbetreibende und einkommensschwache Haushalte.

Mehrwertsteuer auf Kraftstoff: Der Kernvorschlag

Im Zentrum des Vorstoßes steht eine temporäre Absenkung der Umsatzsteuer auf Benzin und Diesel von derzeit 19 auf 7 Prozent. Reiche betonte, dass diese Maßnahme unmittelbar nach ihrer Einführung wirken würde – ohne lange Vorlaufzeit oder bürokratischen Aufwand.

Der Vorteil: Die Entlastung kommt direkt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern an, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Gerade für Menschen, die morgens pendeln oder in ländlichen Regionen ohne ausreichende Alternativen zum Auto leben, wäre dies eine spürbare finanzielle Erleichterung.

Offen ist noch, wie lange die Absenkung gelten soll und unter welchen Bedingungen sie wieder aufgehoben wird. Die Beratungen in der Bundesregierung laufen nach Angaben der Ministerin derzeit noch.

Gewerbe und Mittelstand: Zusätzliche Entlastung geplant

Ein strukturelles Problem der Mehrwertsteuersenkung: Unternehmen, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, profitieren von einer solchen Maßnahme nicht direkt – sie erstatten sich die gezahlte Mehrwertsteuer ohnehin über das Finanzamt zurück.

Besonders betroffen sind damit Unternehmen aus dem Transportgewerbe und der Logistikbranche, die zwar hohe Kraftstoffkosten tragen, aber keinen direkten Nutzen aus der Steuersenkung ziehen würden. Reiche kündigte an, gezielte Entlastungswege für diese Gruppe zu prüfen.

  • Speditions- und Transportunternehmen zählen zu den größten Leidtragenden hoher Spritpreise
  • Der Vorsteuerabzug schließt sie von einer direkten Mehrwertsteuerentlastung aus
  • Gezielte Förderprogramme oder direkte Zuschüsse werden als Alternativen geprüft
  • Besonders kleine und mittelständische Betriebe stehen im Fokus der Überlegungen

Direktauszahlung für einkommensschwache Haushalte

Für Menschen mit niedrigem Einkommen, die auch nach einer Mehrwertsteuersenkung weiterhin stark belastet wären – etwa weil sie einen unverhältnismäßig hohen Anteil ihres Budgets für Mobilität aufwenden –, erneuerte Reiche ihren Vorschlag eines Direktauszahlungsmechanismus.

Dieser soll laut Ministerin zu Beginn des kommenden Jahres einsatzbereit sein. Die direkte Auszahlung gilt als effizienteres Instrument, um gezielt soziale Härten abzufedern, ohne breit gestreute und kostspielige Subventionen einzusetzen.

Damit verfolgt die Bundesregierung einen dreistufigen Ansatz: kurzfristige Entlastung für alle Autofahrer über die Mehrwertsteuer, gezielte Kompensation für das Gewerbe sowie eine Absicherung für einkommensschwache Haushalte.

Spritpreisdeckel: Reiche lehnt ihn klar ab

Einen Spritpreisdeckel – also eine staatlich festgelegte Preisobergrenze für Kraftstoff – lehnt Wirtschaftsministerin Reiche ausdrücklich ab. Ihre Begründung: Ein solcher Deckel würde die mittelständische Raffineriewirtschaft in Deutschland schwächen.

Raffinerien produzieren hierzulande Diesel, Benzin, Heizöl und Kerosin – und sind damit ein zentraler Bestandteil der Energieversorgung. Eine Preisobergrenze könnte Investitionen in diese Infrastruktur gefährden und die Versorgungssicherheit langfristig beeinträchtigen.

Zudem verweist Reiche auf internationale Erfahrungen: In mehreren EU-Mitgliedstaaten wurde ein Spritpreisdeckel bereits eingeführt – und musste wieder zurückgenommen werden, weil er die erhofften Effekte nicht brachte oder Marktverzerrungen verursachte.

Die politische Debatte um die Entlastung der Bevölkerung bei den Energiekosten dürfte damit nicht abgeschlossen sein. Wie schnell konkrete Beschlüsse folgen und ob die Koalition sich auf ein Paket einigen kann, bleibt in den kommenden Wochen abzuwarten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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