Friday, 18. September 2026
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Merz-Rede in Berlin: Stolz, Krise und Reformen

Bundeskanzler Merz wirbt bei der Berliner CDU für Optimismus: Deutschland sei auf dem Weg aus der Krise – mit Rekord-Startups, Verwaltungsreform und klarer Migrationspolitik.

Redaktion · 17. September 2026, 18:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Auftritt auf einer Wahlkampfveranstaltung der Berliner CDU im Konrad-Adenauer-Haus eine programmatische Rede gehalten. Merz sprach über Berlins Rolle als Weltmetropole, die wirtschaftliche Erholung Deutschlands, die Korrektur der Migrationspolitik und den entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus. Politikexperte Peter Tide kommentierte die Rede unmittelbar danach – und hob einen Satz besonders hervor: Merz habe gesagt, man sei auf einem „guten”, aber noch nicht auf dem „richtigen” Weg.

Berlin als europäische Weltmetropole

Merz eröffnete seine Rede mit einem historischen Rückblick auf die deutsche Teilung und die Wiedervereinigung. Er erinnerte daran, wie Europa damals ungläubig auf Berlin geschaut habe, als die Mauer fiel. Heute, 36 Jahre später, stehe die Hauptstadt erneut im Mittelpunkt – diesmal als Sinnbild für staatliche Erneuerung.

Der Kanzler rief zu mehr Selbstbewusstsein auf: Deutschland und Berlin würden von der Welt wahrgenommen und es werde erwartet, dass das Land zur Stabilität Europas beitrage. Merz zitierte die historischen Auftritte von John F. Kennedy und Ronald Reagan vor dem Brandenburger Tor als Beispiele dafür, dass mutige Worte Wirklichkeit werden können.

Besonders hob er die kulturelle Strahlkraft der Hauptstadt hervor: Berlin sei nicht nur eine deutsche oder europäische, sondern eine Weltkulturstadt. Der neu abgeschlossene Hauptstadtvertrag zwischen Bund und Berlin sichere die Zusammenarbeit – auch und gerade im kulturellen Bereich – für die kommenden Jahre.

Wirtschaftliche Erholung und Startup-Boom

Ein zentraler Teil der Merz-Rede galt der wirtschaftlichen Lage. Der Kanzler verkündete, Deutschland sei auf dem Weg aus der Rezession: Für 2026 prognostizierte er ein Wirtschaftswachstum von rund 1,3 Prozent, was einer Mehrleistung von etwa 60 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr entspreche.

  • Im Jahr 2025 wurden rund 35.000 neue Unternehmen gegründet – ein absoluter Rekord.
  • Bereits im ersten Halbjahr 2026 folgten weitere 3.000 Neugründungen.
  • Die Hälfte der neuen Unternehmen ist im Bereich Künstliche Intelligenz tätig.
  • Die deutschen Exportzahlen steigen, die Beschäftigung wächst.
  • Die Arbeitslöhne erhöhen sich schneller als die Inflationsrate.

Berlin bezeichnete Merz als „KI-Hauptstadt” und „Startup-Hauptstadt”. Er rief dazu auf, trotz aller berechtigten Kritik das positive Bild des Landes nicht aus dem Blick zu verlieren: „Wir leben in einem fantastischen Land.” Zugleich räumte er ein, dass der Aufschwung noch nicht selbsttragend sei und weitere Reformen – insbesondere bei den sozialen Sicherungssystemen – notwendig blieben.

Migrationspolitik: Korrektur mit klarer Botschaft

Merz verteidigte die unter Innenminister Alexander Dobrindt durchgesetzte Wende in der Einwanderungspolitik. Die Zahl der irregulären Einreisen sei im Vergleich zu 2024 um mehr als 60 Prozent gesunken. Deutschland bleibe ein Einwanderungsland – aber gezielt für den Arbeitsmarkt, nicht für die Sozialsysteme.

Der Kanzler betonte ausdrücklich, dass Einwanderer in Pflege, Bau, Gastronomie und Gesundheitswesen unverzichtbar seien. Gleichzeitig stellte er klar: Wer sich nicht an die Regeln halte, müsse das Land verlassen. Im Kabinett sei zuletzt ein Zehn-Punkte-Plan als Reaktion auf jüngste Anschläge in Berlin verabschiedet worden.

Klare Absage an Antisemitismus

Den emotionalen Höhepunkt der Rede bildete Merz’ Ansage gegen Antisemitismus. Er bezeichnete ihn als „perfideste Form der Ausländerfeindlichkeit” und erklärte, er hätte nicht für möglich gehalten, dass jüdische Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wieder Ziel von Angriffen werden könnten.

Merz bekräftigte das staatliche Schutzversprechen: Menschen sollten in Berlin leben, lieben und feiern können, wie sie wollten – unabhängig von Herkunft oder Lebensweise. Ausländerfeindlichkeit und Judenhass hätten keinen Platz im Land.

Politikanalyst Peter Tide hob in seiner Kurzanalyse hervor, dass Merz mit dieser Formulierung implizit auf antisemitische Strömungen im linken politischen Spektrum gezielt habe. Als bemerkenswertesten Satz der Rede wertete Tide die Selbsteinschränkung des Kanzlers: „Wir sind auf einem guten Weg” – nicht auf dem richtigen. Auch die versteckte Aufforderung an die SPD, verabredete Koalitionsreformen endlich umzusetzen, las Tide als klares Signal innerhalb der Bundesregierung.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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