Höcke fordert Sondereinheit für Abschiebungen
Björn Höcke will die Thüringer Polizei mit einer verstärkten Sondereinheit für Abschiebungen ausstatten und mehr Befugnisse durchsetzen.
Dieses Video wurde am 17.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat eine deutliche Verschärfung des Abschiebekurses gefordert. Konkret verlangt er den Ausbau der bestehenden zentralen Polizeieinheit in Thüringen zu einer personell und materiell gestärkten Sondereinheit Abschiebung. Damit soll die Polizei mehr Befugnisse erhalten, um Abschiebungen konsequenter durchzusetzen. Details zu den geplanten zusätzlichen Rechten für die Beamten nannte Höcke jedoch nicht.
Sondereinheit soll Abschiebungen in Thüringen verstärken
Die Forderung richtet sich auf einen strukturellen Umbau innerhalb der Thüringer Polizei. Die bereits existierende zentrale Einheit, die sich mit Abschiebungen befasst, soll nach Höckes Vorstellung erheblich aufgestockt werden – sowohl beim Personal als auch bei der materiellen Ausstattung.
Ziel ist es laut Höcke, den Vollzug von Abschiebungsentscheidungen effizienter und konsequenter zu gestalten. Wie genau die erweiterten Polizeibefugnisse aussehen sollen und welche rechtlichen Grundlagen dafür geschaffen werden müssten, ließ der AfD-Politiker offen.
„Wohltemperierte Grausamkeit” – Höckes umstrittene Wortwahl
In seiner Begründung griff Höcke erneut auf einen seiner bekannten Begriffe zurück: die sogenannte „wohltemperierte Grausamkeit”. Damit meint er, dass ein Rechtsstaat in bestimmten Situationen zu harten, aber rechtlich legitimierten Maßnahmen greifen müsse, um seine Gesetze durchzusetzen.
Die Formulierung ist nicht neu – Höcke verwendet sie regelmäßig im migrationspolitischen Kontext. Kritiker sehen darin eine Verharmlosung staatlicher Härte gegenüber schutzsuchenden Menschen, während Befürworter sie als Plädoyer für konsequenten Gesetzesvollzug interpretieren.
Aussagen von Parteikollege Sigmund sollen missverstanden worden sein
Im selben Zusammenhang äußerte sich Höcke auch zu Aussagen seines Parteikollegen Eurich Sigmund. Diese seien nach Höckes Darstellung missverstanden worden. Inhaltlich präzisierte er nicht, welche konkreten Äußerungen Sigmunds gemeint waren oder in welchem Kontext das vermeintliche Missverständnis entstanden ist.
Die Klarstellung deutet darauf hin, dass es innerhalb der AfD-Thüringen oder in der öffentlichen Berichterstattung zu Interpretationsdifferenzen über die migrationspolitische Linie der Partei gekommen war.
Migrationspolitik als zentrales Thema der AfD in Thüringen
Höckes Vorstoß reiht sich in eine Serie von Forderungen ein, mit denen die AfD das Thema Migration und Abschiebepolitik auf der politischen Agenda halten will. Die wichtigsten Punkte seiner aktuellen Forderungen im Überblick:
- Ausbau der zentralen Polizeieinheit zu einer Sondereinheit Abschiebung
- Personelle und materielle Verstärkung dieser Einheit
- Erweiterung der Polizeibefugnisse bei Abschiebevollzug
- Konsequentere Umsetzung bestehender Abschiebungsentscheidungen
Konkrete Gesetzesinitiativen oder Koalitionsverhandlungen, die diese Forderungen kurzfristig umsetzbar machen könnten, sind derzeit nicht bekannt. Die AfD ist in Thüringen zwar stärkste Kraft, regiert aber nicht allein.
Ob Höckes Vorstoß politisch Wirkung entfaltet, hängt maßgeblich davon ab, ob andere Parteien im Thüringer Landtag Teile der Forderungen aufgreifen. Die Debatte um eine härtere Abschiebepraxis ist bundesweit im Gange – Höckes Initiative dürfte die Diskussion in Thüringen neu befeuern, ohne kurzfristig konkrete gesetzliche Änderungen erwarten zu lassen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.