Wednesday, 23. September 2026
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Altersvorsorgedepot

Altersvorsorgedepot: So holen Sparer das Maximum

Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar. Welche Förderungen es gibt, was es vom Riester unterscheidet und wie steigende Ölpreise die Inflation beeinflussen.

Redaktion · 23. September 2026, 14:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 23.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland bekommt ab dem 1. Januar eine neue Form der staatlich geförderten Altersvorsorge: das Altersvorsorgedepot. Das neue Instrument ermöglicht es Sparerinnen und Sparern erstmals, mit direkter staatlicher Unterstützung und ohne Garantiezwang am Kapitalmarkt zu investieren. Was hinter dem Modell steckt, welche Förderungen es gibt und welche wirtschaftlichen Risiken durch steigende Ölpreise und Zinsen drohen, erklärt Christian Weröl, Chief Economist bei Scalable Capital.

Altersvorsorgedepot: Drei entscheidende Vorteile für Sparer

Wer bislang auf einen klassischen ETF-Sparplan gesetzt hat, fragt sich zurecht: Warum sollte ich wechseln? Weröl nennt drei wesentliche Gründe, die das Altersvorsorgedepot attraktiv machen:

  • Staatliche Zuschüsse direkt ab Beginn der Einzahlungen
  • Steuerstundung auf alle Umschichtungen, Kursgewinne, Dividenden und Zinserträge während der gesamten Ansparphase
  • Günstigerprüfung: Die Einzahlungen können als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden — ergibt sich daraus ein höherer Vorteil als durch die Zuschüsse, wird dieser zusätzlich ausgezahlt

Im Ergebnis wird man steuerlich so gestellt, als würde man aus dem Bruttogehalt investieren. Das ist ein erheblicher Rendite-Hebel über lange Zeiträume.

Besondere Zusatzförderungen gibt es für Familien mit Kindern (300 Euro pro Kind und Jahr) sowie für Berufsanfänger unter 25 Jahren. Online-Rechner, etwa bei Scalable Capital, ermöglichen einen individuellen Vergleich des Fördervorteils.

Kein Garantiezwang: Der Bruch mit dem Riester-System

Der entscheidende Unterschied zum Riester-Modell liegt in der grundlegenden Konstruktion. Riester-Verträge sind mit einer Beitragsgarantie und einem Verrentungszwang verbunden — beides schränkt die Renditechancen erheblich ein und hat das System in der Vergangenheit unbeliebt gemacht.

Das Altersvorsorgedepot verzichtet auf beides. Der Staat fördert erstmals direkt die Beteiligung am Kapitalmarkt ohne vorgeschriebene Garantieprodukte. Weröl bezeichnet dies als eine Art „Zeitenwende” in der deutschen Vorsorge-Politik — vergleichbar mit der schwedischen Aktienrente, die seit rund 25 Jahren erfolgreich läuft.

Zwar kommt das System spät, doch der Experte empfiehlt, es sich genau anzusehen. Wer nach der Analyse zu dem Schluss kommt, dass ein Auszahlplan im Alter nicht seinen Vorstellungen entspricht, hat zumindest eines gelernt: Nichts am Kapitalmarkt zu tun ist keine sinnvolle Alternative.

Steigende Zinsen: Wer profitiert, wer zahlt drauf?

Parallel zum Start des neuen Vorsorgedepots bewegen sich die Kapitalmärkte in einem Umfeld steigender Zinsen. Sowohl die EZB als auch die US-Notenbank Fed haben die Leitzinsen angehoben. Für Sparer mit Tages- oder Festgeldkonten klingt das zunächst positiv. Doch die Kehrseite ist gravierend.

Weröl illustriert das Problem anhand eines konkreten Beispiels: Am 8. Oktober läuft eine Bundesanleihe über 24 Milliarden Euro aus, die 2021 noch zu einem Zinssatz von null Prozent begeben wurde. Die Anschlussfinanzierung erfolgt nun zu rund 3 Prozent. Dieses Muster wiederholt sich für alle Anleihen der vergangenen zehn Jahre — die Zinskosten im Staatshaushalt werden dadurch langfristig stark steigen und letztlich von der Gesellschaft getragen werden müssen.

Ölpreis und Inflation: Risiken für den Herbst

Ein weiterer Belastungsfaktor ist der steigende Ölpreis. Ausgelöst durch die Blockade der Straße von Hormus sowie weiterer Meerengen durch Huthi-Milizen sind globale Lieferketten erneut unter Druck geraten. Investmentbanken diskutieren Ölpreise von 130 bis 150 Dollar pro Barrel als mögliche Szenarien.

Das Problem beschränkt sich dabei nicht nur auf den Rohölpreis selbst. Der sogenannte Crackspread — die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den Preisen für Endprodukte wie Benzin, Diesel und Kerosin — liegt auf Rekordniveau. Zerstörte Raffineriekapazitäten am Golf und ausgefallene Produktionsanlagen in der Ukraine und Russland verschärfen die Lage zusätzlich.

Besonders heimtückisch: Hohe Energiepreise wirken sich auch indirekt aus. Erdgas wird etwa in der Düngemittelproduktion eingesetzt — steigende Energiekosten verteuern damit direkt die Lebensmittelproduktion. Wie die Pandemie gezeigt hat, lassen sich gerissene Lieferketten nicht über Nacht reparieren — ihre Neukalibrierung kann Monate bis Jahre dauern.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Der Herbst an den Börsen dürfte turbulent bleiben. Wer langfristig investiert — etwa über das neue Altersvorsorgedepot — sollte kurzfristige Schwankungen einkalkulieren, ohne den Blick auf den langfristigen Vermögensaufbau zu verlieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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