Saturday, 10. October 2026
AfD

Merz und die CDU: Vorwurf der Machtlosigkeit

Bild-Vize-Politikchef Piatov wirft Friedrich Merz und der CDU Handlungsunfähigkeit vor – bei Berlin, Sachsen-Anhalt und der Koalitionsdisziplin der SPD.

Redaktion · 10. October 2026, 07:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 10.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundeskanzler Friedrich Merz steht unter scharfer Kritik: Filipp Piatov, stellvertretender Politikchef der Bild-Zeitung, wirft Merz und der CDU eine umfassende Machtlosigkeit vor. Ob Berliner Koalitionsverhandlungen mit der Linken, ein drohender AfD-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt oder die fehlende Durchsetzungskraft gegenüber dem Koalitionspartner SPD – nach Einschätzung Piatovs beschränkt sich das Handeln des Kanzlers derzeit auf vage Äußerungen ohne erkennbare Konsequenzen.

Antisemitismus-Debatte: Wenn Mechanismen das Problem nicht lösen

Drei Verhandlungsrunden benötigten die Berliner Koalitionsparteien, um sich auf einen gemeinsamen Umgang mit antisemitischen Vorfällen zu einigen. Piatov stellt dabei eine grundsätzliche Frage: Wer einen solchen Mechanismus aufstellen muss, gibt damit bereits zu, dass er mit Antisemiten regieren will.

Das für Entscheidungen bei antisemitischen Vorfällen vorgesehene Expertengremium soll auch von der Linken besetzt werden – einer Partei, in der es nach Piatovs Einschätzung zu einer Verbrüderung mit Islamisten und organisierter Kriminalität gekommen sei. Für ihn stellt sich daher die Frage, warum SPD und Grüne eine solche Koalition überhaupt anstreben.

Seine Antwort: Es dürfte vor allem der Druck aus den eigenen Reihen sein. Die SPD begreife sich als linke Partei und tue sich schwer, einer anderen Linkspartei eine klare Absage zu erteilen – selbst wenn deren Profil weit entfernt von klassisch progressiven Werten liegt.

Söder und der Länderfinanzausgleich: Populismus ohne Umsetzung

Markus Söder hatte zuletzt beim Länderfinanzausgleich mit einer harten Ansage aufhorchen lassen: Ohne Reformen solle Bayern keine Mittel mehr überweisen. Piatov hält das für eine politische Stimmungsaussage – jedoch kaum für umsetzbar.

Seine Begründung:

  • Landesregierungen können wechseln, der Finanzausgleich müsste dann jedes Mal neu verhandelt werden.
  • Söder hatte ähnliche Drohgebärden gegenüber einer möglichen AfD-Landesregierung in Sachsen-Anhalt bereits früher abgelehnt.
  • Die Widersprüchlichkeit in Söders Haltung untergrabe die Glaubwürdigkeit seiner Ankündigungen.

Das Fazit des Bild-Journalisten fällt knapp aus: Die Ansage sei populistisch, aber nicht zu Ende gedacht.

Merz und die CDU: Machtlosigkeit in Berlin und Sachsen-Anhalt

Den schärfsten Vorwurf richtet Piatov gegen Friedrich Merz persönlich. In Sachsen-Anhalt zeichnet sich ab, dass ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt wird – mutmaßlich mit Stimmen aus der CDU-Fraktion. Im Dezember könnte sogar ein AfD-Ministerpräsident folgen. Piatov fragt, ob die Parteiführung überhaupt interveniert: ob Generalsekretärin oder Parteivorsitzender nach Magdeburg fahren, um klare Leitlinien durchzusetzen.

Im Koalitionsvertrag auf Bundesebene ist festgeschrieben, nicht mit extremistischen Parteien zu koalieren. Dennoch sondieren SPD, Linke und Grüne in Berlin gerade über eine gemeinsame Landesregierung. Merz’ Reaktion beschränkt sich laut Piatov auf das Mantra, er könne sich das nicht vorstellen – ohne dass daraus Konsequenzen folgten.

„Eigentlich müsste er dem Koalitionspartner SPD im Bund sagen: Das macht ihr nicht, sonst bin ich raus aus der Koalition”, so Piatovs Einschätzung. Doch Merz wisse selbst, dass ihm dafür die Kraft fehle. Das Ergebnis: vage Äußerungen, völlig ohne Konsequenz.

Einordnung: Was das für die Bundeskoalition bedeutet

Die Entwicklungen in Berlin und Sachsen-Anhalt sind mehr als Regionalpolitik – sie testen die Geschlossenheit der Bundeskoalition aus CDU und SPD. Wenn ein Koalitionspartner auf Landesebene Bündnisse eingeht, die dem gemeinsamen Koalitionsvertrag widersprechen, und der Kanzler darauf nicht reagiert, entstehen Präzedenzfälle mit bundesweiter Strahlkraft.

Ob Merz in den kommenden Wochen noch handlungsfähig auftreten kann oder weiter im Modus der Zurückhaltung verharrt, dürfte nicht nur die innerparteiliche Debatte in der CDU prägen, sondern auch die Stabilität der Bundesregierung insgesamt beeinflussen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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