Abschiebungen in Deutschland: Zahlen alarmieren

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Dieses Video wurde am 19.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Abschiebungen in Deutschland gelingen trotz politischer Versprechen nur selten: Im gesamten Jahr 2025 scheiterten rund 18.000 Abschiebeversuche, und bereits im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut über 8.000 gescheiterte Versuche registriert. Gleichzeitig sanken die tatsächlich vollzogenen Abschiebungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent. Experten und Politiker sprechen von einer tiefen strukturellen Krise – die angekündigte Asylwende bleibt bislang weitgehend Rhetorik.

Warum Abschiebungen so häufig scheitern

Ein zentrales Problem ist die Benachrichtigungspflicht: Ausreisepflichtige Personen erhalten in Deutschland rund 30 Tage vor einem möglichen Abschiebetermin eine Mitteilung, mit der sie zur freiwilligen Ausreise aufgefordert werden. Ab diesem Zeitpunkt sind viele Betroffene für die Behörden kaum noch auffindbar – sie tauchen unter, bevor die Maßnahme vollzogen werden kann.

Hinzu kommt ein ausgeprägtes Bürokratieproblem: Zuständigkeiten sind zwischen Bund und Ländern aufgeteilt, Verfahren sind langwierig, und die praktische Umsetzung unterscheidet sich erheblich je nach Bundesland. Die Folge ist eine kontinuierlich steigende Zahl gescheiterter Versuche – ein Trend, der sich in den Statistiken der vergangenen Jahre klar abbildet.

Berlin und andere Länder mit besonders schlechten Quoten

Besonders auffällig ist die Lage in Berlin: Von rund 5.000 unternommenen Abschiebeversuchen scheiterten mehr als 3.000 – also etwa ein Drittel. Auch Baden-Württemberg und Niedersachsen verzeichnen hohe Scheiternquoten, wenngleich auf etwas niedrigerem Niveau.

Ein Grund für die regionalen Unterschiede liegt in der unterschiedlichen Handhabung von Abschiebehaft und der Durchsetzung geltenden Rechts. Während Bayern die Maßnahmen vergleichsweise konsequent vollzieht, wird in anderen Bundesländern ein weniger restriktiver Ansatz verfolgt.

Die Gesamtquoten bei der Abschiebung Ausreisepflichtiger sind bundesweit ernüchternd:

  • Saarland, Hessen und Bayern führen mit Quoten von knapp 13 Prozent – dem bundesweiten Bestwert.
  • Alle Bundesländer liegen damit unter der 20-Prozent-Marke, was nach schulischer Bewertung der Note „ungenügend” entspräche.
  • Brandenburg bildet mit einer Erfolgsquote von nur 2,1 Prozent das Schlusslicht.
  • Im ersten Halbjahr 2026 sind bereits über 8.000 Abschiebeversuche gescheitert.
  • Der Rückgang vollzogener Abschiebungen beträgt im Jahresvergleich 18 Prozent.

Streit zwischen Bund und Ländern

Politisch eskaliert die Debatte: Die CDU-Bundestagsfraktion – unter anderem Günther Krings und Alexander Throm – richtet Vorwürfe an die Länder und wirft ihnen handwerkliche Fehler bei der Umsetzung vor. Umgekehrt verweisen Ländervertreter auf unzureichende Rahmenbedingungen, die der Bund zu verantworten habe.

Die entscheidende Kennzahl bleibt dabei die Nettomigration: Solange die Zahl der Neuankömmlinge die der Abgeschobenen bei Weitem übersteigt, ändert sich am Gesamtbild wenig – unabhängig davon, welche Seite die Verantwortung trägt.

Europäischer Vergleich zeigt Handlungsbedarf

Im europäischen Vergleich fällt Deutschland deutlich zurück. Länder wie Polen und Italien gelten als Beispiele dafür, dass eine konsequente Asylpolitik praktisch umsetzbar ist. Beide Staaten haben in den vergangenen Jahren effektive Verfahren etabliert und deutlich höhere Rückführungsquoten erzielt.

In Deutschland hingegen bleibt die viel beschworene Asylwende nach Einschätzung von Beobachtern bislang vor allem ein politisches Schlagwort. Strukturelle Reformen – etwa bei der Benachrichtigungsfrist, der Abschiebehaft oder der behördlichen Koordination zwischen Bund und Ländern – wären notwendig, um die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu schließen. Ob und wann solche Maßnahmen greifen, bleibt offen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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