Berlin-Wahl: SPD-Kandidat Krach gibt Stimme ab
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat bei der Berlin-Wahl als einer der Ersten seine Stimme abgegeben – und spricht über mögliche Koalitionen nach dem Urnengang.
Dieses Video wurde am 20.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Am Wahltag in Berlin hat SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach frühzeitig seine Stimme abgegeben. Die Berlin-Wahl gilt als spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen mehreren Parteien. Die SPD geht laut aktuellen Umfragen als Außenseiter ins Rennen, dennoch zeigte sich Krach zuversichtlich und betonte die Bedeutung einer hohen Wahlbeteiligung für die Demokratie.
Krach ruft zur Stimmabgabe auf
Sichtlich gut gelaunt äußerte sich Steffen Krach nach der Stimmabgabe über die Bedeutung des Wahltages. Für ihn sei es stets etwas Besonderes in einer Demokratie, wenn die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft ihrer Stadt entschieden. Er rief die Berlinerinnen und Berliner ausdrücklich dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Nach einem intensiven Wahlkampf gab sich der SPD-Spitzenkandidat gespannt auf die Ergebnisse, die ab 18:00 Uhr erwartet werden. „Ich freue mich jetzt, dass der Wahltag ist. Das ist immer was ganz Besonderes in der Demokratie”, sagte Krach im Gespräch mit Reporterin Luisa Stange.
Kopf-an-Kopf-Rennen in der Hauptstadt
Die Berliner Abgeordnetenhauswahl verspricht ein enges Rennen zwischen den größten Parteien der Stadt zu werden. Umfragen sehen die SPD im Vergleich zu anderen Parteien abgeschlagen, dennoch könnte die Partei als Koalitionspartner eine entscheidende Rolle spielen.
Laut aktuellen Erhebungen sind vor allem zwei Dreier-Koalitionen denkbar:
- CDU, Grüne und SPD
- Linke, Grüne und SPD
In beiden Szenarien wäre die SPD Teil des Senats – wenn auch nicht zwingend als stärkste Kraft. Damit kommt der Partei trotz schwieriger Ausgangslage eine potenzielle Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung zu.
Krach hält Koalitionsfrage offen
Auf die Frage, mit welchem möglichen Partner er am liebsten zunächst sprechen würde, blieb Krach bewusst vage. Er erklärte, es komme darauf an, mit wem die SPD die meisten ihrer inhaltlichen Ziele umsetzen könne. Eine klare Präferenz wollte er öffentlich nicht nennen.
„Wir werden sehen, mit wem wir dann die meisten Inhalte umsetzen können”, so Krach. Zunächst gelte es, die Wahlergebnisse abzuwarten, bevor Koalitionsgespräche überhaupt in Betracht gezogen werden könnten.
Wunsch nach mutiger Koalition für Berlin
Inhaltlich formulierte Krach klare Erwartungen an eine künftige Berliner Regierung: Sie solle mutig sein, Entscheidungen treffen und die Stadt im Sinne der Menschen weiterentwickeln. Der Fokus solle dabei auf den nächsten fünf Jahren liegen – dem regulären Zeitraum einer Legislaturperiode im Berliner Abgeordnetenhaus.
Mit diesen Worten skizzierte der SPD-Politiker eine programmatische Stoßrichtung, die weniger auf Parteifarben als auf politische Handlungsfähigkeit setzt. Ob die SPD diese Ambitionen in einer Regierungskoalition verwirklichen kann, wird sich nach der Auszählung der Stimmen zeigen. Die Berliner Wählerinnen und Wähler haben das letzte Wort – und der Ausgang bleibt bis zur Schließung der Wahllokale offen.
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