Dieses Video wurde am 19.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat offiziell seinen Wahlkampf in Sachsen-Anhalt eröffnet – mit der Parteigründerin persönlich an der Spitze. Sahra Wagenknecht, 57, bereiste das Land mit einem dichten Programm, um das BSW bei der bevorstehenden Landtagswahl zu positionieren. Ziel ist der erstmalige Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt. Die Wahl findet am 6. September statt.
Wagenknecht startet in Aschersleben
Den Auftakt des Wahlkampftages bildete ein Besuch in der Stadt Aschersleben. Dort nahm sich Wagenknecht Zeit, um mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten und das Profil der Partei in der Fläche des Landes zu schärfen.
Im Anschluss besichtigte die Parteigründerin das Bildungszentrum im Bestehornpark. Solche Stationen sollen verdeutlichen, dass das BSW bildungspolitische Themen gezielt in den Mittelpunkt stellt – ein Bereich, der in ostdeutschen Bundesländern traditionell hohe Bedeutung genießt.
Große Kundgebung in Dessau-Roßlau
Der Höhepunkt des Tages war eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Dessau-Roßlau. Neben Wagenknecht traten dort auch die Spitzenkandidaten des BSW für Sachsen-Anhalt auf:
- Thomas Schulze – Spitzenkandidat des BSW in Sachsen-Anhalt
- Claudia Wittig – weitere Spitzenkandidatin der Partei
- Sahra Wagenknecht – Parteigründerin und bundesweites Aushängeschild
Die Veranstaltung sollte Aufmerksamkeit und Zulauf in einer der größten Städte des Landes erzeugen und die Kampagne mit einem starken öffentlichen Signal starten.
BSW strebt erstmals in den Landtag Sachsen-Anhalt
Das BSW wurde erst im Jahr 2024 als eigenständige Partei gegründet und konnte seitdem bei mehreren Landtagswahlen in ostdeutschen Bundesländern auf Anhieb Einzug in die Parlamente erzielen. Nun nimmt die Partei Sachsen-Anhalt ins Visier.
Der Wahlkampfauftakt mit Wagenknecht persönlich ist dabei eine bewusste Strategie: Die Parteigründerin gilt als wichtigstes Zugpferd der noch jungen politischen Kraft. Ihr Bekanntheitsgrad und ihre Anziehungskraft auf Wählerinnen und Wähler sollen der Landespartei den entscheidenden Schub geben, um die Fünf-Prozent-Hürde sicher zu überwinden.
Ob das BSW dabei vor allem frühere Linke-Wähler, Nichtwähler oder auch Stimmen aus anderen Lagern mobilisieren kann, wird ein entscheidender Faktor für das Abschneiden am Wahltag sein.
Ausblick: Landtagswahl am 6. September
Mit dem offiziellen Wahlkampfstart setzt das BSW ein deutliches Zeichen: Die Partei nimmt die Wahl in Sachsen-Anhalt ernst und setzt auf persönlichen Einsatz ihrer prominentesten Vertreterin. Bis zur Landtagswahl am 6. September dürften weitere Auftritte und Kundgebungen folgen. Ob der Einzug in den Landtag gelingt, hängt auch davon ab, wie gut es der Partei gelingt, ihre Kernthemen – soziale Gerechtigkeit, Bildung und eine kritische Haltung gegenüber der Außenpolitik – in der Breite der sachsen-anhaltinischen Bevölkerung zu verankern.
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