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Mit der U-Bahn zum Marienplatz, dann zu Fuß ins Rathaus: Dominik Krause hat am Montag, dem 5. Mai 2026, seinen ersten regulären Arbeitstag als Oberbürgermeister der Stadt München begonnen. Der 35-jährige Physiker und gebürtige Münchner ist damit der erste grüne OB in der Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt – und will nach eigenen Worten frischen Wind ins Münchner Rathaus bringen.
Wahl am 22. März: Ein historisches Ergebnis
Der Weg ins Amt war alles andere als gradlinig. Bei der Kommunalwahl am 22. März 2026 setzte sich Krause in einer Stichwahl gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD durch. Bis kurz vor der Wahl galt Reiter als klarer Favorit; Krause lag in Umfragen lediglich gleichauf mit dem CSU-Kandidaten.
Den entscheidenden Ausschlag gab ein Skandal um einen nicht genehmigten, aber bezahlten Nebenjob Reiters, der dem Amtsinhaber bei den Wählern schadete. Reiter selbst zog die Konsequenz: „Ich habe es verbockt. Das ist meine Schuld”, erklärte er nach der Niederlage – und meldete sich bereits am Folgetag krank, sodass Krause die Amtsgeschäfte unmittelbar übernahm.
Krause ist damit nicht nur der erste grüne, sondern auch der erste offen schwule Oberbürgermeister Münchens – ein Novum in der Stadtgeschichte.
Vom Stadtrat ins Rathaus: Krauses politischer Werdegang
Krause ist in der Münchner Kommunalpolitik kein Unbekannter. Als Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion übernahm er im Oktober 2023 den Posten des zweiten Bürgermeisters, nachdem Katrin Habenschaden überraschend aus der Politik ausgestiegen war.
Der Start als zweiter Bürgermeister verlief nicht ohne Stolpersteine: In einem Instagram-Interview verglich Krause das Oktoberfest mit einer „offenen Drogenszene” – ein Satz, der für heftige Kritik sorgte. Ähnliche Ausrutscher blieben danach aus; Krause relativierte die Aussage öffentlich mehrfach.
- Oktober 2023: Übernahme des Amts als zweiter Bürgermeister
- Dezember 2025: Nominierung zum grünen OB-Kandidaten
- 22. März 2026: Sieg bei der Kommunalwahl im zweiten Wahlgang
- 1. Mai 2026: Erster offizieller Amtstag als Oberbürgermeister
Koalitionsbildung und lange Arbeitstage
Parallel zum Einzug ins Amtszimmer läuft die Koalitionsverhandlung auf Hochtouren. Nach einer gescheiterten Sondierung mit der Partei WT zeichnet sich eine Fünfer-Koalition aus Grünen, Rosa Liste, SPD, FDP und Freien Wählern ab.
Krause beschreibt seinen Alltag als intensiv: „Meistens geht’s so um 8:30 Uhr los und vor 12 Uhr bin ich in den letzten Tagen nur selten nach Hause gekommen.” Beklagen will er sich darüber nicht – „gerade jetzt am Anfang werden die Weichen für die nächsten sechs Jahre gestellt”.
Seinen Dienstweg legt der neue OB überwiegend per Fahrrad oder U-Bahn zurück – ganz so, wie er es im Wahlkampf angekündigt hatte. „Was am schnellsten geht, ist am praktischsten”, sagt er nüchtern.
Erster Amtstag: Maibaum und Amtszimmer
Der erste offizielle Amtstag fiel auf den 1. Mai: Einer der ersten Termine führte Krause zum traditionellen Maibaumaufstellen im Münchner Stadtteil Bogenhausen, wo er sichtlich entspannt wirkte. Die Anrede „Herr Oberbürgermeister” traf ihn noch etwas unvorbereitet – „war schon erstmal noch: ah okay, ja” –, erfüllte ihn aber nach eigener Aussage mit Dankbarkeit und Respekt.
Auch das frisch eingerichtete Amtszimmer im Münchner Rathaus betrat er erst am regulären ersten Arbeitstag zum ersten Mal in seiner neuen Funktion. Das Team hatte das Büro über das Wochenende fertig eingerichtet. Die Reaktionen aus der Bevölkerung fallen gemischt, aber überwiegend wohlwollend aus: Selbst erklärte Nicht-Grünen-Wähler bescheinigen dem neuen OB, „modern” und „jugendlich dynamisch” zu sein.
Die Erwartungen an Krause sind hoch. Ob er als erster grüner Oberbürgermeister die vielschichtige Millionenstadt München durch eine Sechs-Jahres-Amtszeit führen kann, werden die kommenden Jahre zeigen.
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