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Fashion Week London & Mailand: Highlights 2026

London und Mailand Fashion Week 2026: Christopher Kane bei Mulberry, Burberry mit Central Cee sowie Prada, Diesel und Fendi in Mailand – alle Highlights im Überblick.

Redaktion · 25. September 2026, 23:30 Uhr · 5 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 25.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Fashion Week machte im Herbst 2026 in London und Mailand Station – und lieferte dabei ein breites Spektrum an Impulsen: Neuanfänge nach Insolvenzen, Jubiläen mit historischer Tiefe, rebellische Abschiede und politische Signale. Fünf intensive Tage in der britischen Hauptstadt und ebenso spannende Schauen in der Modemetropole am Po zeichnen ein lebendiges Bild der aktuellen Luxusmode.

London: Christopher Kane, Moraglio und ein royales Finale bei Burberry

Das vielleicht meistbeachtete Comeback der Londoner Fashion Week gehörte Christopher Kane. Drei Jahre nach der Insolvenz seines eigenen Labels trat er erstmals als neuer Kreativdirektor von Mulberry in Erscheinung – dem größten britischen Hersteller von Luxusaccessoires. Kane zeigte kurze Kleider und elegante Lederjacken in einer Palette aus Cremeweiß, Schwarz, Braun und Grautönen. Die Silhouetten waren gerade, die Schnitte präzise. Selbst die Schuhabsätze griffen das zentrale Motiv auf: die Axt – eine Anspielung auf die Maulbeerbäume, die der Marke einst ihren Namen gaben. Für Kane steht das Symbol für Erneuerung und Wachstum.

Designer Moraglio hingegen blickte zum 20-jährigen Jubiläum seines Labels lieber zurück. Er widmete seine Kollektion Barbette, einem Trapezkünstler der 1920er-Jahre, der in Paris mit den Grenzen zwischen Maskulinität und Feminität spielte. In einer dunklen Konzerthalle trafen kristallbesetzte Bodysuits und Spitzen-Slips auf Smokings und Mäntel – ergänzt durch Federn und funkelnde Stickereien.

Den Abschluss in London machte Burberry. Kreativdirektor Daniel Lee rückte die Zusammenarbeit mit Textildesignerin Celia Birtwell in den Mittelpunkt. Die heute 85-Jährige prägte in den 1960er- und 70er-Jahren den Stil einer ganzen Generation. Ihre floralen Motive und handgezeichneten Prints zierten Regenmäntel, Leder-Trenchcoats, Hemden und Kleider. Präsentiert wurde die Kollektion im Chelsea College of Arts, wo Birtwell einst als Dozentin lehrte. Den Soundtrack lieferte David Bowie. Für einen Überraschungsmoment sorgte Central Cee – der meistgestreamte britische Rapper der Geschichte – mit seinem Laufstegdebüt. Passend dazu eröffnete Burberry gemeinsam mit dem Victoria & Albert Museum die Ausstellung The Burberry Trench: Crafting an Icon, zu sehen bis zum 3. Januar.

Mailand: Prada feiert den Rock, Diesel verabschiedet sich mit Rebellion

In Mailand eröffneten die Prada-Kreativdirektoren Miuccia Prada und Raf Simons die Saison mit einer Liebeserklärung an den Rock. Alle 63 Looks der Frühjahr-Sommerkollektion 2027 griffen das Kleidungsstück auf – mal mini, mal knielang, aus Leder, Nylon oder transparenten Stoffen, mit Falten, floralen Mustern und funkelnden Applikationen. Kombiniert wurden die Röcke mit groben wie auch feinen Oberteilen, voluminösen Frisuren und kräftigen Farbakzenten.

Bei Diesel endete eine Ära: Kreativdirektor Glenn Martens präsentierte nach sechs Jahren seine letzte Kollektion für das Label. Zerrissenes Denim, transparente Stoffe, provokante Schnitte und bewusst verwischtes Make-up unterstrichen die rohe, rebellische Ästhetik. Das emotionale Finale gehörte Model Ella Snijder, die sowohl den ersten Look aus Martens’ Amtsantritt als auch seinen letzten trug. Der Belgier kehrt nun zu seinem Haus Maison Margiela zurück.

Fendi, Jil Sander und ein politisches Signal

Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri setzte bei Fendi auf Körperlichkeit und Sinnlichkeit. Inspiriert von der italienischen Entertainerin Raffaella Carrà, die einst das Fernsehen mit ihrer Freizügigkeit provozierte, zeigte Chiuri BHs, Spitzen-Boxer und Slips als sichtbare Outerwear. Das Set: ein verspiegelter Kubus, inspiriert von einem Werk des Künstlers Luciano Fabro. Chiuris Botschaft lautet: In einer Zeit, in der Mode oft nur über Marken definiert wird, sollen Körper, Material und Gefühl wieder in den Vordergrund rücken.

Bei Jil Sander störte Kreativdirektor Simone Bellotti Perfektion ganz bewusst. Knöpfe saßen zu hoch, Jacken verzogen sich in der Taille, Krägen brachen aus ihren Revers. Für Bellotti ist klassischer Minimalismus Mainstream geworden – sein Gegenentwurf: Verletzlichkeit als Statement.

Politisch bemerkenswert war der Besuch von Premierministerin Giorgia Meloni beim Gala-Dinner im Palazzo Reale – der erste Besuch einer italienischen Regierungschefin bei der Mailänder Fashion Week seit zehn Jahren. Meloni sprach von einem Zeichen der Nähe zu einer Branche, die trotz schwieriger Zeiten starke Ergebnisse liefere. Für die italienische Regierung gilt Mode damit klar als:

  • wichtiger Wirtschaftsfaktor mit internationaler Strahlkraft
  • zentrales Element nationaler Kulturidentität
  • Branche mit politischer Relevanz weit über den Lifestyle-Bereich hinaus

Ausblick: Paris steht als nächste Station an

London und Mailand haben in dieser Saison gezeigt, wie vielfältig die Impulse der internationalen Mode sein können: zwischen Neuanfang und Nostalgie, Rebellion und Poesie. Der Fashion-Week-Kalender macht im nächsten Schritt in Paris Station – wo die nächste Runde der Frühjahr-Sommer-Schauen 2027 weitere Akzente setzen dürfte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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