Wednesday, 23. September 2026
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Grönland-Deal: USA sichern sich Militärbasen

USA, Dänemark und Grönland einigen sich auf ein Abkommen: Zwei neue US-Militärbasen und Investitionskontrollen. Was der Grönland-Deal konkret bedeutet.

Redaktion · 22. September 2026, 21:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 22.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit einem historischen Abkommen haben die USA, Dänemark und Grönland ihren lang schwelenden Streit um die arktische Insel beigelegt. Der Grönland-Deal, den die Staatschefs aller drei Seiten unterzeichneten, sieht den Bau von zwei großen, neuen US-Militärstützpunkten auf Grönland vor — zusätzlich zur bereits bestehenden amerikanischen Präsenz in Pituffik. Zudem sollen künftig sensible Auslandsinvestitionen in Grönland nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der USA getätigt werden dürfen. Konkrete Details des Abkommens stehen bislang aus, doch Trump zeigte sich klar erfreut über das Ergebnis.

Strategische Bedeutung der neuen US-Militärbasen

Die geostrategische Bedeutung Grönlands für die USA ist enorm. Sicherheitsexperte Ralf Tiele erläutert: Russische Raketen würden im Ernstfall über Grönland fliegen, russische und chinesische U-Boote operieren in den umliegenden Gewässern und könnten wichtige Unterwasserkabel kappen.

Doch die militärische Kontrolle ist nur eine Dimension. Entscheidend sind für Washington auch die Rohstoffe der Insel. Ohne Zugang zu Grönlands seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien drohen die USA im Technologiewettbewerb mit China ins Hintertreffen zu geraten — ein Aspekt, der in Washington parteiübergreifend als zentral gilt.

Die neuen Stützpunkte ergänzen die bestehende Basis in Pituffik (ehemals Thule Air Base) und sollen die amerikanische Überwachungs- und Abwehrkapazität in der Arktis deutlich ausweiten.

Souveränität Grönlands: Symbolisch oder substanziell?

Sowohl Dänemark als auch Grönland betonten, ihre Souveränität bleibe durch das Abkommen vollständig gewahrt. Experte Tiele ordnet diese Aussagen jedoch nüchtern ein: Die Parlamente müssen dem Deal noch zustimmen — und solche Bekenntnisse zur Souveränität seien in erster Linie innenpolitisch wichtig.

Er zieht einen historischen Vergleich: Auch das Nachkriegsdeutschland galt formal als souverän, während die USA faktisch maßgeblichen Einfluss auf sicherheitspolitische Entscheidungen ausübten. Ein ähnliches Verhältnis zeichne sich nun für Grönland ab.

Kritiker fragen, ob der Deal den Konflikt dauerhaft entschärft — schließlich hatte Trump in der Vergangenheit offen mit einer Annexion Grönlands gedroht. Das Abkommen liefert nun einen institutionellen Rahmen, lässt aber viele Detailfragen offen.

Trumps geopolitische Dealwoche: Iran, Ukraine, China

Der Grönland-Deal ist nur ein Baustein einer außergewöhnlich dichten außenpolitischen Woche für Präsident Trump. Parallel zu den Verhandlungen in der Arktis stehen weitere Brennpunkte auf der Agenda:

  • Iran: Trump deutete an, vor einer Entscheidung zu stehen — entweder ein Nuklearabkommen oder eine militärische Konfrontation. Er rechnet mit einem Deal kurz nach der nächsten Wahl.
  • Ukraine: Ein Treffen mit Präsident Selenskyj soll Voraussetzungen für mögliche Energie-Waffenruhen und Seetransport-Vereinbarungen im Schwarzen Meer schaffen.
  • China/Taiwan: Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten könnten eine übergreifende Dealkaskade einleiten, die mehrere Konfliktherde miteinander verknüpft.

Tiele sieht in dieser Konstellation eine historische Gelegenheit: Die drei großen Konfliktherde — Arktis, Iran, Ukraine — könnten erstmals diplomatisch miteinander verknüpft werden. Trump nutze seine Rolle als Dealmaker und habe mit neuen Sanktionsinstrumenten, die der US-Senat beschlossen hat, auch echten Druck gegenüber Russland aufgebaut.

Waffenruhe im Ukraine-Krieg: Chance oder Risiko?

Im Raum steht zudem eine begrenzte Waffenruhe für Energieanlagen und kritische Infrastruktur in der Ukraine. Tiele sieht darin potenzielle Vorteile für Kiew: Eine Winterpause würde der Ukraine erlauben, ihre Seetransporte wiederaufzunehmen und dringend benötigte Exporteinnahmen zu erzielen.

Gleichzeitig warnt er vor allzu großen Zugeständnissen an Putin. Nach mehreren Kriegsjahren ohne diplomatischen Durchbruch sei die Gelegenheit jedoch günstig. Neue Sanktionen und Zollinstrumente gäben Washington zusätzliche Hebel, um Moskau unter Druck zu halten.

Ob aus der Dealkaskade mehr wird als eine Seifenblase, bleibt offen. Die Woche rund um die UN-Generalversammlung in New York gilt aber als das derzeit wichtigste geopolitische Zeitfenster — für Trump, für die Ukraine und für die Neuordnung der arktischen Sicherheitsarchitektur.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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