Thursday, 8. October 2026
AfD

Schwerdtner weist False-Flag-Vorwürfe im SA-Landtag zurück

Linken-Chefin Schwerdtner weist False-Flag-Vorwürfe nach der Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt empört zurück und fordert Konsequenzen von Merz.

Redaktion · 8. October 2026, 11:38 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 08.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach der Wahl des AfD-Politikers Ulrich Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt reißt die politische Debatte nicht ab. Im Mittelpunkt stehen False-Flag-Vorwürfe, die Bundeskanzler Friedrich Merz ins Spiel gebracht hat: Demnach könnten Stimmen aus dem linken Lager absichtlich so abgegeben worden sein, dass sie der Union zugeschrieben werden. Linken-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner weist diese Theorie entschieden zurück und sieht stattdessen ein fundamentales Versagen der CDU-Führung.

False-Flag-Vorwürfe: Schwerdtner schließt Linken-Beteiligung aus

Bundeskanzler Merz hatte öffentlich die Möglichkeit in den Raum gestellt, dass es sich bei den Ja-Stimmen zur Wahl von Rausch um eine bewusste Täuschungsstrategie handeln könnte – sogenannte False-Flag-Operationen –, um die Union in Misskredit zu bringen. Schwerdtner nennt das einen „absoluten Hohn” und schließt eine Beteiligung ihrer Partei kategorisch aus.

„Das kann ich sehr, sehr sicher ausschließen”, sagt Schwerdtner. „Es ist vollkommen klar, dass die Linke in absoluter Opposition zu den Rechten steht – das weiß Friedrich Merz auch.” Sie wirft dem Kanzler vor, mit dem Ablenkungsmanöver von seiner eigenen Sozialpolitik ablenken zu wollen.

Da es sich um eine geheime Wahl handelt, lässt sich die Herkunft der Stimmen offiziell nicht belegen. Dennoch ist die politische Debatte darüber in vollem Gange.

Chaos in der Union und die gefallene Brandmauer

Schwerdtner sieht das eigentliche Problem bei Friedrich Merz und seiner Parteiführung. Innerhalb der Unionsfraktion im Sachsen-Anhaltischen Landtag hätten Abgeordnete offenbar unterschiedlich abgestimmt: Einige für den AfD-Kandidaten, andere dagegen, wieder andere hätten sich enthalten.

„Das ist ein vollkommenes Chaos bei der Union”, so Schwerdtner. „Friedrich Merz hat offensichtlich seine eigenen Leute nicht unter Kontrolle.” Die Linken-Chefin bezeichnet die Wahl Rauschs als „historische Zäsur für die Bundesrepublik” und fordert Konsequenzen auf Bundesebene.

  • Mehrere Unionsmitglieder sollen laut Schwerdtner für den AfD-Kandidaten gestimmt haben
  • Die sogenannte Brandmauer zur AfD sei damit erneut gefallen
  • Merz habe die innerparteiliche Disziplin nicht sichergestellt
  • Eine Aufarbeitung müsse innerhalb der gesamten Koalition erfolgen

Dezemberwahl in Sachsen-Anhalt: Koalitionsbruch als mögliche Folge

Im Dezember steht in Sachsen-Anhalt die Wahl des Ministerpräsidenten an. Zur Debatte steht dabei der AfD-Politiker Ulrich Siegmund. Schwerdtner warnt eindringlich: Sollte Siegmund mit Stimmen der Union gewählt werden, müsse das Konsequenzen für die Bundeskoalition aus CDU und SPD haben.

„Wer die Brandmauer so offensiv fallen lässt und Ulrich Siegmund mitwählt, der kann nicht gemeinsam regieren – dann ist die Brandmauer endgültig gefallen”, sagt Schwerdtner. Die Entscheidung liege letztlich bei der SPD, aber für sie wäre ein Ende der Koalition die „folgerichtige Konsequenz”.

Berlin, Antisemitismus und der Koalitionsausschuss

Auch die Berliner Koalitionsverhandlungen und der Schutz jüdischen Lebens spielen in der Debatte eine Rolle. Schwerdtner begrüßt erste Berichte über eine mögliche Einigung auf Sondierungsgespräche zwischen Linke, SPD und Grünen in Berlin. Sie bezeichnet ein mögliches Linksbündnis unter Linken-Bürgermeisterkandidatin Laf Erab als „Leuchtturm der Hoffnung”.

Zum Schutz jüdischen Lebens habe die Linke einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt. Es brauche keine warmen Worte, sondern konkrete Maßnahmen: Schutz für Synagogen, Sicherheit für Kinder an Schulen und entsprechende Stellen sowie finanzielle Strukturen.

Zum Koalitionsausschuss auf Bundesebene, der ohne Pressekonferenz endete, äußert sich Schwerdtner kritisch. Nicht das Tempo der Reformen sei entscheidend, sondern deren Inhalt: „Dieser Sozialkahlschlag muss gestoppt werden.” Stärkere Schultern müssten mehr zahlen, alle in die Sozialversicherungskassen einzahlen. Solange die Bundesregierung das Gegenteil tue, kündigte Schwerdtner weiteren Protest an.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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