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Höchstes Windrad der Welt steht in Schipkau

In Schipkau, Brandenburg, steht nun das höchste Windrad der Welt – 365 Meter hoch und mit Strom für bis zu 7.500 Haushalte. Was das Pilotprojekt bedeutet.

Redaktion · 29. September 2026, 15:08 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 29.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Schipkau im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist das höchste Windrad der Welt in Betrieb gegangen. Die Anlage erreicht eine Gesamthöhe von 365 Metern – fast so hoch wie der Berliner Fernsehturm, das höchste Bauwerk Deutschlands. Das Pilotprojekt gilt als Meilenstein für die Energiewende und könnte die Art, wie und wo Windenergie in Deutschland erzeugt wird, grundlegend verändern.

Rekordanlage nach holprigem Start

Der Weg zur Fertigstellung verlief nicht ohne Hindernisse. Das große Finale der Inbetriebnahme war zunächst abgeblasen worden – ausgerechnet weil es in 365 Metern Höhe zu windig war. Ein paradoxes Problem für ein Windenergieprojekt, das letztlich aber die enorme Leistungsfähigkeit der Anlage unterstreicht. Nach der Verschiebung klappte die Inbetriebnahme schließlich erfolgreich.

Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Windrad erreicht mit Rotor eine Gesamthöhe von rund 200 Metern. Das bislang größte Windrad der Welt stand in Bayern und brachte es auf 285 Meter. Die neue Anlage in Schipkau übertrifft diesen Wert um 80 Meter und setzt damit einen neuen globalen Maßstab.

Leistung und regionale Beteiligung

Die Anlage soll künftig bis zu 7.500 Haushalte mit Strom versorgen – nahezu doppelt so viele wie ein konventionelles Windrad, das typischerweise 3.000 bis 4.000 Haushalte versorgt. Die Betreiber legen dabei besonderen Wert darauf, die Region einzubinden und so auch skeptische Stimmen zu überzeugen.

  • 60 Prozent der Aufträge beim Bau wurden an regionale Unternehmen vergeben.
  • Die Bevölkerung vor Ort ist damit bereits am Bau finanziell beteiligt.
  • Langfristig soll die Bevölkerung auch an den Erträgen der Anlage partizipieren.
  • Schipkau soll als Modellprojekt für weitere Standorte in ganz Deutschland dienen.

Das Ziel der Betreiber ist klar: Akzeptanz schaffen durch wirtschaftliche Teilhabe. Wer von einem Projekt profitiert, steht ihm erfahrungsgemäß offener gegenüber – ein Ansatz, der in der Windenergiebranche zunehmend als Schlüssel zur Standortsicherung gilt.

Höhenwind als Gamechanger für die Energiewende

Der entscheidende technologische Vorteil der Anlage liegt nicht nur in ihrer schieren Größe, sondern in dem, was sie in großer Höhe nutzen kann: gleichmäßige und starke Winde. In niedrigeren Höhen ist Windenergie geografisch begrenzt – wirtschaftlich nutzbare Standorte finden sich vor allem in Küstennähe oder auf exponierten Anhöhen.

In Höhen ab 300 Metern hingegen weht der Wind nahezu überall in Deutschland ausreichend stark und konstant. Das eröffnet die Möglichkeit, Windenergie flächendeckend und deutlich gleichmäßiger über das gesamte Bundesgebiet zu verteilen – unabhängig von regionalen Windverhältnissen am Boden.

Das ist ein struktureller Vorteil für die Netzstabilität: Wenn Windenergie nicht mehr nur an wenigen Standorten konzentriert erzeugt wird, sondern bundesweit verfügbar ist, sinkt die Abhängigkeit von aufwändigen Stromtransporten aus dem Norden in den Süden.

Ambitionen: 2.000 Anlagen in 15 Jahren

Schipkau ist nach Angaben des Bauherrn erst der Anfang. Innerhalb der kommenden 15 Jahre plant das Unternehmen den Bau von bis zu 2.000 Anlagen in vergleichbarer Größenordnung. Das wäre ein beispielloser Ausbau der Windkraft in Deutschland und könnte einen erheblichen Beitrag zu den nationalen Klimazielen leisten.

Ob die ambitionierten Pläne Realität werden, hängt von mehreren Faktoren ab: Genehmigungsverfahren, Netzausbau, Akzeptanz in der Bevölkerung und die wirtschaftliche Rentabilität im Großmaßstab. Das Pilotprojekt in Schipkau liefert nun erstmals belastbare Daten dafür, wie leistungsfähig Höhenwindkraft in der Praxis tatsächlich ist – und welche Rolle sie in der deutschen Energieversorgung der Zukunft spielen könnte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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