Oktoberfest 2026: Wiesn-Start in München
Das Oktoberfest 2026 ist eröffnet: Tausende Besucher stürmten die Theresienwiese, OB Krause zapfte an – alle Infos zu Sicherheit und Bierpreisen.
Dieses Video wurde am 19.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Oktoberfest 2026 hat begonnen: Pünktlich um 12 Uhr mittags rief Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen das traditionelle „Ozapft is!” im Schottenhamel-Festzelt auf der Theresienwiese aus und eröffnete damit das 191. Oktoberfest. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nahm die erste Mass entgegen. Bei blauem Himmel und bis zu 24 Grad erwarten die Veranstalter in den kommenden 16 Festivaltagen rund 6 Millionen Besucher.
Sprint um den besten Platz: Tore öffnen kurz nach 9 Uhr
Bereits kurz nach 9 Uhr öffneten die Tore der Theresienwiese für die ersten Gäste – und damit begann sofort der große Sprint. Wer einen der begehrten Tische in den Festzelten ergattern wollte, musste früh aufstehen – oder gleich ganz auf den Schlaf verzichten.
Besonders hartgesottene Fans stellten sich bereits um 16 Uhr am Vorabend in die Schlange. Mit Schlafsäcken und Wärmedecken ausgerüstet verbrachten sie die Nacht vor den Eingängen, um zu den Ersten auf der Wiesn zu gehören. Nach und nach wurden Gruppen eingelassen, bevor um 12 Uhr offiziell der erste Schluck Bier erlaubt war.
Schottenhamel-Zelt im Mittelpunkt des Anstichs
Das beliebteste Ziel der frühen Besucher war in diesem Jahr das Schottenhamel-Festzelt – traditionell der Ort des offiziellen Anzapfens. Alle Augen richteten sich auf Oberbürgermeister Dominik Krause, der erstmals diese Aufgabe übernahm.
Ministerpräsident Söder verfolgte das Zeremoniell aufmerksam und dürfte – wie in solchen Momenten üblich – ein wachsames Auge auf die Zahl der benötigten Hammerschläge geworfen haben. Je weniger Schläge der Anzapfende braucht, desto mehr Bewunderung erntet er traditionell vom Publikum.
Sicherheit und Sicherheitsmaßnahmen auf neuem Niveau
Angesichts der erwarteten Besuchermassen haben die Behörden das Sicherheitskonzept für 2026 deutlich ausgeweitet. Im Einsatz sind unter anderem:
- Rund 600 Polizistinnen und Polizisten täglich auf dem Festgelände
- Ein Drohnenflugverbot über der Theresienwiese
- KI-gestützte Kameras zur Erkennung gefährlicher Situationen
- Verstärkte Einlasskontrollen an allen Zugängen
Die Maßnahmen sollen sowohl die Sicherheit der Feiernden gewährleisten als auch auf neue technologische Möglichkeiten setzen, um schnell auf Vorfälle reagieren zu können.
Bierpreise 2026: Mit Trinkgeld bis zu 18 Euro pro Mass
Auch in diesem Jahr ist das Oktoberfest kein günstiges Vergnügen. Die Mass Bier ist erneut teurer geworden – inklusive Trinkgeld zahlen Gäste mittlerweile rund 18 Euro pro Maßkrug. Das schreckte die Feiernden beim sonnigen Auftaktwochenende jedoch kaum ab.
Im vergangenen Jahr wurden auf dem Oktoberfest insgesamt 6,5 Millionen Liter Bier ausgeschenkt. Ob dieser Rekord 2026 bei den gestiegenen Preisen gehalten oder gar übertroffen werden kann, bleibt abzuwarten.
Das Oktoberfest 2026 läuft noch bis Anfang Oktober und zieht traditionell Gäste aus der ganzen Welt nach München. Bei stabiler Wetterlage und einem reibungslosen Auftakt stehen die Zeichen auf ein weiteres Rekordfest – trotz oder vielleicht gerade wegen der ausgelassenen Stimmung im ersten Wiesn-Sonnenschein.
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