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Stromterror in Deutschland: Der Fast-Blackout

Ein Einzeltäter wollte mit selbstgebauten Raketen einen deutschlandweiten Blackout auslösen. Wie nah Deutschland am Stromterror-Desaster wirklich war.

Redaktion · 17. September 2026, 16:00 Uhr · 5 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Mann aus einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt plante einen Terroranschlag auf die deutsche Strominfrastruktur — und scheiterte nur knapp. Daniel V. wollte durch koordinierte Sabotage an mehreren Umspannwerken gleichzeitig einen landesweiten Blackout auslösen, der ganze Landstriche hätte lahmlegen können. Der Stromterror hätte nach Einschätzung von Experten auch Teile des europäischen Auslands getroffen. Was genau geplant war, warum es scheiterte und was der Fall über die Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur verrät — ein Überblick.

Selbstgebaute Raketen als Waffe gegen das Stromnetz

Daniels V.s Tatplan war in seiner Grundidee erschreckend simpel: Er baute handelsübliche Silvesterraketen zu Waffen um, indem er sie mit langen Kupferdrähten bestückte. Abgefeuert auf Hochspannungsleitungen sollten die Drähte zwei Leiterseile miteinander verbinden — und so einen massiven Kurzschluss verursachen.

Die selbst gebauten Abschussvorrichtungen waren mit analogen Weckern als Zeitzünder versehen und wurden in Maisfeldern und Wäldern versteckt. Der Zeitzünder war für 7:30 Uhr an einem Dienstagmorgen programmiert — genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Industrie hochfährt und der Stromverbrauch steil ansteigt.

Tatortbereiche wurden in drei Bundesländern identifiziert:

  • Nordrhein-Westfalen: Umspannwerke nahe Dormagen, Bergheim und Weißweiler
  • Brandenburg: Bereich des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde
  • Sachsen: Landkreis Görlitz, wo über 24 Raketen sichergestellt wurden

Das Ziel: Fünf Kohlekraftwerke im Rheinischen und Lausitzer Revier gleichzeitig zum Absturz zu bringen, um die gesamte Grundlast des deutschen Stromnetzes wegbrechen zu lassen.

Morgentau verhinderte den Mega-Blackout

Was nach einem ausgeklügelten Plan klingt, scheiterte an einem schlichten Naturphänomen. Die pappe- und papierlastigen Raketen wurden in der Nacht vom Morgentau durchfeuchtet. Die Feuchtigkeit machte die Zünder unbrauchbar — die Raketen wurden zu Rohrkrepiern.

Dennoch richteten die Anschläge erheblichen Schaden an: Im Rheinischen Revier gingen fünf Kraftwerksblöcke per Notabschaltung vom Netz. Drei konnten am Folgetag wieder hochgefahren werden, zwei Blöcke waren erst nach einer Woche wieder in Betrieb — exakt das Ziel des Täters. Im Osten fiel ein Block in Jänschwalde aus, der noch am selben Tag wieder ans Netz gebracht werden konnte.

Wäre der Plan vollständig aufgegangen, hätte die Netzfrequenz von 50 Hz zu flattern begonnen. Die Leitungen hätten sich zum Eigenschutz nach und nach abgeschaltet, ein Dominoeffekt hätte sich durch das gesamte Land gezogen — mit spürbaren Folgen bis ins europäische Ausland.

Fahndung und Festnahme des Einzeltäters

Daniel V. veröffentlichte ein Bekennerschreiben, in dem er seine Motivation erläuterte: der Kampf gegen fossile Brennstoffe und — ergänzend — Kritik an der deutschen Rüstungsexportpolitik. Er unterschrieb das Schreiben mit vollem Namen und schickte es zeitnah ab, was die Fahndung erheblich erleichterte.

Die Polizei durchsuchte seine Wohnung in Gevelsberg erfolglos. Sein auffälliges, selbst umgebautes Wohnmobil wurde später im symbolträchtigen Hambacher Forst gefunden. Den Täter selbst entdeckten schließlich zwei Polizisten an der A4 nahe des Kraftwerks Eschweiler, als sie auf plattgetretenes Gras aufmerksam wurden.

Daniel V. hauste in einem mit Ästen und Laub getarnten Zelt — nur rund 750 Meter vom nächsten Kraftwerk entfernt. Er hatte sein Äußeres verändert und sich die langen Haare abgeschnitten. Bei seiner widerstandslosen Festnahme wurde weiteres Anschlagsmaterial sichergestellt, das auf weitere geplante Sabotageakte hindeutet.

Zum Täterprofil: Daniel V., Jahrgang 1997, soll ein Abitur und sogar ein abgeschlossenes Medizinstudium haben, arbeitete jedoch nicht als Arzt. Er lebte zurückgezogen, war arbeitslos und hatte seit Jugend eine Leidenschaft für Pyrotechnik — Fähigkeiten, die er nach einer offensichtlichen Radikalisierung für seine Anschläge nutzte.

Verwundbare Infrastruktur: Lehren aus dem Anschlag

Der Fall offenbart strukturelle Schwachstellen in der Absicherung der deutschen Energieversorgung. Kameraüberwachung an Umspannwerken endet bislang am Zaun — die eigentlichen Angriffe erfolgten jedoch außerhalb des gesicherten Geländes. Einige Tatorte wurden erst durch das Bekennerschreiben des Täters bekannt, nicht durch eigene Ermittlungsarbeit.

Experten fordern deshalb:

  • Erweiterte Kameraüberwachung im Umfeld von Umspannwerken
  • Einsatz von KI-gestützter Erkennung zur Früherkennung von Angriffen
  • Verstärkte Verlegung von Hochspannungsleitungen als Erdkabel
  • Zentrale Koordination der Ermittlungsbehörden über Ländergrenzen hinweg

Die Zuständigkeitsfrage erschwerte die Ermittlungen erheblich: Obwohl die meisten Tatorte in NRW lagen, führte zunächst die Staatsanwaltschaft Cottbus die Fahndung. Erst später übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen zentral.

Der Fall Daniel V. ist ein Warnschuss. Deutschland betreibt fast zwei Millionen Kilometer Hochspannungsleitungen — ein lückenloses Schutzsystem ist technisch kaum realisierbar. Dass ein Einzeltäter mit umgebauten Silvesterraketen beinahe einen nationalen Infrastrukturkollaps ausgelöst hätte, macht deutlich: Die Debatte über Schutzmaßnahmen für kritische Energieinfrastruktur ist längst überfällig. Das anstehende Gerichtsverfahren dürfte weitere Einblicke in Planung, Motivation und mögliche Hintermänner liefern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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